Erinnerungen zum Anfassen

Filmbearbeitung

Die Filmproduktion

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© Video Homevision

Links sind die einsetzbaren Effektblenden dargestellt, die Magix bereits für 3D-Bearbeitung anbietet. Rechts das Vorschaufenster, das zu Kontrollzwecken zwischen Side by Side, Anaglyphen oder auch Standard-2D-Ansicht umschaltbar ist. Unten ist die Timeline zu sehen, auf der die Clips zum Film angeordnet werden.

Die Szenen landen, wie es der moderne Filmer gewohnt ist, als AVCHD-Dateien auf der SD-Speicherkarte. Fast jeder Rechner hat dafür einen passenden Schlitz, im Übrigen klappt auch der Transfer via USB.

Die Software "Magix Video deLuxe 17 Premium" für rund 130 Euro ist 3D-tauglich und fand deshalb schnell den Weg in unser Teststudio. Außerdem gilt sie als leicht bedienbare Anwendung für Hobbyfilmer. Tatsächlich merkt man keinen Unterschied beim Schnitt - gegenüber einer normalen Filmbearbeitung. Die Szenen liegen bereits synchron vor, sie wurden ja zusammen aufgenommen.

Bei Profisystemen muss jetzt erst umständlich synchronisiert werden - hier reicht der Befehl "Side by Side" aus dem Effektmenü, und die beiden anamorphotisch verzerrten Bilder erscheinen am Kontroll- oder Schnittfenster wieder breit und einzeln.

Nun kann man ohne Sehstörung schneiden, sieht jedoch den 3D-Effekt nicht. Auch hier gibt es über dem Titelfenster wieder ein kleines 3D-Brillensymbol, das den Film auf Wunsch anaglyphisch oder nebeneinander zeigt. Die Software beherrscht 3D-Blenden, kann also manche Übergänge schon räumlich gestalten.

Beim Titel funktionierte die Anordnung im Raum nicht richtig. Dreht man ein wenig zu viel am Regler, erscheint die Schrift mit zu weitem oder fürs Auge zu nahem Parallaxenabstand. Am Ende setzten wir sie in den Hintergrund; da störte sie am wenigsten.

Oft wird echtes 3D mit der schon lange praktizierten räumlichen Darstellung auf zwei Dimensionen verwechselt. Derartige Effekte, drehende Würfel beispielsweise, die sich als Szenenübergänge großer Beliebtheit erfreuen, haben im echten 3D-Film keinen Platz. Sie sind auch nicht als Side-by-Side-Effekte hinterlegt.

Mit der Panasonic-Kamera lassen sich auch keine flächigen Szenen, etwa Schriftstücke, auf kurze Entfernung abfilmen. Da versucht die Technik, 3D zu machen, wo es das nicht gibt. Sonst aber brachte der Workflow viel Spaß und gute Ergebnisse.

Mithilfe eines externen 3D-fähigen Fernsehers kann man das Ergebnis gleich studieren. Er hängt per HDMI am Rechner und zeigt das Vorschaufenster von Magix. Wird er in den 3D-Betrieb versetzt, kann der Cutter mit der Brille auch gleich das Ergebnis seiner Bemühungen sehen.

Zur Ausgabe öffneten wir das 3D-Brennmenü, das sehr übersichtlich ausfiel, wählten aber für unseren kurzen 15-Minuten-Film die Einstellung "AVCHD" statt "Blu-ray". So lässt sich eine AVCHD-Scheibe auf einen DVD-Rohling brennen. Der zur Vorführung angeschlossene Blu-ray-Brenner verstand diese Scheibenvariante genauso gut wie die Original-Blu-ray.

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