Gut gewählt, gut geschossen

Einkaufsberatung Digicam

Vor dem Kauf einer kompakten Digitalkamera sollte man sich überlegen, was man mit der Kamera machen möchte. Im Profi-Bereich wird mit digitalen Spiegelreflexkameras gearbeitet, für die es für verschiedene Situationen eine Vielzahl von unterschiedlichen Erweiterungsmöglichkeiten gibt.

Einkaufsberatung

© Archiv

Einkaufsberatung

Nachdem der [int:article,81557]erste Teil der Einkaufsberatung über TFT-Monitore[/int] ging, handelt der heutige Artikel von einem Lieblingsspielzeug der Deutschen: Kompakten Digitalkameras.

Vor dem Kauf einer kompakten Digitalkamera sollte man sich überlegen, was man mit der Kamera machen möchte. Im Profi-Bereich wird mit digitalen Spiegelreflexkameras gearbeitet, für die es für verschiedene Situationen eine Vielzahl von unterschiedlichen Erweiterungsmöglichkeiten gibt. Eine Kompaktkamera lässt sich in der Regel nicht auf- oder umrüsten, man muss mit der jeweilig gekauften Grundausstattung zurechtkommen und damit auch Kompromisse eingehen. Die für alles perfekte Kamera gibt es nicht. Wir möchten Ihnen hier einige Ausstattungs- und Funktionsvorschläge auflisten, auf die Sie beim Kauf einer alltagstauglichen Kompaktkamera achten sollten. Eine kompakte Digitalkamera sollte mindestens ein 3-faches bis 5-faches optisches Zoom bieten. Achten Sie bei den technischen Angaben darauf, ob es sich bei der Angabe des Zoombereiches um ein optisches oder digitales Zoom oder eine Mischung aus beidem handelt.

Einkaufsberatung

© Archiv

Nur das optische Zoom liefert eine tatsächliche Bildvergrößerung entfernter Motive. Der Brennweitenbereich sollte mindestens 38 bis 114 mm einer 35 mm Kleinbildkamera entsprechen (3-fach optisches Zoom). Je kleiner der erste Wert (Weitwinkel), desto breiter ist der Blickwinkel, je größer der zweite Wert (Telebereich) desto größer ist das optische Zoom. Für den Normalgebrauch genügt eine effektive Bildauflösung von 4 bis 6 Megapixeln.

Höhere Auflösungen führen bei kompakten Kameras mit kleinen Bildsensoren in der Regel zu einem erhöhten Bildrauschen. Da es nur noch Kameras mit einer Bildauflösung von 7 bis 14 Megapixel zu kaufen gibt, empfehlen wir, die Auflösung im Kameramenü manuell auf 6 (2.816 x 2.112) oder 4 (2.304 x 1.728) Megapixel zu reduzieren. Deshalb ist es wichtig, dass das Kameramenü diese Einstellmöglichkeit bietet. Interpolierte Bildauflösungen sind für die Kaufentscheidung unwichtig. Trotz der vielen Automatik- und Motivprogramme aktueller Kameras sollte man auf ein Minimum an manuellen Einflussmöglichkeiten nicht verzichten. Diese können bei bestimmten Situationen sehr hilfreich sein.

Dazu zählen die Lichtempfindlichkeit (ISO-Zahl), der manuelle Weißabgleich, der Belichtungsabgleich sowie verschiedene Blitzfunktionen wie Automatik, An, Aus, Rote-Augen-Vorblitz und Langzeitsynchronisation für Nachtaufnahmen. Nehmen Sie die Kamera vor dem Kauf in die Hand und testen Sie die Griffigkeit des Gehäuses sowie die Anordnung der Bedienelemente. Die Kamera muss fest in der Hand liegen und die Stellknöpfe sollten ausreichend groß und gut erreichbar sein, um Verwackler zu vermeiden.

Einkaufsberatung

© Archiv

Ein optischer oder elektronischer Sucher kann bei grellem Licht das dann blinde Vorschaudisplay bei der Motivwahl ersetzen.

Wichtige Begriffe einfach erklärt!

AF-Messfeld: Punkt oder Bereich, auf dem der Autofocus einer Kamera die Schärfe misst bzw. einstellt. Digitales/optisches Zoom: künstliche Vergrößerung eines Bildausschnittes /echte optische Vergrößerung des gesamten angepeilten Motivs. Effektive/interpolierte Auflösung: Anzahl der echten physischen Bildpunkte auf dem Bildsensor / künstlich berechnete Bildpunkte blähen das Bild weiter auf. ISO-Zahl: Wert, der die Lichtempfindlichkeit des Bildwandlers steuert, ein niedriger Wert kommt bei viel Licht, ein hoher Wert bei wenig Licht zum Einsatz, mittlerweile sind auch bei Kompaktkameras ISO-Werte von 25 bis 6.400 manuell im Kameramenü wählbar. Langzeitsynchronisation: Blitz-Technik, die bei einer längeren Verschlusszeit zur Anwendung kommt (Nachtaufnahmen bei sich nicht bewegenden Motiven), der Blitz wird entweder vor oder nach Ablauf der eingestellten Verschlusszeit gezündet. Verschlusszeit: Zeit zwischen Aktivieren und Deaktivieren des Bildwandlers, früher als irisförmiges Öffnen und Schließen der Objektivöffnung zu erkennen. PictBridge: Möglichkeit zur Ansteuerung eines kompatiblen Druckers per USB direkt von der Kamera aus, ohne dass man die Speicherkarte entfernen muss. Pixel (Bildpunkt): Kleinstes Element eines digitalen Bildes, dem immer auch die Informationen zur Intensität und Farbe des Bildpunktes zugeordnet sind.

Digicam oder SLR?

Was liegt bei Ihnen unter dem Weihnachtsbaum?

Ganz klar eine kleine kompakte Digicam für unterwegs.8.4%
Eine Spiegelreflex, es gibt nichts besseres.30.4%
Beides, wenn schon denn schon.8.4%
Nichts von beidem.52.9%

Bildergalerie

Einkaufsberatung
Galerie

Mehr zum Thema

Kameras mit Zeitlupe
Dank Hochgeschwindigkeitsfotos die Welt neu…

Zu schnell für Ihre Augen? Aktuelle Digitalkameras machen mit ihrem Highspeed- Serienbildmodus Vorgänge sichtbar, die Ihnen bisher verborgen…
Service/Praxis: Praxis 05/10
VHS-Kassetten archivieren mit DVD-Rekorder und PC

"Vorbeugen" heißt die Devise, wenn analoge Aufnahmen dauerhaft konserviert werden sollen. Wenn Sie Ihre Schätze vom Band retten wollen, erhalten Sie…
berg, kirche
Ortskundige Fotos

Tausende Fotos auf der Festplatte, aber wo sind sie noch einmal aufgenommen? Gerade bei Aufnahmen von Ausflügen oder Urlaubsbildern ist es…
Fokussierfehler korrigieren - So geht's
DSLR-Autofokus

Leider kommt es vor, dass digitale Spiegelreflexkameras nicht immer exakt fokussieren. Mit einem Trick können Sie dieses Problem selbst korrigieren.
Technik Geschenke Weihnachten (Symbolbild)
Laptops, Kameras & Co.

Sie sind noch auf der Suche nach den richtigen Weihnachtsgeschenken? Wir haben für Sie die besten Technik-Highlights und Testsieger zusammengestellt,…