Energiespartipps

Smarthome, Umweltschutz und Wärme

  1. Zehn Tricks für ein grünes Zuhause
  2. Smarthome, Umweltschutz und Wärme

 

Tipp 6: Smarter werden

  • Kosten: 1.000 - 5.000 ?
  • Aufwand: hoch
  • Nutzen: hoch
  • Fazit: Smarte Lösungen erhöhen Komfort und Sicherheit und helfen sparen.

Mit einer intelligenten Elektroinstallation a la KNX lassen sich ebenfalls Heizenergie und Strom sparen. Der Grund: Die vielen Sensoren und Regler schöpfen gerade so viel Energie ab, wie nötig ist. Wer den hohen Aufwand einer Neuinstallation scheut, für den ist eines der vielen Nachrüstsysteme interessant. Eminent e-Domotica, RWE SmartHome oder Telefunken Joonior lassen sich sogar in Altbauten nachrüsten.

Die lieferbaren Heizungsthermostate, Temperatursensoren und Fensterkontakte allein sorgen schon für effektive Einsparungen, indem sie beispielsweise den Zufluss zum Heizkörper abdrehen, wenn ein Fenster geöffnet ist. Außerdem lassen sich aus der Ferne vergessene Verbraucher abschalten, was ebenfalls die Geldbörse schont. Ganz nebenbei steigern ins System integrierte Automatik-Programme auch die Sicherheit und den Komfort.

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© Hersteller

Mit einem System zur Hausautomatisierung wie etwa RWE Smart Home kann bei richtiger Programmierung Energie- Verschwendung vermieden werden.

Tipp 7: Ins rechte Licht rücken

  • Kosten: 100 - 200 ?
  • Aufwand: gering
  • Nutzen: mittel
  • Fazit: Einfacher lässt sich Energie im Haushalt kaum einsparen.

Auf den gesamten Energieverbrauch gerechnet, ist der Anteil der Beleuchtung zwar sehr gering. Dennoch lohnt sich ein Austausch ineffizienter Lampen. Denn: Wer noch alte Glühbirnen oder die etwas besseren Hallogenlampen benutzt, kann deren Energiebedarf auf bis zu ein Zehntel reduzieren.

Inzwischen gibt es für alle gängigen Fassungen eine entsprechende Variante als Energiesparlampe oder LED-Strahler. Der Pferdefuß: Mitunter sind manche exklusive Bauformen überproportional teuer. Alternativ lassen sich aber herkömmliche Leuchten auch über Bewegungsmelder steuern. Sie helfen schon deshalb zu sparen, weil angeschlossene Verbraucher stets wieder abgeschaltet werden. Mit einer smarten Steuerung verbunden, dienen sie außerdem als Präsenzmelder und erhöhen so zusätzlich die Sicherheit.

Tipp 8: Umweltschutz im eigenen Haus

  • Kosten: ab 2.000 ?
  • Aufwand: hoch
  • Nutzen: gut
  • Fazit:Regenerative Energien helfen sparen, erfordern aber hohe Investitionen.

In vielen Altbauten in Deutschland läuft nach wie vor eine konventionelle Heizungsanlage mit den fossilen Brennstoffen Öl oder Gas. Ist die Trinkwasser-Versorgung getrennt von der Heizungsanlage angelegt, kommt noch Strom als Energieträger für das Erwärmen des Wassers hinzu.

Ist der Heizkessel schon einige Jahre oder Jahrzehnte alt, lohnt sich allein wegen der Ausfallsicherheit schon ein Neukauf. Die Wahl des Energieträgers bleibt dem Hausherr nach wie vor selbst überlassen, er sollte allerdings wenigstens einen Teil des Energiebedarfs aus regenerativen Quellen schöpfen. Eine solare Brauchwasseranlage gibt es beispielsweise schon ab etwa 2.000 Euro - ohne Einbau. Der Vorteil: Im Sommer gibt es die Wärme des Wassers nahezu umsonst. Lediglich eine winzige Solarpumpe läuft mit.

Außerdem kann außerhalb der Heizperiode die komplette Heizungsanlage abgeschaltet werden, was noch einmal den dafür nötigen Strom einspart.

