Wischen, Winken, Wedeln

Eingabe-Trends: Gestensteuerung

Ohne Tastatur geht an den meisten Computern nichts. Mit ihr geht an einem Tablet-Computer aber auch nichts mehr. Deshalb suchen Forscher und Hersteller nach neuen Methoden der Gestensteuerung. Wir stellen die gängigen Varianten vor.

  1. Eingabe-Trends: Gestensteuerung
  2. Gesteninterpretation
  3. Technik
  4. Fazit
Eingabe-Trends: Gestensteuerung

© Viewsonic

Viewsonic

Tablet-Computer, Spielekonsolen, Smartphones und Computer haben viele neue Eigenschaften und äußere Formen bekommen. Besonders deutlich sieht man das bei den Eingabegeräten. Viele von ihnen werden nicht mehr mit Tastatur und Maus gesteuert, sondern mit Gesten. Spätestens seit der Erfindung des iPhone sind Tastatur und Maus nicht mehr die vorherrschenden Eingabegeräte für Computer.

Auch wenn ohne die beiden Geräte vielfach nichts geht, sind Spielekonsolen und Tablet-Computern einfacher mit Gesten zu steuern. Die Forschung und Produktentwicklung geht mittlerweile so weit, dass auch der Desktop-PC neue Formen der Gestensteuerung erlebt. So hat Microsoft für Windows 8 eine Oberfläche entwickelt, die sich nicht nur mit Tastatur und Maus steuern lässt, sondern auch per Touchscreen mit Stift oder Fingern.

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© Hersteller/Archiv

Das iPad avanciert zum Modeartikel - und soll sich entsprechend einfach bedienen lassen.

Tablet-Computer, Spielekonsolen, Smartphones und Computer haben viele neue Eigenschaften und äußere Formen bekommen. Besonders deutlich sieht man das bei den Eingabegeräten. Viele von ihnen werden nicht mehr mit Tastatur und Maus gesteuert, sondern mit Gesten. Spätestens seit der Erfindung des iPhone sind Tastatur und Maus nicht mehr die vorherrschenden Eingabegeräte für Computer.

Auch wenn ohne die beiden Geräte vielfach nichts geht, sind Spielekonsolen und Tablet-Computern einfacher mit Gesten zu steuern. Die Forschung und Produktentwicklung geht mittlerweile so weit, dass auch der Desktop-PC neue Formen der Gestensteuerung erlebt. So hat Microsoft für Windows 8 eine Oberfläche entwickelt, die sich nicht nur mit Tastatur und Maus steuern lässt, sondern auch per Touchscreen mit Stift oder Fingern.

Gestensteuerung ist von Anfang an einer der Pfeiler für den Siegeszug des Personal Computers gewesen. Die erste Benutzerschnittstelle, die eine Geste interpretieren konnte, war die Computermaus. Ohne die Maus wäre der Computer nicht das, was er heute ist. Sie ermöglichte erst die Einführung einer zweiten Dimension und mit ihr eine grafische Oberfläche.

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© Hersteller/Archiv

In einer iOS-4.3-Vorversion ließ sich das iPad mit Gesten steuern. Mit der Endversion nicht.

Die eigentlichen Erfinder der Computermaus waren Doug Engelbart und William English. 1963 arbeiteten sie am Stanford Research Institute (SRI) an einem "X-Y Positionsindikator für ein Display-System". Mit zwei Rädern, die senkrecht zueinander in einen Holzklotz eingebaut waren, konnte die Maus jeden beliebigen Punkt auf einem Bildschirm ansteuern. 1968 führten sie ihn erstmals öffentlich vor.

Apple lizenzierte die Technik und entwickelte daraus eine industriell herzustellende Maus mit einer Kugel als Positionsindikator. Als Steve Jobs 1984 den Macintosh vorstellte, war das der erste Rechner mit einer ausgereiften grafischen Benutzeroberfläche, die überwiegend auf Mausbedienung ausgerichtet war.

Engelbart nannte seinen Holzklotz Maus, weil das Kabel wie ein Mäuseschwanz aussah. Später, wenn sein Gerät am Markt etabliert sei, wollte er ihr einen seriösen Namen geben. Heute werden weltweit pro Jahr etwa eine Milliarde Mäuse verkauft. Der Name Maus ist ihnen geblieben.

Mausgesten

Mit der heute üblichen Maus lassen sich im Computer beliebige Punkte auf einer zweidimensionalen Bildebene ansteuern und aktivieren. Um weitere Aktionen auszulösen, haben einige Programme, etwa der Webbrowser Opera, so genannte Mausgesten implementiert. Bei gedrückter Maustaste wird eine vordefinierte Figur auf den Bildschirm gemalt, die eine gewünschte Aktion symbolisiert.

Auch mit dem Firefox-Plug-in "All-in-One Gestures" lassen sich einzelne Aktionen bequem über Gesten durch einfache Mausbewegung auslösen. Anstatt sich durch verschachtelte Menüs zu klicken, hält man einfach eine Maustaste gedrückt und macht mit der Maus eine entsprechende Bewegung.

Sobald die Maustaste losgelassen wird, wird die entsprechende Aktion ausgeführt. Aktionen und die zugehörigen Gesten können dabei vom Anwender beliebig festgelegt werden. So lassen sich häufig genutzte Aktionen wie "Seite aktualisieren", Bookmarks, History oder "Link in neuem Tab öffnen" mit eigenen Gesten versehen und durch Mausbewegungen aufrufen.

Diese Art von Gesten finden sich später bei Tablet-Computern und Smartphones wieder. Dort wischt der Benutzer mit dem Finger über den Bildschirm, um Funktionen aufzurufen, die bisher nur einen Mausklick weit weg waren.

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© Asmodai/CC3 unporte

Mit MotionPlus funktioniert die Bewegungs- und Lagebestimmung der Wiimote-Fernbedienung noch präziser. Wiimote kommuniziert über Bluetooth mit der Console.

In allen Fällen wird nur eine einzelne Koordinate oder eine Abfolge davon interpretiert und in einen Befehl übersetzt. Die ersten berührungsempfindlichen Bildschirme, die in Smartphones zum Einsatz kamen, waren noch nicht in der Lage, mehr als einen Punkt gleichzeitig zu erfassen.

Ihre Technologie nennt man resistiv. Bei resistiven Touchscreens liegt über dem Bildschirm eine lichtdurchlässige Schicht aus Glas, über welche eine Polyesterschicht gespannt ist. Die mit Metall bedampfte Glasscheibe und das mit einer leitfähigen Beschichtung versehene Polyester werden durch kleine Kügelchen auf Abstand gehalten.

Durch Druck auf die stromführende Polyesterschicht, welche als x-Elektrode dient, entsteht ein Parallelkreis mit der Glasscheibe, welche die y-Elektrode darstellt. Der Touchcontroller bestimmt die Berührungskoordinaten aus dem Spannungsabfall zwischen den leitenden Schichten.

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