EBOOK-READER ILIAD VON IREX

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Fast jeder will es haben: Elektronische Papier -- leicht, rollbar und täglich mit der aktuellen Zeitung bestückt. Der iLiad von iRex zeigt, was heute schon machbar ist.

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Fast jeder will es haben: Elektronische Papier – leicht, rollbar, in der Sonne zu lesen und täglich mit der aktuellen Zeitung bestückt. Soweit ist die Entwicklung noch nicht, aber der iLiad von iRex zeigt, was heute schon machbar ist.

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Der iLiad der holländischen Firma iRex Technologies beeindruckt schon bei der ersten Begegnung: Er ist leicht (390 Gramm), sehr stabil und fasst sich angenehm an. Er rutscht nicht weg und vermittelt das Gefühl, auch mal gefahrlos runterfallen zu können.

DasDisplay sieht im ausgeschalteten Zustand weiß aus. Zum Leben erweckt zeigt es scharfen, gut lesbaren Text und Bilder in 16 Graustufen an. Das Besondere: je heller die Umgebung, um so besser ist der Kontrast und die Lesbarkeit. In der prallen Sonne entsteht der Eindruck von bedrucktem Papier: perfekt auch am Strand, nicht aber bei Schummerlicht. Das ePaper-Display verwendet schwarze und weiße Kugeln, die elektrisch geladen sind und in der Display-Flüssigkeit nach oben und unten bewegt werden. Manchmal reicht der erste elektrische Impuls nicht aus – dann bleiben Schatten der vorherigen Seite stehen.

Die Laufzeit überzeugt: Das lautlose Gerät läuft 10 Stunden am Stück. Die Ausstattung mit Schnittstellen ist gut (siehe Bild rechts). Über einen Adapter kann man den iLiad per USB mit einem PC verbinden und per Ethernet in ein Netzwerk einbinden. Das geht auch per WLAN gemäß 802.11g: Leider beherrscht das Gerät als Verschlüsselung aber nur das alte, unsichere WEP und kein WPA.

Bedienung

Verarbeiten und Anzeigen kann der iLiad reine Textdateien, XHML- und PDF-Dokumente und Werke im Mobi-Pocket-Format. Die Steuerung innerhalb der Dokumente und im Dateisystem des iLiad erfolgt über einige Tasten sowie über Icons im Display – denn das Gerät kann nicht nur anzeigen. Der Nutzer kann mit einem Stift Bemerkungen anfügen, Texte eingeben und auch in Dokumenten navigieren. Per Finger geht das leider nicht. Bildschirmausschnitte lassen sich mit dem Stift vergrößern, auch ein Drehen des Bildschirminhaltes ist einfach möglich.

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Anschlüsse en masse: Neben CompactFlash, SDCard und USB-Stick gibt es noch WLAN und Ethernet.

Innerhalb des Dokuments kann man direkt auf bestimmte Seiten springen und vom Seiten- in einen kontinuierlichen Moduswechseln. In diesem erscheint das Dokument als eine lange Seite. Die Icons der Oberfläche sind erklärungsbedürftig und machten den Blick ins ausführliche Handbuch (englisches eBook) notwendig. Das Gerät wirkt insgesamt etwas träge, was beim Lesen nicht so stört (ein Umblättern dauert zwei Sekunden), beim Laden eines Buchs (10 Sekunden) und Vergrößern eines Ausschnitts (auch 10 Sekunden) nervt es aber. Unverständlich ist die lange Einschaltzeit von 46 Sekunden: Da der iLiad seinen Bildschirminhalt nicht aktiv halten muss, wäre ein intelligent implementierter Ruhezustand ein enormer Komfortgewinn.

Software

Praktisch sind die mitgelieferten Windows-Programme. Über die Companion-Software ist eine bequeme Synchronisation (auch per WLAN) möglich. Darüber hinaus kann die PC-Anwendung Bemerkungen und Zusätze in PDF-Dateien einarbeiten, die man auf dem iLiad per Stift vorgenommen hat. Praktisch ist der eingebaute Mobipocket-Reader. Die dazugehörige PC-Anwendung kann nicht nur RSS-Feeds abonnieren, sondern auch den Nachrichtentext des Feeds holen, aufbereiten und als Textmeldungen zum iLiad synchronisieren. Beim Einsatz eines PDF-Druckertreibers kann man außerdem Bücher aus dem "Projekt Gutenberg" auch auf dem iLiad verwenden.

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Mobipocket: Die PC-Anwendung bringt Tagesnews und viele Buchklassiker mit einem Klick auf den iLiad und kann auch PDFs konvertieren.

FAZIT: Der iLiad fasziniert: Leicht, ausdauernd, mit einem perfekten Display für Sonnenhungrige und guter Ausstattung führte er zu einem Kaufreflex – wäre da nicht der Preis von 680 Euro. Allerdings muss der Hersteller bei Bedienung und Geschwindigkeit noch deutlich nachbessern.

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