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Einkaufsberatung NAS

Netzwerkfestplatten, die häufig auch als "NAS" bezeichnet werden, finden sich in den verschiedensten Ausführungen und Preisklassen. Für den Heimbereich stehen Geräte von unter 100 Euro bis hin zu 400 Euro in den Regalen der Hardware-Händler.

Einkaufsberatung

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Netzwerkfestplatten werden immer beliebter.

Netzwerkfestplatten werden immer beliebter. Kein Wunder, lassen sich dank ihnen einfach und problemlos Musik, Filme oder Dokumente über das Netzwerk streamen oder Backups anlegen. Grund genug für uns, den nächsten Schwerpunkt unserer Weihnachtseinkaufsberatung auf dieses Thema zu legen.

Netzwerkfestplatten, die häufig auch als "NAS" bezeichnet werden, finden sich in den verschiedensten Ausführungen und Preisklassen. Für den Heimbereich stehen Geräte von unter 100 Euro bis hin zu 400 Euro in den Regalen der Hardware- Händler. Der Preis hängt dabei vor allem von den implementierten Funktionen und der Speichergröße der eingebauten Festplatte(n) ab. Darauf müssen Sie achten: 1. Die Grundfunktion, die eine Netzwerkfestplatte beherrschen sollte, ist der Zugriff mittels Windows-Freigaben. Hierzu muss das NAS mit einem so genannten SMB- oder CIFS-Server ausgestattet sein. Bisweilen finden sich noch Platten auf dem Markt, die sich erst nach Installation eines speziellen Treibers verwenden lassen.

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Netzwerkfestplatten werden immer beliebter.

2. Sie möchten Ihre Audio-CDs in MP3s umwandeln, um sie im Heimnetz verfügbar zu machen? Dann sollte Ihr NAS-Gerät unbedingt mit einem UPnP- oder DLNA-Medienserver ausgestattet sein. Der Vorteil: Auf diese Weise können auch im Heimnetz integrierte Streaming-Clients wie beispielsweise Webradios auf die auf dem NAS gespeicherten Mediendateien direkt zugreifen - ohne dass zusätzlich ein PC oder Notebook hochgefahren werden muss.3. Wer Bilder, Musik oder gar Filme auf dem NAS ablegen möchte, sollte keine Geräte unter 500 GByte Speicher wählen.4. Achten Sie darauf, dass die Netzwerkfestplatte über einen Sleep- oder Energiesparmodus verfügt. Im Idealfall sollte die Festplatte nach wenigen Minuten ohne Zugriffe in einen energiesparenden Standby-Modus verfallen, aus dem sie erst nach erneutem Zugriff aus dem Netzwerk wieder erwacht. Weniger gut sind NAS-Geräte, deren Festplatte im Dauerbetrieb läuft.

5. Falls Sie auch vom Internet aus auf die im NAS gespeicherten Daten zugreifen möchten, benötigt Ihr NAS einen FTP-Server oder eine alternative Zugriffsmöglichkeit von außen auf die gespeicherten Daten. Manche Geräte erlauben den Datenzugriff auch über einen integrierten Webserver.6. Wer sich mit Englisch schwertut, sollte unbedingt darauf achten, dass das NAS mit einem deutschsprachigen Handbuch und einer ebensolchen Benutzeroberfläche ausgestattet ist.7. Ein NAS sollte mit mindestens einem USB-2.0-Host ausgestattet sein, an den sich eine externe Festplatte zwecks Speichererweiterung oder zur Sicherung der wichtigsten Daten auf dem NAS anschließen lässt.8. Wer das Backup seiner Daten im Netz möglichst komfortabel gestalten möchte, kann auch auf ein NAS-Gerät mit zwei integrierten Festplatten und RAID-1-Funktion zurückgreifen. Diese sind allerdings auch teurer als ein NAS mit nur einer Platte.

Netzwerkfestplatten

Liebäugeln Sie mit der Anschaffung eines NAS?

Ja, find ich sehr reizvoll und praktisch.5.2%
Nein, ich mag meine Daten lokal.94.5%
Bin noch unentschlossen, vielleicht.0.3%

Wichtige Begriffe einfach erklärt!

NAS: Steht für das engl. "Network Attached Storage", was sich mit dem Begriff Netzwerkspeicher übersetzen lässt. SMB-/CIFS-Server: Sorgt für den komfortablen Datenaustausch zwischen dem NAS und den im Heimnetz angeschlossener Windows-PCs. Die Ordner auf dem NAS erscheinen dabei in der Netzwerkumgebung von Windows-Rechnern.Medienserver: Ein Medienserver ist ein spezieller Dienst, der Fotos, Musikdateien oder auch Filme in speziell ausgewählten Verzeichnissen zur Wiedergabe im Heimnetz freigeben kann. Musik und Filme werden dabei über das so genannte Streaming-Verfahren im Heimnetz an den Empfänger, auch Medien- oder Streaming- Client genannt, übertragen. UPnP: Die Abkürzung für "Universal Plug and Play"ist ein Standard, über den Geräte im lokalen Netzwerk ohne komplizierte Einstellungen miteinander kommunizieren können. Ein UPnP-fähiges Webradio (Streaming-Client) beispielsweise kann übers Heimnetz direkt die MP3s eines mit UPnP-Server (Medienserver) ausgestatteten NAS abspielen. DLNA ist der Nachfolgestandard von UPnP. RAID 1: Wird auch als Datenspiegelung bezeichnet. Unterstützt ein NAS mit zwei internen Festplatten RAID 1, so gleicht es den Inhalt der einen Festplatte automatisch mit dem Inhalt der zweiten Festplatte ab. Fällt eine der beiden Platten aus, steht der gesamte Dateninhalt immer noch auf der zweiten Platte zur Verfügung.

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