Anleitung

Linux booten und installieren

Aktuelle Linux-Distributionen laufen als Live-System beim Start von DVD und bieten auf der Benutzeroberfläche einen Installer an, um das System auf der Festplatte zu installieren. Wählen Sie die neu angelegte Partition aus. Eventuell automatisch eingehängte Windows-Partitionen sollten vor der Linux-Installation ausgehängt werden.​

In einigen Distributionen, unter anderem Ubuntu, können Sie an dieser Stelle auch neue Partitionen anlegen oder vorhandene verkleinern. Um alle Vorteile der Linux-Rechteverwaltung zu nutzen, formatieren Sie die Linux-Partition im Ext4- oder Ext3-Dateisystem. Die Swap-Partition wird mit einem speziellen Swap-Dateisystem formatiert. Danach müssen Sie meist nur noch die deutsche Tastatur sowie Benutzer-, Computernamen und Passwort festlegen.​

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Linux auf einer zweiten Festplatte installieren 

Am sichersten installieren Sie Linux einfach auf einer zweiten Festplatte, wenn die​ Möglichkeit besteht, in den PC eine einzubauen. Trennen Sie während der Linux-Installation die Windows-Festplatte, dann installiert sich Grub auf der Linux-Festplatte. Wenn das installierte Linux problemlos läuft, fahren Sie den PC herunter, schließen die Windows-Festplatte wieder an und booten noch einmal mit Linux. Aktualisieren Sie über den Kommandozeilenbefehl 

sudo update-grub​

die Grub-Konfiguration. Dabei wird Windows als Menüpunkt in den Bootmanager aufgenommen. Haben Sie neben Windows 10 auch noch Windows 7 oder 8.1 im Windows-Bootmanager installiert, wird dieser automatisch über den Menüpunkt in Grub aufgerufen, und Sie können die Windows-Version wählen.​

Linux kann auch auf externen Festplatten installiert werden. Dabei sollte es sich aber um schnelle USB-3.0-Laufwerke handeln, sonst verlieren Sie an Performance.​

Wenn Sie während der Installation den Grub-Bootloader ebenfalls auf die externe Festplatte installieren lassen, bleibt die Bootkonfiguration des PCs unangetastet. Zum Starten von Linux nutzen Sie das Bootmenü des BIOS, um zwischen externer und interner Festplatte umzuschalten. Reine Datenpartitionen können auf beiden Festplatten von beiden Betriebssystemen genutzt werden.​

Wichtiges Detail: UEFI 

Bis die UEFI-Firmware (Unified Extensible Firmware Interface) kam, waren beliebige Multi-Boot-Systeme ohne Weiteres möglich. Heute setzt UEFI in Kombination mit Secure-Boot Hürden, die das Windows-System schützen sollen. Anwender, die nur aktuelle 64-Bit-Systeme (ab Windows 8.1) nutzen, müssen kaum etwas beachten. UEFI ist nicht für 32-Bit-Systeme gemacht.​

Uefi

© Screenshot WEKA / PC Magazin

Die Windows-Systeminformationen zeigen, ob UEFI und Secure Boot (Sicherer Startzustand) genutzt werden. Eine Änderung ist in der UEFI-Konfiguration möglich.

Windows 7 kommt mit Secure-Boot, das auch einige ältere Linux-Distributionen nicht unterstützen, nicht klar. Sollen Windows 10 und Linux auf die einzige Festplatte installiert werden, darf Secure-Boot in der UEFI-Konfiguration nicht aktiviert sein. 

Die Systeminformationen, im Startmenü unter Windows-Verwaltungsprogramme, zeigen, ob der PC UEFI nutzt und Secure-Boot aktiviert ist (siehe Bild auf der linken Seite). Bei UEFI wird in der Datenträgerverwaltung am Anfang der ersten Festplatte eine kleine EFI-Systempartition angezeigt. Diese darf keinesfalls verändert werden.

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Quelle: PCgo
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