Nachfolger und Neuheiten

Das Kamera-Jahr 2014: Was kommt, was geht?

Welche neuen DSLRs bringen Canon, Nikon und Co. im Jahr 2014? Welche spiegellosen Systemkameras erwarten uns? Und was bringt die Photokina? Wir wagen den Blick in die Kristallkugel und fassen für Sie die wichtigsten Informationen und Gerüchte zu Nachfolgern und Kamera-Neuheiten zusammen.

Kamera DSLR Neuheiten 2014 - Vorschau

© Sergey - Fotolia.com / Hersteller / Montage: WEKA

Kamera DSLR Neuheiten 2014 - Vorschau

Gerüchte zu

  • Canon 
  • Nikon 
  • Fujifilm
  • Leica
  • Olympus
  • Panasonic
  • Ricoh-Pentax
  • Samsung
  • Sigma
  • Sony
  • Neue Sensor-Generation?

Der Kameramarkt ist in Bewegung. Während Fujifilm, Olympus, Panasonic und Sony im Jahr 2013 mit spannenden neuen Modellen von sich reden machten, sah es bei den Platzhirschen Canon, Nikon - abgesehen von der Retro-DSLR Nikon Df - und auch Pentax eher ruhig aus. Welche Systemkameras im Jahr 2014 auf uns zukommen könnten, haben wir hier anhand der wichtigsten Hersteller für Sie zusammengetragen.

Haupt-Termine für die Vorstellung vieler Kamera-Neuheiten werden 2014 die Messen CES vom 7. - 10. Januar in Las Vegas, CP+ vom 13. - 16. Februar in Japan und Photokina vom 16. - 21. September in Köln sein. Eine der spannendsten Fragen das Jahres wird sein, ob und wenn ja, wie sich die Top-Modelle unter den APS-C-DSLRs gegen die mit immer günstigeren Preisen konkurrierende Vollformat-Konkurrenz behaupten werden.

Canon: Die Ruhe vor dem Sturm?

Im Jahr 2013 war es ruhig bei Canon. Einzige echte Innovation der letzten Zeit war der mit der EOS 70D eingeführte Dual Pixel CMOS-AF. Auch die jüngst nur für den japanischen und chinesischen Markt präsentierte EOS M2 erscheint eher als Zwischenschritt in Richtung einer zweiten EOS-M-Generation.

Die Canon-Neuheiten zur CES werden dem Vernehmen nach erst einmal in der Kompaktklasse stattfinden. Richtig interessant wird es dann später. In einem aktuellen Interview mit der japanischen Internet-Seite DC.Watch äusserte sich Canon-Geschäftsführer Masaya Maeda zu den Perspektiven des EOS M-Systems. Demnach könnte eine neue EOS-M-Kamera mit integriertem elektronischem Sucher in der zweiten Hälfte des Jahres 2014 auf den Markt kommen. Dabei werde man auf eine möglichst kompakte Bauweise Wert legen.

Eine wichtige Rolle soll zukünftig auch die Foto/Video-Hybrid-Funktion spiegellosen EOS-M- Systemkameras spielen. 2014 solle für Canon "das Jahr der Objektive" werden, und nicht nur neue EOS-M-Objektive, sondern auch zahlreiche andere neue oder überarbeitete EF- und EF-S-Objektive bringen. Selbst eine semi-professionelle EOS-M könnte sich Maeda vorstellen. Zudem betonte er aber auch die zukünftige Bedeutung der EOS Cinema-Linie.

Canon EOS 5D Mark III - Nachfolger IV

© Canon

Heiß erwartet: Kommt 2014 eine Canon EOS 5D Mark IV als Nachfolgerin der 5D Mark III?

DSLR-News von Canon erwartet die Gerüchteküche erst zur Photokina 2014 später im Jahr. Grundsätzliche Änderungen bei der Vollformat-Modellreihe EOS-1D X/EOS-1D C/EOS 5D/EOS 6D sind nicht in Sicht. Erwartet wird die Modernisierung zweier Vollformat-Modelle. Das könnte etwa eine ebenfalls mit Dual Pixel CMOS AF-Sensor im 24x36-mm-Format und leistungsfähigerem Bildprozessor aufgewertete Canon EOS 5D Mark IV sein.

Darüber, ob eine neue EOS-1 Dx Mark II als Nachfolgerin der 1Dx, mit moderat mehr Pixeln oder deutlich höheren Pixelzahlen ähnlich wie Nikon D800 und Sony A7R zur "Studio-Kamera" aufgewertet wird, gibt es unterschiedliche Gerüchte. Auch eine 4K-Videofunktion könnte Einzug halten, wie sie schon die Cinema-EOS 1-1C bietet, an deren Design sich das sich das neue Top-Modell laut Canonrumors orientieren könnte.

