Die richtigen Videocodecs und Software für Filme

Durchblick im Videodschungel: Filme, Codecs, Software

Das neue Ulkvideo macht keinen Spaß, wenn man es nicht öffnen kann. Entweder meckert der Media Player wegen eines fehlenden Codecs oder Windows kann das Video einfach keiner Anwendung zuordnen. Wir zeigen, wie Sie solche Situationen vermeiden können.

  1. Durchblick im Videodschungel: Filme, Codecs, Software
  2. Player für den Webbrowser
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In den Anfangsjahren von Windows konnte der Anwender noch anhand von Dateierweiterungen Videos dem passenden Player zuordnen. Beispielsweise wurde AVI durch den Media Player von Microsoft abgespielt und MOV-Dateien waren als Quicktime zu erkennen. Spezialformate gab es nur wenige.

Bedingt durch das Internet und die Verbreitung von HD-Video wurden in den letzten Jahren immer mehr Formate und Verfahren für die Komprimierung von Videomaterial entwickelt. Die Neuentwicklungen bringen zwar verbesserte Bildqualität, sorgen aber auch für mehr Verwirrung beim Nutzer. Jede Datei mit der Kennung AVI wird schon lange nicht mehr ohne Probleme vom Windows-Player auf dem Bildschirm angezeigt. Oft erscheint eine Fehlermeldung und die Möglichkeit, die "Webhilfe" zu öffnen. Dann gelangt der Nutzer auf eine englische Webseite bei Microsoft. Dort findet er mit etwas Glück den Namen des fehlenden Codecs und kann einen passenden Download mit einer Suchmaschine aufspüren.

Videoformat, Container und Codecs

Die Dateiendung AVI weist auf ein Videoformat hin und ist gleichzeitig eine Hülle für die Audio- und Videodaten. Man spricht hier auch von einem Container, der im Falle von AVI die Bild- und Soundinformationen des Videos enhält. Die Daten für Video und Audio sind mit einem Codec aufbereitet, der sich um die Komprimierung der Daten kümmert. Für Bild und Ton in einem Container wie AVI muss nicht zwingend der gleiche Codec zum Einsatz kommen. Deswegen kann es auch passieren, dass beim Abspielen eines Films, der Ton nicht zu hören ist. Die Fehlermeldung des Media Players bezieht sich in diesem Falle auf den Codec für die Tonspur. Dieser muss dann extra neben dem Codec für die Bildanzeige installiert werden. Erst dann wird der Film korrekt abgespielt.

Neuere Container wie das MVK-Format (Matroschka) können noch zusätzliche Informationen enthalten. Dazu gehören weitere Tonspuren und Untertitelinformationen. Das Prinzip bleibt bei diesen Containern gleich: Für die richtige Anzeige werden passende Codecs für Bild und Ton benötigt. Zum Einblenden von Untertitel muss der Anwender neben den Codecs einen Player installieren, der die Informationen aus der Datei ausliest und passend zum Film anzeigt. An dieser Stelle hat sich der VLC Media Player in der Praxis bewehrt.

Video: Wichtige Formate und Dateierweiterungen

• AVI: Dateiformat für Video - ursprünglich von Microsoft eingeführt. Die Datei kann Video und Audio enthalten. Die Dateiendung AVI wird auch bei DivX oder Xvid eingesetzt. Dann sind zum Abspielen mit dem MS Media Player Zusatz-Codecs notwendig. • FLV: Steht für Flash Video und wird im Internet oder bei Multimedian-Anwendungen benutzt. Der Player ist dabei in der Anwendung eingebettet und bezieht die Videodaten von einem Server oder lokalen Medium. FLV-Filme lassen sich mit dem VLC Media Player anzeigen. • MOV: Die Abkürzung steht für Filme im Quicktime-Format. Sie lassen sich mit dem Player von Apple abspielen. Der Quicktime-Player ist kostenlos und ist auf der Webseite von Apple verfügbar. • MPG, MEPG, MP4: Bei MEPG-Videos gibt es Version 1, 2 und 4. Version 1 wird heute nur noch selten verwendet. MPEG2 ist das Format für die Produktion von DVD. Das Format wird wie MPEG4 auch für Blu-ray-Discs eingesetzt. MPEG4 kommt aber auch oft für Videos im Web und bei mobilen Geräten zum Einsatz. VLC spielt fast alle MPEG-Varianten. • MVK: Matroschka - beliebtes Format für hochauflösendes Video im Internet. Das Format unterstützt mehrere Soundspuren und Untertitel. Für die Darstellung auf dem Bildschirm ist hier der VLC Media Player eine sehr gute Wahl. • RM, RA, RAM: Stream-Video- Dateien für den Realplayer. Das Format kommt fast ausschließlich online zum Einsatz. Lässt sich aber auch mit dem VLC Media Player darstellen. • WMV: Die drei Buchstaben sind das Kürzel für Windows Media Video und lassen sich mit dem Media Player von Microsoft anschauen.

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