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Fast gratis: Photoshop für einen Zehner

Bei Bildbearbeitung gibt es nichts Besseres als Adobe Photoshop. Mit einem Preis von über 1.000 Euro ist das Paket aber für viele Nutzer zu teuer.

  1. Fast gratis: Photoshop für einen Zehner
  2. Elements+ installieren
Photoshop Elements Plus

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Photoshop Elements Plus

Photoshop gibt es gleich zweimal: Das mit über Tausend Euro für viele Anwender unerschwingliche Photoshop CS4 und das im Leistungsumfang abgespeckte Photoshop Elements. Der Unterschied zwischen beiden Programmen ist aber viel kleiner als gedacht. Tatsächlich hat Adobe viele Funktionen gar nicht entfernt, sondern nur mit ein paar technischen Tricks vor dem Anwender versteckt. Mit der Shareware Elements+ () machen Sie sich Adobes Faulheit jetzt zunutze. Das Programm, das umgerechnet keine 10 Euro kostet, macht Elements' versteckte Funktionen wieder sichtbar und verhilft dem viel günstigeren Paket annähernd zu dem von Photoshop CS 4 bekannten Leistungsumfang.

Das gibt's zusätzlich

Elements+ funktioniert mit jeder bisher erschienenen Version von Photoshop Elements. Allerdings schaltet es je nach Version unterschiedlich viele Zusatzfunktionen frei. Welche das im Einzelnen sind, erfahren Sie in einer Tabelle auf der Homepage des Programms. Nachfolgend gehen wir vom aktuellen Photoshop Elements (PSE) 7 aus.

Photoshop Elements Plus

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Elements+ in der Effekte-Palette. Mit einem Rechtsklick können Sie die Namen der Effekte einblenden. Die Piktogramme allein sind leider nicht selbsterklärend.

Nachdem Sie die Adobe-Software mit Elements+ bearbeitet haben, erscheinen die neuen Funktionen im Fotofilter-Effektmenü, wo sie in elf Ebenen untergliedert sind. Um eine Funktion auszuwählen, doppelklicken Sie auf das zugehörige Piktogramm. Aktivieren Sie - wie im Screenshot beschrieben - die Piktogramm-Beschreibungen in der Effektpalette.

Im ersten Menü ("Color and Tone") stecken gleich die beiden wichtigsten Ergänzungen für Photoshop Elements: Gradationskurven ("Curves") und der SchwarzWeiß-Filter ("Black and White Layer"). Mit der Gradationskurve kann die Kontrastverteilung im Bild verbessert werden, während das Schwarz-Weiß-Werkzeug verschiedene Farbfilter simuliert, die die Intensität von Schwarz-Weiß-Aufnahmen verändern.

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Die Umwandlung in ein SmartObject ist vor jeder Anwendung eines SmartFilters notwendig. Ein SmartObject erkennen Sie in der Ebenen- palette durch das Piktogramm am unteren rechten Rand der Ebenenminiatur.

Vor allem der Filter lebt vom spielerischen Umgang, probieren Sie die verschiedenen Regler also ruhig intensiv aus. In der zweiten Hauptgruppe "Selections" sind das Werkzeug "Frei Transformieren" ("Transform Selection") und der Maskierungsmodus am interessantesten.

Erstere dient dem Strecken und Drehen von Bildinhalten.

Photoshop Elements Plus

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Der Smartfilter "Smart Sharpen" verbessert die Detailstruktur der Fotos. Ein Radius von 0,8 Pixeln und eine Stärke von ungefähr 60 Prozent sind in der Regel ein guter Anfangswert.

Der "Quick Mask Mode" entspricht Photoshops Funktion "im Maskierungsmodus bearbeiten", bei der Sie eine Auswahl per Malwerkzeug zeichnen, was besonders präzises Arbeiten ermöglicht. Ebenen sind seit jeher das Herzstück von Photoshop. Dank Elements+ lassen sie sich jetzt auch in PSE rastern und zu Gruppen zusammenfassen, was Übersicht schafft. Für Collagen ist die Funktion zum Überblenden von Farbkanälen interessant.

Elements ganz smart

Dank sogenannter Smart Objects können Nutzer von Photoshop CS4 viele Funk- tionen verlustfrei aufrufen, d.h. die originalen Bildinforma- tionen bleiben trotz der Bearbeitung erhalten. So lassen sich Veränderungen mit anderen Parametern wiederholen, auf neue Bildinhalte anwenden oder gänzlich rückgängig machen - und das auch in späteren Photoshop-Sitzungen. Zu diesen verlustfreien Operationen zählen unter anderem Skalieren, Transformieren und verschiedene SmartFilter. Dank Elements+ zieht diese Funktion auch in PSE ein. Photoshop Elements' Textfunktionen hübscht Elements+ mit einer Rechtschreibprüfung sowie einer Silbentrennung auf, die - anders als die übrigen von Elements+ freigeschalteten Funktionen - auch auf Deutsch verfügbar ist. Außerdem können die Texte nun auch im Blocksatz formatiert, in Groß- oder Kleinbuchstaben umgewandelt und in allen Kantenglättungsarten dargestellt werden, die Photoshop CS4 bietet. Wer längere Texte in seine Bilder einfügt, für den ist die Suchen- und Ersetzen-Funktion zuweilen Gold wert.

So installieren Sie Elements+

Elements+ funktioniert mit den Versionen 1 bis 7 von PSE. Sogar die Testversion von PSE 7, die Sie bei Adobe (www.adobe.com) kostenlos herunterladen können, reicht für einen Probelauf. Die Demoversion, für deren Download Sie sich bei Adobe registrieren müssen, läuft 30 Tage ohne Einschränkungen. Auch Elements+ gibt es in einer Testversion, die aber nur zehn statt der maximal möglichen 145 verborgenen Photoshop-Funktionen freischaltet. Sofern noch nicht erledigt, installieren Sie als Erstes PSE gemäß Adobes Anleitung auf Ihrem Rechner. Dann starten Sie die Setup-Datei von Elements+ und folgen den Anweisungen auf dem Bildschirm.

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Der Smartfilter aus Elements+ wird aus der Ebenenpalette in das Zielbild gezogen, das vorher in ein SmartObject umgewandelt wurde.

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