EOS 1C

© Hersteller

Die Canon EOS 1C könnte Design-Vorbild für kommende neue EOS-Topmodelle sein.

Bei den EOS-APS-C-SLRs steht die Frage, ob es einen Nachfolger des Topmodells 7D geben wird, das seit 2009 auf dem Markt ist. Technisch wäre eine EOS 7D Mark II fällig, aber die Vollformat-Modelle wie die EOS 6D werden billiger, da stellt sich die Frage, wer dann für annähernd das gleiche Geld ein APS-C-Modell kauft.

Nikon: Suche nach mehr Marge und neuen Märkten

Nikon will aus ökonomischen Gründen sein DSLR-Sortiment straffen. Das geht aus offiziellen Nikon-Äußerungen dieses Jahres hervor. Das Nikon-SLR-Angebot besteht derzeit noch aus 15 Modellen von der D3100 bis zur schon 2008 eingeführten D3x. Mit nur noch jeweils einem Modell in der D3000-/D5000-/D7000-Klasse beispielsweise wäre Nikon ja immer noch gut aufgestellt. In dieser Klasse spicht das jüngste Gerücht von einer D3300 mit neuem, kleineren 18-55-mm-Standard-Zoom. Die D90 von 2008 hinterlässt keine Lücke, die unbedingt wieder gefüllt werden müsste. Anstelle der alten D300s würde eine Einsteiger-Vollformat-SLR ins Programm passen, die preislich eine Antwort auf die im Vergleich zur D610 rund 400 Euro günstigere neue Sony-Konkurrenz A7 gibt.

Generell will sich Nikon auf margenträchtigere Modelle konzentrieren. Die jüngste Retro-SLR Nikon Df ist schon ein Beispiel dafür. Auch ein höher auflösendes Nachfolgemodell der D3x als neues Nikon-Profi-Topmodell D4s oder D4x mit dem Sensor der D800 würde in den Markt wie auch in das neue Nikon-Geschäftskonzept passen.

Nikon Df

© Nikon

Die Nikon Df könnte Vorläufer neuer Nikon-Modelle sein, die mehr Marge bringen sollen.

Ein großes Fragezeichen bei Nikon betrifft das Segment kompakter spiegelloser Systemkameras (CSC). Das Nikon 1-System mag schön und gut sein, bleibt aber eine Insellösung mit kleinem Sensor. Eine spiegellose Nikon mit APS-C- oder Vollformat-Sensor würde dagegen den Ansprüchen treuer Nikon-Fotografen ebenso gerecht wie dem Nikon-Ziel von größeren Margen. Wie man Kompatibilität zu vorhandenen Objektiven erhält, haben Sony und Olympus schon vorgemacht.

Schließlich will Nikon das wachsende Potential in China und den anderen Ländern Asiens (und sicher auch Lateinamerikas) im Bereich preisgünstiger Einsteiger-SLRs erschließen. Das geht auch aus einem Reuters-Bericht hervor. Dazu würde ein günstiges Basismodell noch unterhalb der D3000er-Serie passen, vielleicht eine Nikon D1000, die dank hoher Stückzahlen einen attraktiven Preis ohne große Abstriche an der Marge erlauben würde. Das Nikon in diese Richtung denkt, zeigt ein Ausschnitt aus offiziellen Nikon-Erläuterungen bei der Präsentation der Bilanz für das 2. Quartal 2013. Darin erwähnt Nikon übrigens auch eine weitere kompakte spiegellose Systemkamera.

Nikon DF

© ©Nikon/Hervorhebung H.G.

Was plant Nikon für 2014? Einige Hinweise gibt Nikon selbst.

 

Fujifilm: Neues für Foto-Feinschmecker

Bei Fujifilm ist die Lage eigentlich einfach, aber dennoch etwas unübersichtlich. Die meisten spekulieren auf eine X-Pro1S oder X-Pro2 als Nachfolgerin der zwei Jahre alten X-Pro 1, wiederum mit APS-C-Sensor, vielleicht sogar mit einem neuen, organischen CMOS-Bildsensor mit verbesserter Lichtausbeute und größerem Einfallswinkel. Fujifilm und Panasonic arbeiten gemeinsam an der Entwicklung dieses neuen Sensortyps, wie ColorFoto schon berichtete. Gerüchte über eine spiegellose Vollformat-Kamera der X-Serie  wurden jüngst von einem Fujifilm-Manager im Interview unter Hinweis auf die fehlenden Objektive dementiert, wie Fujirumors berichtet.

