Videoplattformen im Web

Eintritt durch die Hintertür

Seine Ermittlung bezieht sich meist nur auf das Gebiet, in dem man wohnt und zeigt nicht die Adresse oder den Wohnort des Surfers an. Das System ermittelt die Daten meist über den benutzten Internet-Provider und erzeugt daraus die Geolocation. Das reicht, um festzustellen, ob der Surfer sich im Nutzungsgebiet befindet und ob er auf die Inhalte zugreifen darf. Das Verfahren nutzen Anbieter aber nicht nur zur Sperrung bestimmter Netzinhalte. Auch für die Werbung ist die Technik rund um Geolocation interessant. Anzeigen und Banner lassen sich gezielt nach Standort des Anwenders einblenden. Deswegen findet man auch auf internationalen Seiten oft Werbung aus Deutschland. Die Firmen ermitteln den Standort und spielen die passenden Werbebanner ein. Die Technik rund um Geolocation ist so genau, dass man das Bundesland oder sogar den Landkreis des Surfers ermitteln kann. Mithilfe dieser Informationen lassen sich gezielt angepasste lokale Werbungen auf den Webseiten einblenden. Die Technik hat aber nicht nur Nachteile: Denkbar beim Online-Wetterbericht wäre eine automatische Erkennung des Standorts und die Anzeige lokaler Informationen zum aktuellen Wetter.

Eintritt durch die Hintertür

Wer in Deutschland dennoch US-Serien per Internet bei Hulu.com und Co. schauen will, kann die Anbieter austricksen. Dazu muss man vorgaukeln, dass man sich mit seinem Computer in den USA befindet. Dann bekommt man den Wunschfilm oder die Serie auch auf den Computerbildschirm. Um dies zu realisieren, benötigen Sie ein Virtual Private Network (VPN). Damit bauen Sie eine Verbindung zu einem Server in den USA auf. Dieser übernimmt Ihre Anfragen für Filme im Internet und leitet sie an den Server des Anbieters weiter. Der Server mit dem Filmangebot sendet die gewünschten Daten an den VPN-Server zurück, da er für diesen als Standort die USA ermittelt. Der VPN-Server nimmt die Daten entgegen und schickt sie zu Ihrem Computer, wo Sie sich das Filmmaterial anschauen können.Wie kommt man aber an einen VPN-Server in den USA? Auch wenn Sie keine Freunde oder Verwandten auf der anderen Seite des großen Teichs haben, ist das nicht schwer. Dafür gibt es Anbieter, die eine VPNVerbindung zur Verfügung stellen. Ein kostenloser VPN-Service bietet Hotspot Shield von Anchor Free. Das Programm installieren Sie auf Ihrem PC und bauen damit ein VPN auf. Das Ganze kostet nichts, solange Ihr Datentransfer 3 GByte pro Monat nicht übersteigt. Außerdem blendet Hotspot Shield im Webbrowser Werbung ein. Diese lässt sich aber schnell schließen

Vor- und Nachteile

Zwei Nachteile des Verfahrens sollen nicht verschwiegen werden. Die VPN-Verbindung ist relativ langsam. Deswegen kann es zu Problemen bei der Filmübertragung kommen. Der Empfang von hochauflösendem Filmaterial ist über Hotspot Shield so gut wie nicht möglich. Dazu sind die Verbindungen auch bei schnellem DSL zu langsam und von einem Filmgenuss kann dann keine Rede sein. Hier muss der Filmfan auf die Angebote im Standardformat zurückgreifen. Das zweite Problem: Fernsehsender und Film-Portale in den USA haben mittlerweile auch Wind von Hotspot Shield bekommen. Diese analysieren und sperren die IP-Adressen des Services. In regelmäßigen Abständen funktioniert dann der Trick mit Hotspot Shield nicht. Der Hersteller des VPN-Tools reagiert in der Regel sehr schnell und verändert im Falle der Blockierung den verwendeten Adressraum. Danach ist der Zugriff auf die Inhalte von US-Sendern wieder ohne Probleme möglich. Eine Liste mit interessanten Fernsehangeboten aus den USA finden Sie online in unseren Shortlinks. Die Adresse für die Shortlinks steht am Ende des Artikels.

Gesperrte Seiten

© Archiv

Die Funktionsweise eines VPN: Der Surfer in Deutschland baut eine Verbindung zum VPNServer auf, der die Daten vom geblockten Server abholt. Diese werden dann an den Anwender zurückgeschickt.

Neben Anonymität auch Sicherheit

Neben der Tarnkappe für Movie-Fans hat Hotspot Shield noch weitere Vorteile. Mit dem VPN-Tool surfen Sie auch anonym im Internet. Das können Sie über Serviceseiten wie wieistmeineip.com prüfen. Besuchen Sie die Seite mit aktiviertem Hotshot Shield. Notieren Sie die IP-Adresse und deaktivieren Sie den VPN-Service. Rufen Sie die Webseite zum Anzeigen der IP-Adresse erneut auf und vergleichen Sie die ermittelten Nummern. Ein weiterer Vorteil von Hotspot Shield gibt es für mobiles Internet, wenn Sie über öffentliche WLANs online gehen. Ist Hotspot Shield aktiviert, laufen Ihre Daten über das VPN und können nicht vom Betreiber des öffentlichen WLANs abgefangen werden. Wichtige Daten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen sind so sicherer. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass der Anbieter von Hotspot Shield Zugriff auf die Daten hat.

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