Media-Center für Heimwerker

Film und Fernsehen

Windows Vista hat zwar ab der Home- Premium-Variante einen MPEG2-Codec für die DVD-Wiedergabe dabei, für Blu-ray muss man aber extra in die Tasche greifen und sich Programme wie WinDVD 9 Plus Blu-ray oder PowerDVD 9 Ultra zulegen. Wir empfehlen dabei Power-DVD, nicht zuletzt wegen der sehr guten Einbindung ins Vista Media Center.

Die Wahl der TV-Karte hängt natürlich primär davon ab, auf welchem Weg das TV-Programm empfangen wird, prinzipiell gibt es passende Karten für alle Empfangsarten. Reine Analogkarten sollte man sich nicht mehr zulegen, da der analoge TV-Empfang über Antenne schrittweise abgeschaltet wird. Hier sollte man auf jeden Fall zu einer Hybrid-Karte greifen, die zusätzlich das digitale DVB-T empfangen kann. Entsprechende Karten sind mit Preisen ab 40 Euro auch kaum teurer als reine Analogkarten. Für DVB-S-oder DVB-C-Karten muss man mit Preisen ab 100 Euro etwas tiefer in die Tasche greifen.

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PC Komponente Gehäuse Mainboard CPU
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Computer:PC-Komponenten

Die Basiskomponenten: AMD Athlon X2 5050e und ein 780G-Mainboard von Gigabyte.

Da inzwischen auch die öffentlich-rechtlichen Sender daran gehen, zumindest Teile ihres Angebots in HD-Auflösung auszustrahlen, sollte man über eine DVB-S2-Karte nachdenken, Windows 7 wird HDTV unterstützen. Karten wie die Hauppauge WinTV NOVA-HD-S2 kosten um die 100 Euro. Mit 160 Euro deutlich kostspieliger ist die Floppy DTV S2 von Digital Everywhere. Dafür ist die intern über Firewire angebundene Karte derzeit die beste Wahl, wenn man Wert auf eine gute Pay-TV-Unterstützung legt.

Das gewisse Extra

Wenn der Media-Center-PC einen Platz im Wohnzimmer zugewiesen bekommt, dann benötigt man noch etwas Zubehör. Dazu zählt erst einmal eine passende Fernbedienung. Einfache MCE-kompatible Modelle mit Infrarot-oder Funkübertragung kosten zwischen 15 und 20 Euro. Programmierbare Fernbedienungen wie die Harmony-Modelle von Logitech kosten dagegen zwischen 70 und 370 Euro.

Wer den PC auch als Surfplattform fürs Wohnzimmer nutzen will, der sollte zu einem Wireless- Keyboard mit Touchpad oder optischem Trackball greifen. Solche Tastaturen bekommt man ab zirka 50 Euro.

Von Windows bis Linux: Software für Media-Center-PCs

Wohnzimmer-PC im Eigenbau

© Archiv

Im Design hat sich beim Media Center von Windows 7 wenig geändert. Der Fortschritt liegt unter der Oberfläche.

Bei Windows XP gab es noch eine spezielle Media-Center-Edition als eigenständige Variante, in Vista Home Premium und Ultimate hat Microsoft das Media Center kurzerhand integriert. Entgegen landläufiger Meinung funktionieren im Vista Media Center auch DVB-S- und DVB-C-Karten. Allerdings nicht mit nativer Unterstützung durch Microsoft, sondern über die Treiber der Kartenhersteller. Allerdings werden hier die DVB-S-Kanäle auf DVB-T-Kanäle gemappt, daher werden die mit dem DVB-S- Stream übertragenen EPG-Informationen nicht ausgewertet. Eine native DVB-S-Unterstützung enthält das TVPack 2008, das Microsoft allerdings nur an Hersteller herausgibt.

Das Media-Center in Windows 7 Windows 7 wird alle neuen Funktionen des TVPack enthalten und unterstützt nun auch unterschiedliche Typen von TV-Tunern gleichzeitig.

Media Portal Die Open-Source-Software Media Portal (www.team-mediaportal.de) ist eine interessante Alternative unter Windows. Das in .Net entwickelte Media Portal ist freier konfigurierbar als das Vista VMC, läuft dafür aber weniger stabil.

Alternative Linux Unter Linux hat man die Wahl aus einer ganzen Reihe verschiedener Media-Center-Programme. Empfehlenswert ist dabei die Kombination aus vdr für den digitalen TV- Empfang und XMBC für alle weiteren Multimedia-Funktionen (www.vdr-wiki.de). Daneben existieren auch spezielle Media-Center-Distributionen wie Mythbuntu (www.mythbuntu.org).

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