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© Velux

Kurzes Stoßlüften führt überschüssige Luftfeuchte ab. Fenster auf Kipp zu lassen dagegen kostet mehr Energie, weil es den Raum auskühlen lässt.

Wer seinen Anteil an regenerativer Energie noch weiter steigern möchte - beispielsweise durch den Einbau einer die Heizung unterstützenden Solaranlage oder gar einer Wärmepumpe -, sollte zunächst in die Bausubstanz investieren. Das heißt: dämmen. Vor allem über die Außenwand und das Dach verpufft ein Großteil der Heizenergie.

Smarte Technik spart Energie und steigert Komfort sowie Sicherheit

Wem das zu viel ist, der könnte auf eine Photovoltaik-Anlage setzen. Die Förderung für den eingespeisten Strom ist zwar stark gefallen, die Erzeugung des eigenen Haushaltsstroms ist aber immer noch rentabel. Außerdem leisten Sie mit diesen Maßnahmen einen Beitrag zum Schutz der Umwelt. Selbstverständlich lassen sich all diese regenerativen Techniken in eine smarte Haussteuerung integrieren.

Tipp 9: Wärmebrücken suchen

  • Kosten:100 - 200 ?
  • Aufwand: gering
  • Nutzen: gut
  • Fazit: Energielecks und versteckte Bauschäden sind schnell entdeckt.

In nahezu jedem Gebäude gibt es in den Außenbauteilen Energie-Lecks: die Wärmebrücken. Das können massive Betonteile, alte Fenster oder dünne Wände sein. Eine Wärmebildkamera kann solche Lecks aufspüren helfen. Sie erfasst die Infrarot-Strahlung, die von den Oberflächen des Hauses abgegeben wird. Je höher deren Temperatur ist, desto mehr Energie geht dort verloren. Besonders effektiv ist die Thermografie beim Aufspüren von Bauschäden, wie etwa feuchtem Dämmstoff oder gar einer nassen Wand. Da gute Kameras sehr teuer sind, sollte man sie sich ausleihen oder einen Experten die Bilder aufnehmen lassen.

Wärmebild-Aufnahmen werden übrigens gefördert: Mieter oder Hauseigentümer können über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Vor-Ort-Energieberatung beantragen. Wärmebildaufnahmen werden dort als Teil des Beratungsberichtes mitfinanziert.

Tipp 10: Warmwasser marsch!

Mit einer thermischen Solaranlage - den Sonnenkollektoren - bekommt der Hausbesitzer zumindest an den meisten Sommertagen heißes Wasser im Überfluss. Was liegt also näher, als auch Haushaltsgeräte, die warmes Wasser benötigen, direkt an den Warmwasserhahn anzuschließen?

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© vath.de

In thermografi schen Aufnahmen werden Oberfl ächentemperaturen in Farben umgewandelt. Je höher die Temperatur, desto mehr Wärme geht an diesen sogenannten Wärmebrücken verloren.

 

Problemlos funktioniert dies mit einer Spülmaschine, da sie stets heißes Wasser benötigt. Anders die Waschmaschine: Sie braucht für ihre Schonprogramme gelegentlich auch niedrigere Temperaturen.

  • Kosten: 250 ? + Einbau
  • Aufwand: mittel
  • Nutzen: mittel
  • Fazit: Auf lange Sicht eine sinnvolle Anschaffung für Solaranlagen-Betreiber.

Abhilfe schafft ein vor die Waschmaschine geschalteter Warmwassermischer wie etwa der Alfa Mix aus dem Hause OLFS & RINGEN. Er wird an die Warm- und die Kaltwasserleitung angedockt sowie mit der Waschmaschine verbunden. Der Umgang damit erfordert etwas Eingewöhnungszeit, da der Anwender vor jedem Waschgang die geforderte Temperatur des Waschgangs auch am Regler einstellen muss, bevor er die Waschmaschine startet. Der Clou: Selbst wenn die Sonne mal nicht scheint, ist die Nutzung eines Mischers auch dann günstiger, wenn das warme Wasser vom zentralen Kessel bereitgestellt wird.

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