Zu Besuch im Heimkino

Mit Kaleidescape ganz großes Kino erleben

Ausgeklügelte Steuerungstechnik und ein intelligenter Filmserver bilden die Kernstücke einer zeitgemäßen Multiroom-Anlage. Die Technik selbst tritt in diesem Haus bei Karlsruhe allerdings völlig in den Hintergrund. Dafür ist ihre Wirkung umso eindrucksvoller.

Heimkino von Klaus Walter

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Heimkino von Klaus Walter

Klaus Walter greift zur Fernbedienung und drückt die Film-Taste. Die Jalousien entlang der raumbreiten Glasfront im Rücken der Couch gleiten beinahe unhörbar hinab, eine Leinwand surrt vor der gegenüber liegenden Wand leise aus der Decke.

Testbericht zum Cinema One

Zwei Akzentleuchten links und rechts des gespannten Tuches illuminieren sanft die Wand, als würden noch Gäste erwartet, die im Dunkeln nicht über herumliegende Wii-Controller stolpern sollen. Nach gut einer Minute wirft der Beamer das markante Mosaik-Menü des Kaleidescape-Servers an die Wand - jetzt fehlt nur noch Popcorn.

Decken-Fluter

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Decken-Fluter - Der SIM2-Beamer ist fest an der Decke installiert. Er bekommt seine Befehle sowie die Bildsignale per Crestron-Media-Signal aus dem Technikraum übermittelt.

Voll integriertes Entertainment

Der offene Wohnraum einer Villa im Karlsruher Halbhöhen-Vorort Durlach hat sich im Handumdrehen vom Aufenthaltsraum der Familie in ein Edel-Heimkino verwandelt- die Technik dahinter ist Walters Werk. Erst jetzt fällt auf, dass vor der Glasfront zum Garten ein Drei-Chip-DLP-Beamer von SIM2 an der Decke hängt. Beim Blick entlang der Leinwand nach oben fallen auch die drei weißen Bose-Cubes auf, die am Leinwand- Kasten angebacht sind. Zwei weitere geben hinter der Couch die Surround-Kanäle wieder. Sie gehören zur Bose Lifestyle-Anlage, deren übrige Komponenten versteckt in den Einbaumöbeln des Wohnzimmers installiert wurden. Die übrige Technik sitzt woanders.

Crestron-Wandpanel

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An der Wand - Die Radio- und Musikwiedergabe wird über Crestron-Wandpanels in den einzelnen Räume gesteuert. Hier lassen sich die Musikquelle und Laustärke im aktuellen Raum und in dn Nachbarzimmern einstellen.

Das Haus wurde von Klaus Walters Firma KWD Audiovisual Systems vernetzt. So arbeitet auch die Heimkino-Technik zentral im Serverraum. Dort stehen zwei 19-Zoll-Racks, die bis obenhin voll sind mit Heimsteuerungstechnik, Musik und Filmen. Alle Medien lagern in einem üppig mit Festplatten bestückten Kaleidescape Server und werden von fünf sogenannten Room- Playern an die verschiedenen Wiedergabezonen im Haus verteilt.

Hobbyraum

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Filme in Top-Form - Die Familie kann auch im Hobbyraum Fernsehen oder Filme gucken. Der Loewe-LCD-TV erhält seine Bildsignale von einem eigenen Kaleidescape-Player.

Es gibt drei Videozonen: im Wohnzimmer, im Schlafzimmer sowie im Fitnessraum. Zwei weitere Kaleidescape-Player vom Typ M300 geben ausschließlich Musik vom Server wieder.

Crestron verteilt und steuert Medien

Die Verteilung der Filme und der Musik vom Kaleidescape-Server übernimmt eine Digital-Media-Anlage von Crestron. Sie schickt Bild und Ton aller Videoquellen an die im Haus eingerichteten Wiedergabezonen. Videosignale werden dabei vom HDMI-Ausgang der Kaleidescape-Player in ein über weite Strecken übertragbares Datenformat auf Ethernet-Kabeln übersetzt. Bei den Bildschirmen oder Beamern sitzt dann nur noch ein kleiner Umsetzer, der die Digital-Media-Signale wieder ins HDMI-Format zurück wandelt. Musik und Radioprogramme für die Audio-Zonen verarbeitet dagegen ein Multi-Room-Verstärker im Server-Rack und schickt sie über Boxenkabel in die Räume. Befehle zur Wiedergabesteuerung werden per Funk oder Crestron-Steuerungsbus zum Server übermittelt.

Kaleidescape-Server

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Im Serverraum neben dem Kaleidescape-Server stehen fünf Player.
Kaleidescape-Server

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Crestron-Analge: Die Bild- und Tonsignale vom Kaleidescape-Server schickt dieser per Crestron-Media-Datenformat über Ethenet-Kabel zu.

Die Heimkino-Abteilung im Wohnzimmer steuert etwa eine Crestron-Funkfernbedienung. In den mit Musik bespielten Zonen hängen dagegen Crestron-Touchpanels. Sie bieten eine übersichtliche Menüoberfäche, auf der sich Radiostationen, Musikalben, Interpreten oder Playlists wählen lassen. Daneben erlaubt jedes Raumpanel in weiteren Menüs Zugriff auf die Beleuchtung, Heizung oder Jalousien im jeweiligen Zimmer - und auf Wunsch sogar im ganzen Haus. Die Panels übertragen auch Bild und Ton von der Gegensprechanlage der Haustür, wenn Gäste klingeln.

All diese Funktionen steuert ein zentraler Crestron-Homeserver. Schaltbefehle leitet er allerdings über ein Gateway an KNX-Aktoren weiter, die schon vor der Kaleidescape-Installation in Betrieb waren. Bei komplexen Medien-Verteilsystemen nutzt Klaus Walter aber stets Crestron. "Kein anderes System bietet eine so nahtlose Integration von Steuerungs- und Medientechnik", sagt er, lehnt sich zurück und genießt erst einmal den Film auf der Leinwand seines Kunden.

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