Fujifilm X100-S

© Fujifilm

Vermutlich schon im Januar kommt eine >>Black Edition<< auch von der X100S.

Auch eine mögliche Fujifilm X200 im Stil einer Sony RX1 ist reine Spekulation und dürfte, wenn überhaupt, erst viel später akut werden. Für's Frühjahr, sei es zur CES oder zur CP+, ist bei Fujifilm eher mit einer schwarzen Version der X-100S zu rechen, wie es sie auch schon von der X100 gab. Außerdem halten sich Gerüchte über ein neues wetterfestes X-Modell mit einem Gehäuse im klassischen Stil wie bei den Olympus OM-D-Modellen und doppeltem Karten-Slot.

Leica: Kompakt-Systemkamera in Aussicht

Auch Leica sieht die Zukunft spiegellos. So steht wohl eine kleinere Systemkamera unterhalb der Leica M  ins Haus. Darauf deuten zuverlässige Indizien hin. Mirrorlessrumors will inzwischen erfahren haben, dass es sich um eine bei Panasonic gefertigte Kamera mit einem eigenen, neuen Leica-Bajonett handelt.

Vorstellbar wäre nicht nur angesichts der bisherigen Zusammenarbeit mit Panasonic aber auch eine zur Leica gesuperte Lumix GM1. Sie wäre durchaus "Leica-würdig", wie die jüngsten Testergebnisse in ColorFoto Heft 1/204 zeigen. Dem sollen aber Äußerungen vom Leica Vorstandschef Alfred Schopf entgegen stehen, nach denen er eine Kamera im Micro-Four-Thirds-Standard für Leica ausschließt. Wir werden wohl bald sehen, ob das mehr war als nur ein Ablenkungsmanöver.

Olympus: Fokussiert auf OM-D und Systemausbau

Olympus konzentriert sich im kommenden Jahr auf die OM-D-Reihe. Das erklärte Olympus-Entwickler Yukihiko im Interview mit DC.watch. Zu rechnen ist mit einem günstigeren OM-D-Einstieg, um mit einem günstigeren Preis neue Kunden zu gewinnen. Alternative zu einer abgespeckten OM-D-E-M5-Version wäre, die im Frühjahr fast seit zwei Jahren angebotene E-M5 wird einfach offiziell billiger mit dem aktuellen Marktpreis von 900 Euro als UVP angeboten, und Olympus schiebt einen, vielleicht mit E-M1-Prozessor zur E-M3 aufgewerteten Nachfolger wieder zum Preis von 1.100 oder 1.200 Euro zwischen die dann günstigere E-M5 und die 1.500 Euro teure E-M1.

Olympus OM-D E-M1

© Olympus

Erhält die Olympus OM-D E-M1 im Jahr 2014 weitere Schwestermodelle?

Die Übertragung der aktuellen OM-D E-M1-Technologie auf ein Modell der Pen E-P-Serie wäre ein logischer nächster Schritt bei Olympus. Er muss wohl aber noch warten, denn eine Pen-E mit OM-D-Sensor und Prozessor brächte die Gefahr, die höherwertige OM-D-Serie zu kannibalisieren. Daher dürfte mit einem neuen Technologie-Schub für das Pen E-System frühestens zur Photokina zu rechnen sein.

OM-D wie Pen-Kameras werden aber vom geplanten Ausbau des Objektivsystems, speziell auch kompakten und lichtstarken Festbrennweiten, profitieren.

Panasonic: Konzentration auf das Wesentliche

Nach Berichten aus Asien plant Panasonic, 2014 weniger neue Kameras als in den Vorjahren auf den Markt zu bringen. Dabei dürfte vor allem die Fülle der Kompaktkameras reduziert werden. Um im Geschäftsbereich Kameras wieder profitabel zu arbeiten, wird Panasonic sich auf höherwertige Kompakt-Modelle der Serien TZ, FZ und LX sowie Micro-Four-Thirds-Systemkameras konzentrieren.

Im Bereich Micro-Four-Thirds präsentierte Panasonic jüngst in Singapur alternative Designvarianten der neuen Mini-Lumix GM1. Je nach Publikumsresonanz könnte die ein oder andere davon auf den Markt kommen. Auf der gleichen Veranstaltung kündigte Panasonic für 2014 auch zwei weitere Micro-FourThirds-Objektive an, ein Zoom Lumix G-Vario 35-100 mm und eine lichtstarke Weitwinkel-Festbrennweite Leica DG Summilux 1,7/15 mm.

