Wir machen Technik einfach
Tipps & Tricks

Alte Web-Accounts löschen oder wenigstens deaktivieren

Screenshot: Tweetdelete

© Weka/Archiv

Tweetdelete entfernt restlos alle alten Tweets, die Sie jemals bei Twitter geschrieben haben.

Löschen ist gar nicht vorgesehen

Doch dabei folgt oft das nächste Problem: Das Entfernen des eigenen Kontos klappt nicht bei allen Diensten gleich gut. Keine Schwierigkeiten machen Google, Airbnb, Booking.com oder Dropbox: Das Konto wird einfach in den Einstellungen gelöscht. Andere Anbieter legen Nutzern mehr Steine in den Weg. Bei Skype gibt es zwar eine Webseite zum Entfernen des Kontos​​. Um sie zu erreichen, muss man allerdings zunächst einen Sicherheitscode anfordern und sich dann durch eine Checkliste arbeiten. Bei Amazon müssen Sie eine E-Mail an den Support schreiben und anschließend mit einem Mitarbeiter Kontakt aufnehmen.

Bei anderen Diensten ist die Löschung des Kontos überhaupt nicht vorgesehen, etwa bei Wordpress.com, Netflix, Couchsurfing, Pinterest oder DHL​​. Bei Wordpress zum Beispiel darf man nur die einzelnen Blogs entfernen, nicht aber den Account. In der Hilfe heißt es lapidar: „Konten können nicht gelöscht werden.“ Bei Couchsurfing​ und bei Pinterest gibt es lediglich die Möglichkeit, den Account stillzulegen oder zu deaktivieren, aber nicht zu entfernen. Bei Netflix kann man nur die Mitgliedschaft kündigen, die Reaktivierung ist aber laut Anbieter jederzeit möglich. Bei Paket.de ist die Löschung des Kundenkontos nicht vorgesehen, Sie müssen diese schriftlich beantragen.​

Screenshot: Delete all messages

© Weka/Archiv

Delete all messages entfernt auf einen Schlag alle Nachrichten aus dem Facebook Messenger.

Welcher Dienst lässt sich löschen?

Einen guten Überblick darüber, welche Dienste sich löschen lassen, liefert die Webseite Justdeleteme​​. Sie listet fast 480 Plattformen auf und kennzeichnet sie farblich mit grünen, gelben oder roten Buttons danach, wie kompliziert es ist, das Konto loszuwerden. Meist gibt es gleich einen Direktlink zum Löschformular auf der jeweiligen Plattform dazu. Allerdings ist das bei schwarz markierten Seiten praktisch unmöglich. Justdeleteme ist für den Überblick und zum Finden der Löschformulare praktisch, aber nicht immer korrekt bei der farblichen Einteilung.

Evernote und GMX sind etwa auf der Seite noch schwarz markiert, obwohl die Anbieter auf Kritik reagiert haben: Inzwischen lassen sich die Konten ganz einfach entfernen. Ähnlich wie Justdeleteme arbeitet die Webseite Accountkiller: Sie teilt​ unter www.accountkiller.com​​ die Dienste in schwarze, graue und weiße Listen ein, je nachdem, ob es einfach oder kompliziert ist, das Konto zu entfernen. Auch hier gibt es Direktlinks zum jeweiligen Löschformular.​

Mehr zum Thema

Wir haben aktuelle Passwortmanager im Vergleich. Wie schneiden sie im Test ab?
Sicherheits-Test

Wissen Sie, worauf es bei einem sicheren Passwort ankommt? In unserem Quiz erfahren Sie, wie es um die Sicherheit Ihrer Passwörter bestellt ist.
Twitter
Hacker-Angriff?

Daten von 32 Millionen Twitter-Nutzern werden im Dark Web zum Verkauf angeboten. Über eine Webseite können Nutzer prüfen, ob sie betroffen sind.
Shutterstock Teaserbild
Anonymer Marktplatz

Waffen, Drogen, Kreditkarten. Das Darknet ist ein Paradies für Kriminelle – aber auch Schutz für Dissidenten und Whistleblower.
Shutterstock Teaserbild
Sicherheit

KeePass ist ein starkes Tool für die eigene Passwort-Verwaltung. Wir geben unverzichtbare Tipps, damit Sie noch sicherer im Web surfen.
Gratis Sicherheits-Check
Online-Sicherheit

Internet-Nutzer sind mehrheitlich mit Firefox und Chrome unterwegs, auch Edge ist nicht zu vernachlässigen. Wir geben Tipps für sicheres Surfen.