Filme schneiden

10 Gratis-Tools zur Videobearbeitung

Filme schneiden, einen Abspann ergänzen, Fotos hinzufügen und Übergänge schaffen: All das erledigen Sie ganz einfach mit den kostenlosen Tools für die Video-Bearbeitung, die wir Ihnen in diesem Artikel vorstellen.

Musikbuttons

© Lara Cold / shutterstock

Wir stellen 10 kostenlose Programme zum Schneiden von Filmen vor.

Hinweis: Als Alternative zum Download finden Sie alle kostenlose Videobearbeitungs-Tools aus diesem Artikel auch auf der Heft-DVD von PC Magazin 11/2015.

1. Lightworks: Mächtiges Profi-Tool zum Nulltarif auch für Einsteiger

Das wohl umfangreichste der Gratisprogramme ist Lightworks. Damit kommen Einsteiger zurecht, aber es bietet auch Profis viele hilfreiche Funktionen. Kein Wunder, dass mit dem Tool mehrere Blockbuster editiert wurden, unter anderem Mission Impossible und Pulp Fiction.

Lightworks besitzt eine intuitive Bedienung und eine aufgeräumte, selbsterklärende Oberfläche: Sie ziehen Filmsequenzen, Audiospuren und Clips einfach per Drag & Drop in die Zeitleiste. Für die Bearbeitung stehen zahlreiche Echtzeit-Effekte zur Verfügung, zum Beispiel Überblenden.

Das englischsprachige Tool bringt diverse Schneidewerkzeuge mit, etwa um Schnittmarken an verschiedenen Stellen einzufügen. Sie rendern und basteln damit sogar 3D-Clips ohne Vorwissen. Sie können Import, Export und Rendering im Hintergrund laufen lassen und währenddessen andere Arbeiten am Rechner erledigen. Beim ersten Start geben Sie den Namen eines Projektes ein und bestimmen auf Wunsch die Framerate, sonst steht sie auf Auto. Wenn Sie nicht weiterkommen, schauen Sie sich eines der Tutorials im Programm an.

Lightworks kann mit vielen verschiedenen Formaten umgehen, unter anderem AVI und QuickTime, sowie mit verschiedenen Codecs. Auch mit unterschiedlichen Auflösungen und Framerates hat Lightworks kein Problem.

Zudem ist Lightworks mit anderen Programmen kompatibel, etwa Final Cut Pro, Avid oder Adobe After Effects. Sie exportieren Dateien mit wenigen Klicks zu YouTube. Voraussetzung für die Verwendung ist, dass Sie Apples Quicktime installiert haben und sich beim Hersteller registrieren. Der Vorteil der kostenpflichtigen Pro-Version: Mehrere Leute können gemeinsam an einem Videoprojekt arbeiten, und das sogar plattformübergreifend.

2. Avidemux: Audio- und Filmspur von Videos einfach trennen

Avidemux ist zwar nicht so umfangreich und gut ausgestattet wie Lightworks, dürfte aber für Einsteiger ausreichen. Sie schneiden Clips, passen mithilfe von Schiebereglern Helligkeit, Kontrast und Sättigung an, fügen Blenden ein und wenden weitere Filter an. Sie fügen auf Wunsch mehrere Tonspuren hinzu, so wie man es von einer mehrsprachigen DVD kennt. Später wählen Sie dann beim Anschauen die passende aus.

Avidemux Videobearbeitung

© Screenshot PCgo

Mit Avidemux trennen Sie bei Bedarf Video- und Tonspur ganz einfach und speichern beides unabhängig voneinander ab.

Eine weitere Besonderheit: Mit Avidemux sichern Sie auf Wunsch Bild- und Tonspur eines Videos separat und können so beide einzeln bearbeiten. Klicken Sie dazu im Menü Audio auf Save Audio. Um das Video ohne Ton zu speichern, klicken Sie unter Video Output auf das Dreieck. Markieren Sie in der Auswahl etwa Mpeg2 (ff). Den Ton schalten Sie unter Output Format und dem Dreieck aus. Markieren Sie den Eintrag Video only. Avidemux verarbeitet diverse Formate, von AVI, DivX, XviD und MPEG 4 bis hin zu MP3, WMA, AAC und WAV.

