Der zentrale Datenspeicher

Energieverbrauch

Energiesparer

Neben der Datensicherheit spielt auch der Energieverbrauch eines Netzspeichers eine wichtige Rolle. Und so ist inzwischen auch im privaten Haushalt Umweltbewusstsein nicht mehr wegzudenken. Vor allem NAS-Geräte mit zwei oder mehr Festplatten haben einen erhöhten Stromverbrauch. Das gilt, wenn sie im Dauerbetrieb laufen - vom Verschleiß der Laufwerke einmal ganz abgesehen.

Allein aus diesem Grund sollte jedes NAS-Gerät mit einem Energiesparmodus ausgestattet sein. Dieser fährt die internen Festplatten automatisch in den energiesparenden Ruheoder Sleep-Modus herunter, sobald über einen längeren Zeitraum hinweg niemand mehr auf das NAS zugegriffen hat.

Bei manchen Geräten ist dieser Zeitraum fest vorgegeben. Andere Geräten haben Optionen nach wie vielen Minuten ohne Zugriff der Sleep-Modus aktiviert wird. Dieser Zeitraum wird als "Idle Time" bezeichnet. Im Sleep-Modus sinkt die Leistungsaufnahme eines NAS mit zwei internen Platten um etwa 60 bis 70 Prozent.

Manche Geräte lassen sich sogar zu einer angegebenen Uhrzeit, zum Beispiel täglich gegen 23 Uhr, herunterfahren und wachen zu einer ebenfalls vorgegebenen Uhrzeit, automatisch wieder auf. Während dieser Ruhephase, in der die internen Festplatten meist vollständig abgeschaltet sind, sinkt der Stromverbrauch noch deutlich weiter ab.

Aus der Ferne erreichbar

Eine weitere Anwendung, die im Zusammenhang mit Netzwerkfestplatten immer häufiger angeboten wird, ist der sogenannte Fernzugriff. Hierbei versteht man den Zugriff auf das NAS von einem beliebigen Rechner aus dem Internet. Damit greift der Anwender von einem anderen Rechner irgendwo außerhalb des Heimnetzes auf Daten zu Hause zu. So lassen sich beispielsweise wichtige Daten herunterladen oder Fotos aus der Ferne anzeigen.

Mittlerweile bieten einige Hersteller spezielle Dienste im Internet an, die nach einer Online-Registrierung den Zugriff auf das NAS im Heimnetz erheblich einfacher und vor allem komfortabler gestalten. Veränderungen in den Router-Einstellungen sind hierzu in der Regel dann nicht mehr erforderlich.

Der Zugriff auf die Daten erfolgt im Browser-Fenster. Darüber lassen sich Bilderordner betrachten, Musik- und Videodateien häufig sogar direkt im Browser abspielen. Allerdings hängt hier die Übertragungsgeschwindigkeit vom NAS ganz entscheidend von der Bandbreite des Online-Zugangs ab. Sie kann nicht schneller sein, als die maximale Upstream-Geschwindigkeit des DSLAnschlusses zu Hause.

Tipp: Home Entertainment auch ohne Computer

Netzwerkfähige Audio- oder Video-Player zeigen Fotos und spielen Musik bzw. Filme über das Heimnetz - auch ohne einen eingeschalteten Computer. Dazu müssen sich allerdings alle angeschlossenen Geräte untereinander verstehen. Für die Übertragung von Medien im Heimnetz gibt es einen Standard. Er wird als "DLNA" bezeichnet. Dabei handelt es sich um den Nachfolger von "UPnP AV".

Beim Kauf eines NAS-Gerätes sollten Sie auf eine Auszeichnung mit dem DLNA-Standard achten. Erst damit funktioniert das Zusammenspiel zwischen Netzspeicher und Abspielgerät. Doch Vorsicht: DLNA steht für eine korrekte Kommunikation und Übertragung von Mediadaten im Heimnetz. Das System bietet keine Sicherheit, dass das Wiedergabegerät die Daten auch korrekt abspielt.

In der Praxis können sowohl Netzwerkplatten als auch netzwerkfähige Fernseher DLNA unterstützen. Einige Videos zeigt der Fernseher dennoch nicht an. Zahlreichen Wiedergabegeräten mit DLNA-Logo fehlen nach wie vor die erforderlichen Funktionen, um bestimmte Videoformate abzuspielen.

Sollte Ihr Fernseher bestimmte Formate nicht abspielen, lohnt sich eventuell die Anschaffung eines netzwerkfähigen Media Players. Diese Geräte sind in der Regel mit vielen Player-Funktionen ausgestattet und unterstützen verschiedene Videoformate.

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