Auch ein neues Micro-Four-Thirds-Top-Modell mit 4K-Video-Auflösung ist bei Panasonic in der Pipeline. Ichiro Kitao, Chef der Panasonic DSC-Division Division, dämpfte aber jüngst in einem Interview die Hoffnung auf ein Erscheinen schon 2014, da es sich um die Entwicklung einer ganz neuen Produktlinie handele. Die von Mirrorlessrumors gerüchteweise zu einer möglichen Lumix GH 4K schon genannten Daten erscheinen da umso spekulativer.

Handfester sind die Hinweise auf eine neue Lumix GF, vermutlich GF7, rundlich wie die GF5. Die japanischen Patentspezialisten vom Egami-Blog haben nicht nur Zeichnungen, sondern schon Fotos entdeckt.

Hinweise auf Lumix GF7

© Egami-Blog

Das Egami-Blog liefert Hinweise auf eine neue Lumix GF7.

 

Ricoh-Pentax: Zum Vollformat gezwungen?

Relativ still auch in der Gerüchteküche ist es um Ricoh-Pentax-Imaging. Generell gilt für die Zukunft: alles, was Wechselobjektive hat, läuft unter der Marke Pentax, und auch wasserfeste, robuste Optio-Modelle. Ansonsten wird Ricoh wird für höherwertige Kompaktkamers und "New Technology" stehen, also Kameras wie die jüngst vorgestellte kompakte 360°-Panorama-Kamera Theta.

Was die hochwertigen Pentax-SLRs in der Preisklasse der K-3 (UVP 1.300 Euro) angeht, lautet die Frage "wie weiter?". Wenn Canon und Nikon auf die Vollformat-Herausforderung Sony A7 (aktuell ca. 1.500 Euro) eingehen und dann Vollformat-SLRs Ende 2014 zu Preisen wie die K-3 angeboten werden, bekommt Pentax ein Problem. Wenn Vollformat preisgünstiger wird, werden es hochwertige APS-C-SLRs jedenfalls schwer haben. Andererseits ist das Pentax-K-Bajonett seit jeher 24x36-mm-tauglich. Da scheint dann eine Vollformat-K-SLR als logische Folge trotz 645D im eigenen Haus auch bei Pentax nicht mehr ganz so unwahrscheinlich.

Pentax K-3

© Pentax

Folgt auf die K-3 eine erste Vollformat-DSLR von Pentax?

Angesichts dieser Baustelle dürfte sich Ricoh-Pentax über das bestehende Q-System hinaus nicht noch an ein neues Spiegellos-Systemprojekt mit größerem Sensor wagen. Und auch beim Thema elektronischer Sucher erscheint Pentax sehr konservativ. Davon ist nicht einmal gerüchteweise die Rede. Wie lange das exotische Modul-Kamerasystem Ricoh GXR noch läuft, ist offen. Es wird aber nicht weiter ausgebaut.

Samsung: "NXF" aufgetaucht

Bei Samsung war auf Support-Seiten, die Mirrorlessrumors entdeckt hat, mit der Typenbezeichnung "NXF" mal wieder ein Modell gelistet, das es noch gar nicht gibt. Dass es sich dabei um eine spiegellose Systemkamera handelt, dürfte sicher sein. Dass das "F" dabei für ein Modell mit Vollformat-Sensor steht, ist aber nicht mehr als ein Gerücht.

Spannend bei Samsung wird sicherlich die Antwort auf die Frage, ob das Android-Betriebssystem der Galaxy NX und ihre Möglichkeiten der kabellosen Bild- und Datenkommunikation bei weiteren Systemkameras zum Einsatz kommen werden.

Samsung Galaxy NX

© Samsung

Folgen auf die Samsung Galaxy NX 2014 weitere Systemkameras mit Android?

Dass Samsung im Fotobereich ambitioniert zu Werke geht, beweisen auch organisatorische Maßnahmen. So hat Samsung in Korea den für Kameras zuständigen Geschäftsbereich "Digital Imaging" in den "Wireless"-Geschäftsbereich integriert. Man hofft auf Synergieeffekte bei Technologie und Marketing zwischen beiden Bereichen.

Bei Samsung Deutschland wurde zur Stärkung des Bereichs gerade die Stelle eines "Head of Digital Imaging" neu geschaffen. Sie wird ab 1. Januar 2014 mit dem erfahrenen Branchenkenner Marco Hahn besetzt wird, der früher für Nikon und zuletzt als Sigma Deutschland-Geschäftsführer aktiv war.