3. Windows Movie Maker: Der Allrounder von Microsoft

Der Windows Movie Maker ist ein Klassiker der Videobearbeitung: Bei Windows XP und Vista war er vorinstalliert, nun müssen Sie das Programm selbst herunterladen. Dafür bringt es viel mehr Features mit.

Die Benutzeroberfläche des Windows Movie Makers zeigt Ihren Clip in einer Vorschau sowie in einem Storyboard mit Einzelbildern. Sie schneiden einen oder mehrere Clips mit dem Zuschneidewerkzeug unter Bearbeiten und Videotools. Damit bestimmen Sie Anfang und Ende des Stücks, das Sie entfernen oder an anderer Stelle wieder einsetzen möchten. Dort korrigieren Sie auch die Geschwindigkeit einer Szene. Mit dem Windows Movie Maker fügen Sie Abspann und Untertitel ein und entfernen Verwacklungen oder holprige Übergänge.

Eine Besonderheit bei der Nutzung in Windows 8 ist der neue Bildstabilisator. Den aktivieren Sie über den Button Videostabilisierung. Hier finden Sie die beiden Optionen Bildstabilisierung sowie Bildstabilisierung und Verzerrungskorrektur. Sie haben mehrere Stufen zur Auswahl. Wählen Sie einen der beiden Modi, werden verwackelte Aufnahmen automatisch korrigiert. Außerdem wenden Sie Effekte und Filter an und färben Szenen etwa Schwarz-Weiß ein.

Sie erstellen mit dem Windows Movie Maker Diashows aus Fotos, fügen Musik hinzu und schaffen Übergänge mit Blenden. Das deutschsprachige Tool ist für Einsteiger gut geeignet und sehr einfach zu bedienen. Den fertigen Clip veröffentlichen Sie im Internet oder speichern ihn auf der Festplatte.

4. Videospin: Diashows erstellen und mit Titeln versehen

Ähnlich einfach wie der Windows Movie Maker funktioniert Videospin von Pinnacle. Mit dem Tool erstellen Sie Diashows mit Übergängen, Blenden und Musik. Die Fotos fügen Sie einfach per Drag&Drop ein und verschieben sie durch Ziehen mit der Maus. Speichern Sie das Projekt ab.

Videospin Videobearbeitung

© Screenshot PCgo

Videospin erstellt aus Bildern, Clips und Audiodateien Diashows, die mit Übergängen verfeinert werden können.

Anschließend bearbeiten Sie den Clip, indem Sie Ton und Audiokommentare hinzufügen, Titel einblenden und diverse Übergangseffekte einbauen. Den fertigen Clip speichern Sie in vielen verschiedenen Formaten ab, zum Beispiel AVI oder MPEG-4. Außerdem laden Sie ihn auf Wunsch direkt aus Videospin bei YouTube hoch. Für die Nutzung des deutschsprachigen Programms müssen Sie sich registrieren.

5. Freemake Video Converter: Videos konvertieren und Tonspur entfernen

Wenn Sie ein Video nur von einem Format in ein anderes umwandeln wollen, um es zum Beispiel zu verkleinern, hilft der Freemake Video Converter weiter. Er kann mit diversen Formaten umgehen, von AVI über MPEG-4 bis hin zu WMV oder MKD. Auf Wunsch skaliert er das Video auch passend für ein Gerät wie das iPhone oder Samsung-Smartphones.

Freemake Videobearbeitung

© Screenshot PCgo

Der Freemake Video Converter wandelt Videos in jede Menge andere Formate um.

Wenn Sie auf den Button In Mp3 klicken, extrahieren Sie die Audiospur eines Clips. Ein paar einfache Bearbeitungsmöglichkeiten gibt es auch, etwa Schneiden oder Drehen des Videos.

