Power-Server

Fazit

Der Zusammenbau

Nach einem kurzen Test der Hauptkomponenten als "fliegender Aufbau" haben wir die schönen Sachen in das große, bastelfreundliche Gehäuse eingebaut. Für die SSD musste improvisiert werden, da in diesem Chenbro-Gehäuse eigentlich kein Einbauplatz vorgesehen ist. Es fanden sich an der Gehäuseseite ein paar passende Bohrungen.

Beim ersten Testbetrieb stießen wir ziemlich unmittelbar auf ein Problem: 3,5-Zoll-Festplatten füllen den Festplatteneinschub so ziemlich aus, die eingebauten Festplatten werden daher nicht mehr wirklich gut von kühler Luft umströmt.

Wir stellten daher die Drehzahl der vier Gehäuselüfter auf Maximum, so sank die Temperatur der Festplatten auf einen guten Wert um 30 Grad Celsius. Ein solcher Server landet aber eh, gerade auch wegen der Lärmbelästigung, im klimatisierten Serverraum.

Bildergalerie

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Galerie

Die Benchmark-Ergebnisse des ATTO Disk Benchmark v2.46 bestätigen den guten Datendurchsatz des RAID-Level-6 Volumes am Promise ST EX8650 Controller.

Die OS-Installation

Wie schon der alte Server soll auch der Neue als Domänencontroller, DHCP- und DNS-Server für das Labornetz dienen. Diese Rollen, sowie die Rollen Dateiserver und Hyper-V-Server, lassen sich problemlos auf der Boot-SSD unterbringen.

Alle weiteren Server mit dazugehörenden Rollen und Funktionen, wie z.B. Team Foundation Server, SQL oder SharePoint, werden wir in Hyper-V- oder VMware-Maschinen auf den RAIDs anlegen.

Erste Erfahrungen

Schon die subjektiv gefühlte Geschwindigkeit des neuen Servers überzeugte. Kopiervorgänge auf und zwischen den RAID-Volumes, bei Transferraten von gut über 400 MByte/s, belegten dies dann auch mit Zahlen.

Die Zeiten für die Anmeldevorgänge an die Domäne und den Zugriff auf die Freigaben haben sich im Vergleich zum alten Server sehr deutlich verringert. Auch die Administration über RemoteDesktop macht wirklich Freude.

Die Benchmarks

Server-Zutaten

CPU zwei Intel Xeon X5672

CPU-Kühler Intel SNK-P0038P

Mainboard ASUS Z8PE-D18

RAM sechs Module Kingston KVR1333D3D8R9SK3

Bootfestplatte OCZ Vertex 2 120GByte

RAID-Controller 1 Promise ST EX8650

RAID-Controller 2 3ware (LSI) 9690SA-8I

Gehäuse Chenbro RM41824 4 HE Rack-Servergehäuse

Die Geschwindigkeit des neuen Servers bietet keinen Anlass zur Klage, ein paar Benchmarks konnten wir uns allerdings nicht verkneifen. Die Grafikleistung hat uns dabei nicht interessiert, so dass wir uns auf Festplatten- und Hauptspeicherdurchsatz konzentrierten.

Die Festplattenperformance hatten wir ja schon Pi mal Daumen beim Datentransfer zum neuen Server und bei der Verteilung auf den beiden RAID-Volumes mit Werten über 400 Mbyte/s gesehen. Der ATTO-Disk-Benchmark v2.46 bestätigt diese Werte auch, wobei der Controller von Promise etwas flotter zu sein scheint.

HD Tune Pro Version 4.60 liefert zwar einen schönen, glatten Kurvenverlauf, kommt allerdings beim sequenziellen Lesen nicht über 250 MByte/s hinaus. Zudem stürzte er bei den Tests "File Benchmark" und "Random Access" ab. Möglicherweise hat HD Tune ein Problem mit dieser Rechnerklasse und 16 Hyper Threading Kernen.

Besonders wichtig für Server ist außerdem der Durchsatz auf den Hauptspeicher und den Cache. Die mit AIDA64 ermittelten Werte für Hauptspeicher, L1-, L2- und L3-Cache ordnen unsere Konfiguration etwas unterhalb der aktuellen Core-i7-Prozessoren ein. Beeindrucken wirkt der Cinebench Release 11.5 CPU Benchmark (Ergebnis 11,53), wenn 16 Quadrate beim Rendern gleichzeitig berechnet werden.

Fazit

Der neue Labor- und Redaktionsserver läuft nun seit mehr als zwei Monaten problemlos durch. In nächster Zeit werden wir uns verstärkt um das spannende Thema Virtualisierung kümmern.

Faszinierend war beispielweise die testweise Installation von Windows 7 Ultimate in einer Hyper-V Virtual Machine: Eine derart schnelle Installation war uns bisher noch nicht untergekommen. Die Zeit für den Start von Windows 7 lag zudem im Bereich weniger Sekunden.

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