Sigma: Der Foveon-Sensor im Mittelpunkt

Zu Sigma gibt es - schon länger - Gerüchte über eine spiegellose Systemkamera mit dem immer noch einzigartigen Foveon-Sensor. So eine Sigma-Mirrorless könnte auf einem DP-Modell basieren, das mit einem Bajonett statt fest eingebautem Objektiv ausgestattet ist. Zum anderen gibt es das angesichts der vielen Sigma-Vollformat-Objektive nicht so unwahrscheinliche Gerücht, dass Sigma an einer größeren Version seines Foveon-Sensors arbeite, der 2015 in einem Nachfolgemodell zur SD1 zum Einsatz kommen könnte.

Sony: An allen Fronten aktiv

Auch bei Sony wird eine spiegellose Systemkamera mit 4K-Videoauflösung erwartet. Dies soll ein Modell von zwei weiteren spiegellosen Vollformat-Kameras im SLR-Look a la Sony Alpha A7 sein. Beim zweiten Modell könnte es sich um eine noch preisgünstigere Sony Alpha A5 als Vollformat-Einstiegsmodell handeln. Bei den SLT-Alphas mit APS-C-Sensor ist ein Nachfolger für die über zwei Jahre alte SLT-A77 zu erwarten.

Sony Sensor A7R

© Sony

Für das Jahr 2014 werden von Sony weitere Vollformat-Systemkameras erwartet.

Bei den kompakten NEX-Kameras wird mit einem Nachfolger der NEX-7 gerechnet. Die NEX-7N oder NEX-7R - beide Namen werden gerüchteweise gehandelt - könnte mit einem neuen Sony-Sensor ausgestattet sein, der die Farbwiedergabe noch weiter verbessern soll.

Noch keine neuen Details gibt es zu einem neuen NEX-Topmodell mit Vollformat-Sensor namens NEX-9. Dass eine VF-NEX aber kommt, und dass es nicht nur bei einem Modell bleiben wird, kann als sicher gelten. Auf seiner Facebook-Seite kündigte Zeiss für "these full frame CSCs" (Vollformat-Kompakt-Systemkameras) schon fünf MF-Objektive an, die zur Photokina 2014 präsentiert werden sollen.

Die Spekulationen hinsichtlich einer weiteren anspruchsvollen Sony-Kompaktkamera mit fest eingebautem Objektiv zwischen der Kompakt-Zoomkamera Sony RX100 II und der Bridge-Kamera RX10, beide mit 1-Zoll-Sensor, sowie der Sony RX1 mit 24x36-mm-Sensor scheinen sich zu bestätigen. Da wäre noch Platz für eine Sony RX mit APS-C-Sensor oder aber eine abgespeckte RX1. Letzteres deutete Sony-Manager Kimio Maki, verantwortlich für die Reflex-Modelle, in einem Gespräch mit Imaging-Resource Anfang Dezember an.

Verdächtig wenige Gerüchte gibt es bislang um eine möglicherweise aus der Sony A3000 sich entwickelnde Serie spiegelloser E-Bajonett-Systemkameras im traditionellen SLR-Look. Das System scheint die Phantasien der Sony-Fans nicht sonderlich zu beflügeln. Bekannt ist bislang nur, dass Sony bei der Taiwan NCC (National Communications Commission) die Zulassung für eine "ILCE 5000", also A5000, beantragt  hat. Auch etwaige technologische Synergieeffekte aus dem Einstieg von Sony bei Olympus als Folge des letzten Finanzskandals scheinen noch nicht in Sicht zu sein.

 

Neue Sensor-Generation?

Noch unabhängig von einem konkreten Kameramodell soll Sony intensiv an der Entwicklung einer neuen Sensor-Generation arbeiten, die ohne das übliche RGB-Bayer-Muster auskommt. Es ist die Rede von einem 54-Megapixel-Sensor, bei dem 2.460 Fokuspunkte für den Phasendetektions-AF 78 Prozent seiner 24x36-mm-Sensorfläche abdecken.

Die hohe Auflösung könnte ein Indiz dafür sein, dass es sich dabei um den Sensor handelt, den Sony angeblich gemeinsam mit Hasselblad entwickelt und von dem ColorFoto schon berichtete. Er soll durch unterschiedliche Belichtungszeiten für die einzelnen Pixel(gruppen) einen deutlich verbesserten Dynamikbereich bieten. Mit einer Serienproduktion und dem Einsatz in Kameras ist aber nicht vor 2015/2016 zu rechnen.

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