Freemake Video Converter ist einfach zu bedienen, sieht allerdings etwas altbacken aus. Aufpassen müssen Sie unbedingt bei der Installation: Wählen Sie die benutzerdefinierte Installation, denn der deutschsprachige Converter möchte Toolbars und Zusatzprogramme hinzufügen.

6. VirtualDub: Festhalten und bearbeiten, was vor der Webcam passiert

Die Besonderheit an VirtualDub ist, dass Sie mit dem Tool nicht nur Clips bearbeiten, sondern auch aufnehmen, etwa von der TV-Karte, einer anderen Videoquelle oder der Webcam. Sie können auch das mitschneiden, was auf Ihrem Bildschirm zu sehen ist. So erstellen Sie Anleitungen oder How-to-Clips für YouTube.

Für eine Aufnahme wählen Sie im Menü File den Eintrag Capture AVI. Sie müssen zuerst den Speicherort festlegen. Klicken Sie auf File und Set Capture File und wählen den passenden Ordner aus. Klicken Sie im Menü auf Device und entscheiden sich beispielsweise für Webcam. Starten Sie die Aufnahme mit Capture und Capture Video. Zum Beenden drücken Sie [ESC]. Die so entstandenen Videos (und alle anderen) schneiden Sie anschließend framegenau.

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Sie wenden Effektfilter an, verändern die Helligkeit und die Farbtiefe oder synchronisieren den Ton. Mehr als 40 Filter verändern das Ergebnis noch einmal. Um einen auszuwählen, klicken Sie im Menü auf Video und auf Filters. Suchen Sie einen aus und klicken Sie auf Add.

VirtualDub verarbeitet Sound und Bilder getrennt, diese lassen sie auch getrennt abspeichern. Ein Nachteil: Sie speichern den fertigen Clip ausschließlich als AVI-Datei. Wollen Sie ein anderes Format, müssen Sie das Video mit einem zusätzlichen Programm konvertieren. Auch direkt brennen lässt sich der Film mit VirtualDub nicht. Die Bedienung der englischsprachigen Software ist einsteigerfreundlich, aber nicht alle Funktionen sind auf Anhieb gleich zu finden.

7. VideoPad Video Editor: Nutzer- freundlicher Allrounder auf Deutsch

Der deutschsprachige VideoPad Video Editor bringt viele Funktionen mit, die Sie zum Bearbeiten und Schneiden eines Clips benötigen. Er wirkt aber weniger überladen als etwa das Profitool Lightworks. Seine Stärke sind die vielen Werkzeuge. Sie schneiden Videos, verbessern die Farbqualität sowie die Sättigung und die Übergänge mit Blenden und setzen Effekte ein. Diese aktivieren Sie mit einem Klick, es ist auch möglich, mehrere anzuwenden.

Neue Videos, Fotos oder Sounddateien ziehen Sie beim VideoPad Video Editor einfach mit Drag&Drop auf die entsprechende Leiste. Das Tool eignet sich auch für kleine Spielereien: Sie fügen ihren Clips Herzen, Sterne oder andere geometrische Formen hinzu.

Virtual Dub Videobearbeitung

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VirtualDub nimmt Video und Bilder mit der Webcam auf, die anschließend bearbeitet, geschnitten und mit vielen Effekten und Filtern versehen werden können.
VideoPad Videobearbeitung

© Screenshot PCgo

Der VideoPad Video Editor wirkt dank des von Microsoft entlehnten Ribbon-Designs sehr übersichtlich und nicht so überladen.

Der VideoPad Video Editor bringt eine kleine, aber feine Besonderheit mit: Sie passen damit bei einer Diashow oder einem Video eine Pause zwischen zwei Bilder ein. Klicken Sie dazu auf Leere hinzufügen. Das Programm brennt den fertigen Clip oder Ihre Diashow auch direkt auf CD und DVD, was nicht alle Videobearbeitungstools können. Ebenso exportieren Sie die Datei zu YouTube, zu Facebook, Dropbox oder Google Drive. Die Bedienung des VideoPad Video Editors ist dank des Ribbon-Designs sehr einfach, auch für Einsteiger.

