Kleine Hilfen für das optimale Foto

Fotos: So gelingen alle Ihre Urlaubsbilder

Aktuelle Digitalkameras bieten einen großen automatischen, oder manuell einstellbaren Funktionsfundus, um ein Motiv optimal abzulichten. Dennoch gibt es spezielle Situationen, bei denen man mit dem Einsatz eines Fotozubehörs besser beraten ist. Im folgenden Artikel möchten wir Ihnen Tipps zu wichtigem Fotozubehör geben und wie Sie es für ein perfektes Foto optimal einsetzen.

  1. Fotos: So gelingen alle Ihre Urlaubsbilder
  2. Teil 2: Fotos: So gelingen alle Ihre Urlaubsbilder
Kleine Hilfen für das optimale Foto

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Kleine Hilfen für das optimale Foto

Vor dem Kauf einer Digitalkamera sollte man sich im Klaren sein, wofür man den neuen Fotoapparat einsetzen möchte. Für Schnappschüsse und gelegentliche Familienbilder ist man mit der Grundausstattung und dem Funktionsumfang der derzeit aktuellen Modelle im Kompakt- und Spiegelreflexbereich gut bedient. Möchte man allerdings seine Bilder schon vor einer späteren Bearbeitung am PC gestalten, ist neben einem guten Gespür für das richtige Motiv, dem Bildausschnitt und den Umgebungsbedingungen das eine oder andere zusätzliche Foto-Utensil wichtig.

In der Grundausrüstung sollte in jedem Fall ein standfestes und dennoch flexibles Stativ ebenso wenig fehlen wie für bestimmte Lichtsituationen einige Zusatzfilter und ein externer Zusatzblitz. Gleiches gilt für ausreichend Speichermedien in Form von zusätzlichen Speicherkarten sowie ein Stromvorrat von zusätzlichen Akkus und dem passenden Ladegerät. Beim Kauf von Fotozubehör muss man allerdings darauf achten, dass es auch mit der Kamera kompatibel ist. Besonders bei Kompaktkameras ist man oft aufgrund fehlender Details, wie beispielsweise einem Gewinde am Objektiv für Zusatzfilter oder einem fehlenden Blitzschuh für einen externen Zusatzblitz auf entsprechende Adapter angewiesen. Aber der Handel hat sich darauf eingestellt und bietet auch für diese Fälle Lösungen an, von denen wir Ihnen auf den folgenden Seiten im Rahmen unserer Fototipps einige vorstellen möchten. Wir haben uns bei der Auswahl des vorgestellten Fotozubehörs für einige praktische, in der Praxis erprobte Artikel entschieden.

Warum ein Stativ und was ist das richtige?

Ein Stativ gibt der Kamera sicheren Halt, fixiert die Kamera an einer festen Stelle, beispielsweise bei Einzelbildern für eine Panorama-Aufnahme, und minimiert im Zusammenarbeit mit einem Selbstauslöser die Verwacklungsgefahr auch bei längeren Belichtungszeiten. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass Ihre Kamera ein Stativgewinde besitzt. Es ist bei nahezu allen Kameras in die Unterseite des Gehäuses integriert. Achten Sie auf ein direkt ins Gehäuse geschnittenes Gewinde, Plastikeinsätze können herausbrechen.

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Bei langen Belichtungszeiten hilft ein Stativ, verwackelte, unscharfe Fotos zu vermeiden.

Es gibt eine Vielzahl von Stativmodellen. Neben Aufsätzen für Flaschen und kleinen Tischstativen mit biegsamen Standbeinen, die sich eher für Schnappschüsse bei Partys oder Nahaufnahmen eignen, ist für den normalen Gebrauch ein ausziehbares Dreibeinstativ vorzuziehen.

Achten Sie hier besonders auf flexible, sich den Untergrund anpassbare Enden der Stativbeine. Weiterhin muss sich der Stativkopf in alle Richtungen drehen und auch fest fixieren lassen, am besten ist hier ein Kugelgelenk mit entsprechenden Feststellschrauben. Der gerade Stand des Stativs sollte sich über eine Libelle, ähnlich wie die in einer Wasserwaage, kontrollieren lassen. Ist solch eine Libelle nicht vorhanden, gibt es beispielsweise bei Hama eine Tarierungskontrolle, die man in den Blitzschuh einer entsprechend ausgerüsteten Kamera schiebt. So hat man nicht nur die Kontrolle, dass das Stativ gerade steht, sondern dass auch die Kamera über das Kugelgelenk horizontal und vertikal optimal ausgerichtet ist. Die genaue horizontale Ausrichtung der Kamera ist besonders wichtig, wenn man mehrere Einzelbilder für ein späteres Panoramafoto schießt.

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Bei Hama gibt es eine kleine "Wasserwaage", die auf den Blitzschuh einer Kamera passt.

Sonnenuntergänge richtig ablichten

Es gibt zwei Möglichkeiten, einen Sonnenuntergang darzustellen: Sie fotografieren tatsächlich zur Zeit des Sonnenuntergangs oder simulieren mit einem Filter einen Sonnenuntergang in einer schönen Landschaft. Die zweite Methode ist dann sinnvoll, wenn die Zeit fehlt, an einer bestimmten Stelle auf den Sonnenuntergang zu warten oder die Wettervorhersage für den Abend nichts Gutes verheißt.

