Digitale Fotografie - Test & Praxis
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Suche, passende Dateinamen und Dubletten

  1. Fotosammlung verwalten: 7 Profi-Tipps
  2. Suche, passende Dateinamen und Dubletten

5. Gesucht - gefunden

Reizen Sie die Suchfunktion aus! Stöbern Sie nach UND-Verbindungen wie „Kirche und München“. Fahnden Sie nach mehreren Bildeigenschaften gleichzeitig: Suchen Sie nach Stichwörtern in Verbindung mit bestimmten Kameramodellen, Mindestbewertungen und/oder Zeiträumen. 

Speichern Sie diese komplexen Abfragen – und rufen Sie die passenden Bilder bequem aktuell auf. Eine gespeicherte Abfrage heißt in Lightroom und Bridge „Smart-Sammlung“, in Photoshop Elements „gespeicherte Suche“. Lightroom bietet eine der stärksten Suchfunktionen: Öffnen Sie in der „Bibliothek“ die Filterleiste mit [Strg]+[F], und klicken Sie auf „Text“. Dann tippen Sie rechts oben gesuchte Stichwörter, Dateinamen oder auch Kameratypen ein. 

Wechseln Sie in der Filterleiste zu „Metadaten“, bietet Lightroom vier Spalten mit frei wählbaren Kriterien, die Ihre Suche eingrenzen. Geben Sie zum Beispiel Jahr, Kameramodell, Stichwort und Bewertung gleichzeitig an.​

Tipp: Nutzen Sie im Elements-Organizer auch das Untermenü „Suchen/Visuelle Ähnlichkeit“. Dann spürt das Programm ähnliche und identische Bilder auf und sortiert sie nach Aussehen.​

Lightroom Suche

© Heico Neumeyer

Schnell gefunden: Diese Bilder erfüllen laut Photoshop Elements 15 die Kriterien „Kirche“ und „München“ – doch die Schlagwortautomatik stufte fälschlich auch das alte Rathaus als „Kirche“ ein.

6. Passende Dateinamen

Dateinamen mit Aufnahmedatum wie 2017- 03-25_14-34-55.dng sind beliebt, denn eine alphanumerische Sortierung sorgt für chronologische Anordnung. Programme wie Bridge und Lightroom setzen den Zeitpunkt der Aufnahme sekundengenau automatisch in den Dateinamen ein. Wahlweise können Sie bei der Serienumbenennung weitere Exif- und IPTC-Informationen ergänzen, z. B. Kameramodell, Fotograf oder Stichwörter, aber auch freie Texte oder eine Nummerierung. 

Etwas übersichtlicher wirken Dateinamen wie 2017-03-25_Genua_0014. Damit ordnen Sie zusammenpassende Bilder nebeneinander an, auch wenn sie ursprünglich nicht direkt nacheinander entstanden sind. 

Ziehen Sie Ihre Aufnahmen vor dem Umbenennen in die gewünschte Reihenfolge. Das funktioniert in Bridge oder ACDSee, bei Lightroom nur in Sammlungen und im Elements-Organizer gar nicht.​

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Als Gratisprogramm zum Umbenennen empfehlen wir XnView MP für Windows, Mac und Linux: Damit können Sie Ihre Bilder in die gewünschte Anordnung ziehen und auswählen, anschließend folgt „Werkzeuge, Stapel-Umbenennen“. Schalten Sie die „Namensvorlage“ ein, dann planen Sie beliebige Exif- und IPTC-Werte, eigene Texte und Nummern im Dateinamen. Ersetzen Sie auch vorhandene Namensteile. 

Um Kompatibilitätsprobleme mit Datei- und Verzeichnisnamen auszuschließen, sollten Sie Leerzeichen, Umlaute und Sonderzeichen vermeiden. Schreiben Sie also nicht „heißes öl.jpg“, sondern besser „heisses-oel.jpg“.​

Tipp: Dateiname plus Verzeichnispfad sollten insgesamt nicht zu lang werden, sonst drohen Schwierigkeiten beim Kopieren, Sichern und Löschen. Fassen Sie sich bei Datei- und Ordnernamen generell kurz.​

7. Wie Sie Dubletten vermeiden

Sammeln Sie alle Aufnahmen in einem übergeordneten Verzeichnis wie „Fotos“. Dort legen Sie beliebige Unterordner an. Den „Fotos“-Ordner können Sie leicht per Bildverwaltung überwachen und sichern. Duplizieren Sie Ihre Fotodateien nicht – sonst verlieren Sie Speicherplatz und die Übersicht. So vermeiden Sie Dubletten:​

  • ​Alle Bildverwaltungen erzeugen „Alben“ oder „Sammlungen“. Dort sammeln Sie beliebige Fotos, ohne Duplikate zu erzeugen. Eine einzige Datei kann in mehreren „Alben“ oder „Sammlungen“ erscheinen. So planen Sie Druckprojekte, Diaschauen oder Bildweitergaben.​
  • Sie wollen mehrere Bildausschnitte und Korrekturen einer Datei nebeneinander sehen? Erzeugen Sie in Lightroom beliebig viele „virtuelle Kopien“ einer Aufnahme. Jede „virtuelle Kopie“ können Sie wie eine eigenständige Datei bearbeiten.​
  • Speichern Sie unterschiedliche Korrekturfassungen in einem einzigen Bild. Diese Varianten fixieren Sie in Lightroom und im Photoshop-RAW-Dialog als „Schnappschuss“, in ACDSee als „Momentaufnahme“. Photoshop sichert unterschiedliche Arrangements einer Montage als „Ebenenkompositionen“.​

Tipp: ​In Lightroom stehen Ihnen beliebige alte Bildfassungen dauerhaft zur Verfügung, auch nach Schließen und erneutem Öffnen der Datei. Die Arbeitsschritte erscheinen im „Protokoll“-Bedienfeld.​

Dubletten vermeiden

© Heico Neumeyer

Virtuelle Kopien: Lassen Sie sich unterschiedliche Korrekturen anzeigen, ohne Dateien zu duplizieren.

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