Achtung: Aufpassen müssen Sie nur bei der Installation, denn der VideoPad Video Editor möchte unter Umständen Browser-Erweiterungen hinzufügen.

8. Free Studio: Multimedia-Baukasten für die beliebten YouTube-Videos

Das Free Studio ist ein Multimedia-Baukasten mit Werkzeugen für viele Zwecke, einige davon speziell für Online-Videos von YouTube oder Dailymotion. Zu dem Programm gehören mehr als 20 Module, mit denen Sie zum Beispiel YouTube-Videos herunterladen oder dort veröffentlichen können, den Ton von Musikvideos als MP3-Datei sichern, Aufnahmen für bestimmte Ausgabegeräte konvertieren oder Clips schneiden. Dazu kommen Brenner und ein 3D-Photo-Maker.

Die Tools sind allesamt sehr einfach gehalten, konzentrieren sich auf ihre Aufgabe und verzichten auf Überflüssiges. Sie sind darum leicht zu bedienen. Manche Werkzeuge sind speziell, etwa der Free Gif Maker, mit dem Sie MP4-Clips in animierte Grafiken verwandeln. Wenn Sie nicht alle brauchen, können Sie die praktischen Programme auch einzeln herunterladen.

Achtung: Aufpassen müssen Sie unbedingt bei der Installation: Das Free Studio Programmpaket versucht, nervige Adware und Toolbars zu installieren.

9. VSDC Free Video Editor: Alleskönner für die schnelle Videobearbeitung

Der deutschsprachige Free Video Editor von VSDC ist dank des Menüband (Ribbon)-Konzepts, welches beispielsweise in Microsoft Office ab Version 2007 zum Einsatz kam, sehr übersichtlich und leicht zu bedienen. Allerdings wirkt das Design durch die graue Farbe und die kleine Schrift weniger ansprechend als etwa beim Windows Movie Maker.

Einfach zu bedienen ist der Free Video Editor dennoch: Sie legen ein neues Projekt an, indem Sie Fotos und Videos von der Festplatte oder einem Datenträger importieren. Sie können auch direkt Videos und Bilder mit der Webcam aufnehmen oder filmen, was auf dem Bildschirm passiert. Klicken Sie dazu auf Capture Video oder Capture Screen.

VSDC Video Editor Videobearbeitung

© Screenshot PCgo

Mit dem VSDC Free Video Editor erstellen Sie neben Videos auch mit einfachen Mitteln Diashows samt Sound-Untermalung.

Mit dem Diashow-Assistenten erstellen Sie schnell eine Bildergalerie und fügen für die Übergänge diverse Blenden und Audiospuren hinzu. Außerdem schneiden Sie Clips, fügen Effekte hinzu, drehen oder spiegeln die Videos, verändern die Farben und schaffen bessere Übergänge. Es gibt mehrere Assistenten und Schnelleinstellungen, bei denen Sie Filter auf Knopfdruck auf den Film anwenden. Das Ergebnis speichern Sie in verschiedenen Formaten oder optimieren es für bestimmte Endgeräte wie Smartphones oder Spielkonsolen.

Achtung: Bei der Installation müssen Sie aufpassen, der Video Editor möchte Adware hinzufügen, die für die Benutzung des Programms nicht benötigt wird.

10. DVD Flick: Videoclips mit Untertiteln versehen und als DVDs speichern

Nicht jedes Videoschnittprogramm kann auch DVDs brennen. Um aus Ihren Clips eine Disc zu erstellen, die Sie anschließend auf dem Computer und auf dem DVD- und Blu-ray-Player abspielen können, verwenden Sie DVD Flick.

Das Programm unterstützt alle gängigen Videoformate von MP4, MOV über WMV bis hin zu vielen Audiocodecs. Sie fügen vor dem Brennvorgang Tonspuren sowie Untertitel hinzu. Auch Bitrate oder den Fernsehstandard passen Sie auf Wunsch an. Es ist über das Tool möglich, die Videodatei im ISO-Format auf dem Computer zu sichern. Viele Media Player verstehen auch dieses Format.

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