Für beide Methoden sollten Sie auf alle Fälle ein Stativ und den Selbstauslöser der Kamera benutzen. Beim Live-Foto wählen Sie entweder die Motivautomatik "Sonnenuntergang" oder stellen die Sensorempfindlichkeit auf etwa ISO100, die Belichtungszeit auf ca. 1/1.000 s und die Entfernung auf "Unendlich". Fokussieren Sie nie die Sonne direkt an, denn auch eine untergehende Sonne in der Nähe des Horizonts ist immer noch sehr hell. Suchen Sie sich einen Messpunkt, der in etwa einen Mittelwert der Helligkeit der Gesamtszene entspricht. Möchten Sie im Vordergrund noch eine Person aufnehmen, schalten Sie die Blitzfunktion auf "An". Ansonsten lassen Sie den Blitz aus. Es ergibt eine interessante Bildkomposition, wenn Sie etwa eine Gestalt, einen Gebäudeteil, Schiffe oder Vögel, die sich gegen das Sonnenlicht abheben, in das Gesamtbild integrieren. Auch eine Spiegelung im Wasser sieht sehr schön aus.

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Eine Silhouette im Vordergrund eines Sonnenuntergangs ergibt ein stimmiges Gesamtbild.

Für die zweite Methode gibt es im Handel Kreativ- oder Sonnenuntergangsfilter, die der Aufnahme unabhängig von der Tageszeit ein Farbspektrum verleihen, das dem der Lichteffekte eines Sonnenuntergangs entspricht. Es gibt sie für alle Objektivgrößen. Für Kameras ohne Filtergewinde kann man sich so genannte Magnetadapter zulegen oder eine Filterhalterung am Stativgewinde der Kamera befestigen. Da man im letzteren Fall auf ein Stativ verzichten muss, sollte man sich einen sicheren Stand für die Kamera auswählen, beispielsweise eine Mauer, oder die Kamera mit einer Fotoklemme vorsichtig an einem geeigneten Haltepunkt fixieren.

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Bei langen Belichtungszeiten hilft ein Stativ, verwackelte, unscharfe Fotos zu vermeiden.

Richtig blitzen ist kein Geheimnis

Wer kennt sie nicht, die verblitzten Gesichter oder die zu dunklen Aufnahmen einer Party? Es ist schon ärgerlich, wenn es einem schönen Motiv an der richtigen Belichtung fehlt. Zwar kann eine gute Bildbearbeitung noch viel aus einem verkorksten Bild herausholen, Wunderdinge kann man aber auch nicht erwarten. Deshalb sollten Sie schon vor den heißen Aufnahmen die Lichtsituation mit einigen Probe-Aufnahmen kontrollieren. Doch manchmal sind auch die Kamerafunktionen und der interne Kamerablitz mit den Lichtbedingungen überfordert.

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Der Slave-Blitz der Firma Metz lässt sich frei aufstellen oder mit einer Schiene an der Kamera befestigen.

Die meisten Digitalkameras bieten in ihrer Software einen Party- oder Festmodus als voreingestellte Programmautomatik. Die Einstellungen sind auf den internen Blitz abgestimmt. Wenn Sie diese Funktion nutzen, müssen Sie auf einen ruhigen Stand der Kamera achten, denn das Objektiv bleibt wegen der geringen Lichtmenge lange offen und jede Bewegung führt zu einem verwackelten Bild. Doch wer schleppt schon ein Stativ auf einer Party mit sich herum? Die bessere Alternative ist, die Lichtsituation zu verbessern, indem man beispielsweise den Standort zum Motiv richtig wählt, vorhandene Lichtquellen richtig einsetzt oder eine zusätzliche Lichtquelle nutzt, wie beispielsweise einen externen Blitz.

Wenn Ihnen nur der interne Blitz zur Verfügung steht, sollten Sie einen Motivabstand von zirka zwei bis vier Metern weder unter noch überschreiten. Bei diesem Abstand gelingen auch mit der Kamera-Automatik brauchbare Aufnahmen. Sollten im Raum noch einige Lichter leuchten, versuchen Sie das Motiv vor diese Lichtquelle zu platzieren und dann die Gegenlichtaufnahme mit dem Zwangsblitz zu entschärfen. So ist der Hintergrund durch die externe Lichtquelle und der Vordergrund durch das Blitzlicht beleuchtet.

Während digitale Spiegelreflexkameras in der Regel einen Blitzschuh für einen Zusatzblitz bieten, muss man als Besitzer einer Kompaktkamera ohne zusätzlichen Blitzschuh auf andere Möglichkeiten ausweichen. So genannte Slave-Blitzgeräte besitzen eine Fotozelle, die den Zusatzblitz dann auslöst, wenn der interne Blitz aufleuchtet. Natürlich müssen Sie in dem Fall den Messvorblitz des internen Blitzes abschalten, da sonst der Zusatzblitz zu zeitig sein Pulver verschießt. Einen Slave-Blitz kann man unabhängig von der Kamera im Raum aufstellen oder per Halteschiene, die man am Stativgewinde der Kamera befestigt, mit der Kamera mitführen.

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