Alle Jahre wieder

Flash-Speicher

Royal Flash

Statt der Festplatte ist 2011 der Flash-Speicher erste Wahl, sei es der fest verbaute oder in Form einer Speicherkarte. So filmt jeder der 53 neuen Camcorder auf Karte, in erster Linie auf SDXC-Karte. Das gilt auch für Sony-Modelle, die SDXC schon seit letztem Jahr zusätzlich zum hauseigenen Memory Stick unterstützen.

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© Video Homevision

Rechts und links: Der Samsung Q10 kann auch von Linkshändern genutzt werden. Rotiert man den Camcorder um 180 Grad, dreht sich auch das Bild auf dem Display. Samsung HMX-Q10, kein Preis.

Der Vorteil der Flash-Technologie liegt vor allem in ihrer Unempfindlichkeit. So lässt sich ein Flash-Camcorder bei entsprechender Kompaktheit auch mal am Mountainbike befestigen, denn bei der Aufnahme sind keine beweglichen Teile im Einsatz.

Stattdessen werden die Daten per elektrischen Ladungsaustausch geschrieben. Hinzu kommt, dass die Preise für die Karten stets sinken. So gibt es eine 16-GByte-SDHC-Karte schon für 30 Euro, was bei einer HD-Kamera für immerhin rund zwei Stunden in bester Güte ausreicht.

Wer sich gar keine Gedanken um ein etwaiges Medium machen will, greift zu einem Camcorder mit internem Speicher. So bietet das JVC-Topmodell GZ-HM960 (1.000 Euro) einen internen 16-GByte-Speicher, ebenso wie der Samsung HMX-H304. Deutlich mehr bietet der Sony HDR-CX700 (1.400 Euro) mit 96 GByte Flash-Speicher. Und der Panasonic HDC-TM900 (1.200 Euro) kommt auf 32 Gigabyte.

Panasonic HDC-SD99EG

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Allrounder: Der günstige SD99 ist nicht nur 3D-fähig, sondern filmt auch progressiv. Panasonic HDC-SD99EG, 550 Euro.

Fortschrittliche Aufnahme

Im letzten Jahr brachte Panasonic seinen Topmodellen bei, progressiv aufzunehmen. Das hat zwar nicht unmittelbar mit der direkten Übersetzung zu tun, ist aber ein Schritt in die richtige Richtung. Denn bislang wurde in der Regel mit 50 Halbbildern pro Sekunde gefilmt, wobei sich ein Bild aus zwei zeitlich versetzten Teilbildern zusammensetzt: Eines beinhaltet die geraden Zeilen und eines die ungeraden.

Diese Aufteilung stammt aus der Entstehung des Fernsehens und der Netzfrequenz von 50 Hertz. Der zeitliche Versatz führt vor allem bei Bewegtbildern zu Bildfehlern, die sich durch flirrende Kanten oder feine Linien zeigen.

Im Zeitalter der Flachbildschirme ist eine solche Beschränkung entbehrlich, und so können die Camcorder das ganze Bild in einem Rutsch aufzeichnen. Dass es dabei gleich 50 Bilder pro Sekunde sind, sorgt dafür, dass Bewegungen flüssig erscheinen, anders als bei Aufnahmen mit 30 oder 25 Vollbildern, wie es mancher günstige Camcorder praktiziert.

2011 hat nicht nur Panasonic sein gesamtes HD-Line-up mit der sogenannten 50p-Aufnahme versehen, auch der andere Big Player, Sony, hat das Potenzial erkannt und bietet diesen Vorzug ebenfalls in allen HD-Modellen. Das schraubt den Anteil der 50p-Modelle am Gesamt-CamcorderMarkt auf 80 Prozent.

JVC und Canon halten sich diesbezüglich noch zurück. Das könnte auch daran liegen, dass die 50p-Aufnahme noch nicht offizieller Bestandteil der AVCHD-Spezifikation ist, dem Format, in dem alle HD-Cams außer denen von Samsung filmen. Zudem liegt die Datenrate mit rund 28 Mbit pro Sekunde höher als die sonst maximale Datenrate von 24 Mbit pro Sekunde. Das schraubt die Anforderungen an die Hardware eines Schnittsystems noch höher, als sie durch AVCHD schon ist.

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