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Express-Setup

Express-Setup

Wenige Tage vor Redaktionsschluss wurde im VDRPortal unter www.vdrportal.de eine neue Distribution veröffentlicht, die bereits eine fertige Grundkonfiguration für VDR und XBMC auf Basis von Ubuntu 9.10 mitbringt: yaVDR, das für "yet another VDR" steht und in Gemeinschaftsarbeit von Arno Esser, Gerald Dachs, Henning Pingel, Holger Reichelt, Holger Schvestka und Steffen Barszus entwickelt wurde. Die Homepage ist unter www.yavdr.de zu finden, Support wird im VDRPortal geleistet.

Im Gegensatz zu anderen VDR-Distributionen ist yaVDR kein modifiziertes Ubuntu, sondern ein "richtiges" Ubuntu, das im ISO lediglich entsprechende Multimedia-Pakete enthält, während man z.B. auf einen grafischen Desktop verzichtet, was Ressourcen spart, aber auch Problemen z.B. mit dem von Gnome verwendeten Soundsystem PulseAudio aus dem Weg geht. Updates für Ubuntu, aber auch VDR und XBMC werden also "normal" per apt-get update und apt-get upgrade durchgeführt.

Das rund 440 MByte große ISO-Image ist bereits in rund 15 Minuten installiert, auf Festplatte belegt es gerade einmal 1,3 GByte Platz, sodass man es (z.B. zum Testen) auch auf einen USB-Stick installieren und von dort booten könnte, denn eine Live-CD-Variante gibt es nicht.

Die Konfiguration lässt sich teilweise über ein Webfrontend vornehmen, ansonsten kann man über einen zweiten Linux-Rechner mit ssh oder einen Windows-Rechner mit dem Tool PuTTY (http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty) auf das System zugreifen. Natürlich können Sie auch am System selbst über die Tastenkombination Strg-Alt-F1 in die Konsole wechseln.

Die in diesem Artikel verwendete Version trägt die Nummer 0.1, bei Erscheinen dieser Ausgabe ist es durchaus wahrscheinlich, dass es bereits eine neuere Version mit Bugfixes sowie weiteren Webfrontend-Features gibt. Das yaVDR-Setup basiert auf dem Ubuntu-Alternate-Installer, es erfolgt also im kompatibleren Text- und nicht im schöneren grafischen Modus, die Schritte sind aber die gleichen.

Direkt beim Starten der CD kommt eine kleine Hürde: Manche DVB-Karten werden nur von Spezialtreibern, den so genannten s2-liplianin-Treibern, unterstützt, während andere Karten, wie unsere Hauppauge-Modelle, bereits mit dem Standard-Kernel von Ubuntu 9.10 funktionieren. Hier sollten Sie vorher einen Blick in das V4L-DVB-Wiki unter www.linuxtv.org werfen, wo alle DVB-Karten mit entsprechenden Informationen aufgelistet werden, und die entsprechende Auswahl vornehmen.

VDR und XBMC können völlig getrennt von einer Windows-Installation genutzt werden - auch z.B. für den mobilen Zeitvertreib auf einem Netbook mit DVB-T-Empfänger. Bedenken Sie, dass bei der Umpartitionierung einer Windows-Platte vorher ein Backup angelegt werden sollte. Wir empfehlen Ihnen, mindestens drei Partitionen anzulegen.

Die erste Partition soll yaVDR aufnehmen und hat damit den Mountpoint / - beim Dateisystem steht es Ihnen frei, ob Sie das etablierte Ext3 oder das neuere Ext4 verwenden. Übernehmen Sie die Standardeinstellungen und legen Sie eine zweite Partition mit dem Dateisystemtyp Swap von mindestens der Größe Ihres Hauptspeichers an.

Als Letztes empfehlen wir Ihnen, eine separate Partition für Ihre Videoaufnahmen anzulegen - sollten Sie einmal das VDR-System frisch aufsetzen wollen, müssen Sie Ihre Aufzeichnungen nicht umkopieren. Als Mountpoint gilt /video.00 als VDR-Standard, weitere Partitionen lassen sich später über /video.01, /video.02 usw. einbinden.

Ist das System installiert und wird zum ersten Mal gestartet, sehen Sie bereits den VDR mit einem Videobild, das vom IPTV-Plug-in kommt. Die Navigation erfolgt zunächst über die Tastatur: Mit m erscheint das Menü, mit den Cursor-sowie Eingabe- und Backspace-Taste navigieren Sie. Die Menüpunkte Rot, Grün, Gelb und Blau erreichen Sie über r, g, y und b. XMBC starten Sie über den Menüpunkt Applikationen.

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