Festplattenprobleme erkennen

Crystal Disk Info, HD Tune uvm.

  1. Die besten Tools zum Festplatten-Check
  2. Crystal Disk Info, HD Tune uvm.

Crystal Disk Info: Nur die portable Version verwenden

Crystal Disk Info ist eine Open Source Software, welche rohe SMART-Werte ausliest, als Tabelle anzeigt und die wichtigsten Werte - Temperatur, Betriebsstunden und Zahl der Starts - in einer Übersichtsseite anzeigt. Zudem kann Crystal Disk Info Grafiken erstellen, anhand derer Sie erkennen können, wie sich der Zustand einer Festplatte im Laufe der Zeit verschlechtert.

Crystal Disk Info hat einen Tray- oder Warn-Modus, der aber nur aktiv ist, wenn das Programm immer per Autostart ausgeführt wird. Von Crystal Disk Info existiert ein durch Adware finanzierter Installer und eine werbefreie Portable-Variante. Greifen Sie trotz des etwas größeren Installationsaufwandes zur Portable-Version!

HD Tune: Pro-Version mit Selbsttest

HD Tune ist in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Variante (ca. 25 Euro) auf dem Markt. Während die kostenpflichtige Variante alle Arten von SMART-Tests beherrscht, kann die Gratisversion nur aktuelle Betriebsparameter auslesen. Immerhin bereitet es die Messwerte sehr gut auf. Die Pro-Variante kann darüber hinaus Selbsttests starten, auf externe Festplatten zugreifen und bei kritischen Werten warnen.

HD Tune Pro

© Screenshot PCgo

HD Tune (hier die Pro-Version, ca. 25 Euro) zeigt viele nützliche Informationen und bereitet diese grafisch auf.

Acronis Drive Monitor: Warnt, wenn Gefahr für Daten besteht

Das kostenlose Tool Drive Monitor vom Festplattenspezialisiten Acronis fällt durch einen reduzierten, aber sehr gut auf die Anforderungen im SOHO-Bereich (Small Office Home Office) zugeschnittenen Funktionsumfang auf. Es liefert eine Übersicht über den Gesundheitszustand von Laufwerken, erkennt Ereignisse, die einen Datenverlust verursachen können und warnt per Taskleiste oder E-Mail, wenn Gefahr für Daten besteht. Bei Erreichen von Grenzwerten informiert das Tool über den jeweiligen Parameter und verweist auf Forum und Knowledge Base.

Etwas verwirrend: Der Reiter Critical Events enthält auch Software-Gefahren für Daten, beispielsweise Hinweise von Microsofts Malware Removal Tool.

Acronis Drive Monitor

© Screenshot PCgo

Ein gutes Allroundtool, leider gelegentlich mit verfälschender Information aus anderen Quellen: Acronis Drive Monitor.

SeaTools: Nur für Festplatten von Seagate und Maxtor

Kein reiner SMART-Monitor, sondern ein umfassendes Diagnose-Werkzeug für Festplatten von Seagate und Maxtor sind die SeaTools von Seagate. Hauptaufgabe dieses Programmes ist es, Kunden die Möglichkeit zu geben, zu ermitteln, ob tatsächlich ein Festplattendefekt vorliegt - und sich daher das Einsenden der Platte zu Seagate lohnt oder ein ungewöhnliches Verhalten andere Ursachen hat (Viren, Stromausfall). Selbstverständlich ist die Ermittlung von SMART-Parametern und der Start von Selbsttests ein essentieller Bestandteil.

Positiv: Die SeaTools bieten eine Möglichkeit, Sektor-Remapping zu erzwingen. Das ist vor allem bei Platten praktisch, die erste Defekte aufweisen, aber die Garantiezeit hinter sich haben. Solche Platten können noch eine Weile zum Datenaustausch ("Filmchen für Freunde") weiter benutzt werden. SeaTools erfordern .NET 4.0.

Seatools für Windows

© Screenshot PCgo

Herstellertools wie die SeaTools ermitteln, ob eine Festplatte ein Support-Fall ist. Praktisch: Bei Seagate- und Maxtor-Platten können die SeaTools eine Reparatur veranlassen.

WD Data Lifeguard: Western Digital only

Ähnlich wie bei den SeaTools handelt es sich bei Western Digitals Data Lifeguard um das Diagnose- und Reparaturwerkzeug eines großen Festplattenherstellers. Das Programm liest SMART-Werte aus, führt Selbsttests durch und bereitet die gesammelten Informationen als Bestanden oder Durchgefallen auf. Wie die SeaTools beherrscht es keinen Tray-Modus. Der Start des Programms muss explizit per Kontextmenü und "Als Administrator starten" erfolgen.

Fazit: Selbst testen ist angesagt!

Letztlich kommen Sie nicht umhin, selbst zu testen. Ob eine Software für die eigenen Zwecke taugt, steht und fällt mit der hinterlegten Laufwerks-Datenbank. Das tollste SMART-Tool nutzt nichts, wenn die eigene Festplatte nur rudimentär unterstützt wird - das gilt insbesondere für USB-Festplatten, denn nicht jede USB-nach-SATA-Brücke mit SMART-Weitergabe wird korrekt erkannt.

Für den Alltagsbetrieb sind die kostenlosen Programme von HDD Health und Acronis eine gute Wahl. Bei Auffälligkeiten helfen Crystal Disk Info und HD Tune, Details zu erkennen.

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