Mit GPS zurück in den Urlaub

Foto-Tools und Geodaten für alte Bilder

  1. Workshop: Fotos mit Geodaten aufwerten
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Fotos mit Geodaten aufwerten

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Nach einem Download und dem Anlegen einer Dateistruktur auf der Speicherkarte zeigt die WB650 von Samsung gleich auf dem Display den genauen Aufnameort der Fotos.

In der Regel muss man sich bei Internet-Bilderdiensten einen kostenlosen Zugang anlegen, wie beispielsweise bei den Fotoportalen Picasa, Flicr oder Panoramio. Danach lädt man die verorteten Fotos zum Bilderdienst. Von dort aus hat man dann kostenlosen Zugang zu Google Earth. Per Auswahl und Knopfdruck werden die Bilder mit hinterlegten Geodaten automatisch auf die Karte von Google Earth platziert. Im Anschluss kann man dann die Optionen von Google Earth nutzen, um beispielsweise einen Routenverlauf darzustellen oder die Karte mit den Trackpunkten als Kopie für eine spätere Dia-Show speichern. Bei der Kompaktkamera MB650 von Samsung kann man die Aufnahmeorte auch direkt auf dem Kamera- Display Bild für Bild verfolgen. Dafür muss man sich aber vorher eine Dateistruktur auf der Speicherkarte anlegen. Die Dateien gibt es bei Samsung als kostenlosen Download. Die genaue Vorgehensweise wird im Downloadbereich in englischer Sprache, aber durch eine aussagekräftige Bebilderung, einfach erklärt. Der GPS-fähigen Spiegelreflexkamera D90 von Nikon liegt mit "ViewNX" eine Software bei, die Fotos mit Geodaten an die Funktion "GeoTag" überträgt und dort in eine interaktive Karte mit verschiedenen Ansichtsoptionen einfließen lässt. Mit der Routenoption von GeoTag lassen sich die einzelnen Aufnahmestandorte zu einer Route mit Entfernungsangaben (Luftlinie) verbinden. Mit einem Klick auf einen Trackpunkt erscheint dann das jeweils hinterlegte Foto.

Methode 3 - Geodaten für alte Fotos

Fotos mit Geodaten aufwerten

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Das linke Bild zeigt die Verarbeitung der Geodaten in der beiliegenden Software der Nikon D90. Im rechten Bild sehen Sie die Auswertung der Geofotos mit der Freeware "Locr GPS Photo".

Wer seine alten Fotos nachverorten möchte oder einfach nur die Ausgaben für eine GPS-Kamera oder einen GPS-Logger scheut, kann die Bilder auch nur per Software mit den Geodaten versehen. Diese Verortungs-Software gibt es kostenlos zum Download im Internet. Da gibt es beispielsweise die Tools "GeoSetter" oder "Locr GPS Photo". Beide Tools finden Sie unter "www.de.locr.com/downloads".

Fotos mit Geodaten aufwerten

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Mit der Freeware "GeoSetter" lassen sich Fotos über eine Landkartenrecherche mit Geodaten versehen. Über den kostenlosen Bilderdienst Picasa lassen sich Fotos, in deren Exif-Informationen Geodaten hinterlegt sind, in die Karten von Google Earth einfügen.

Die Bedienung ist ähnlich und eigentlich selbsterklärend. Man lädt die Fotos in die Software. Danach markiert man ein oder mehrere Fotos (wenn Sie am gleichen Ort aufgenommen sind) und navigiert in der interaktiven Karte des Bearbeitungsfensters zum jeweiligen Aufnahmepunkt. Im Anschluss weist man die Geodaten dem Foto zu. Sind die Fotos erst einmal mit Längen- und Breitengrad versehen, lassen sie sich wie die Fotos von GPS-Kameras weiterverarbeiten, zum Beispiel in Google Earth. Da fast alle aktuellen Handys mit Fotofunktion und GPS-Modulen ausgestattet sind, ist es auch mit ihnen möglich, Fotos zu taggen. Dazu ist jedoch eine entsprechende Software notwendig.

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Auch die Freeware "Locr GPS Photo" bietet die Möglichkeit, Fotos mit Geodaten zu verorten.

Von der Fotocommunity "Locr" gibt es eine kostenlose Version von "Locr GPS Photo" für Handys mit Windows Mobile oder Symbian. Diese Software versieht alle Handyfotos automatisch mit Geodaten. Auch das iPhone von Apple ist in der Lage, Geodaten zum aufgenommenen Foto aufzuzeichnen. Für verschiedene Nokia-Phones gibt es die Application "Location Tagger". Diese kann man unter http://betalabs.nokia.com/apps/location-tagger herunterladen und in den Programmordner des Telefons einbinden.

Eine genaue Beschreibung der Funktionsweise und weitere Hinweise zur Benutzung des kleinen Tools kann man auf der Seite für den Download nachlesen. Die Geodaten werden wie bei einer GPS-Kamera im Exif-Header (bei den Bildinformationen) des Fotos gelistet. Exportiert man die Fotos auf den PC, lassen sie sich in kompatible, interaktive Landkarten einbinden. Dazu nutzt man wie schon oben beschrieben am besten einen kostenlosen Zugang zu Picasa, Flicr oder Panoramio. Hier muss man sich nur kostenlos registrieren, die Bilder hochladen und über eine Exportfunk- tion zur Kartenansicht nach Google Earth laden.

Foto-Export über Picasa zu Google Earth

  • Laden Sie sich Picasa von "" herunter und installieren Sie das Programm.
  • Laden Sie ein geogetaggtes Foto über "Datei/Datei zu Picasa hinzufügen" in das Bearbeitungsfenster.
  • Installieren Sie, wenn noch nicht geschehen, das Tool "Google Earth" (Picasa führt Sie auf die Downloadseite).
  • Markieren Sie das Foto und klicken Sie am unteren Bildrand auf das Geotag-Icon.
  • Picasa startet Google Earth und navigiert automatisch zum Aufnahmeort auf der Land- oder Sat.-Karte.
  • Klicken Sie dann am rechten unteren Bildrand auf "Geotag" und "Fertig". Ihr Foto erscheint nun auf der Google-Earth-Karte.

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