Ratgeber: "DSL-Speedtest"

DSL-Speed-Test Teil 2

In letzter Instanz hilft der Provider

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© Hersteller/Archiv

So sehen moderne Glasfaserkabel aus. Sie ermöglichen vor allem die schnelle Datenübertragung innerhalb der Provider-Netze.

Wenn die gemessene DSL-Geschwindigkeit an verschiedenen Wochentagen und zu verschiedenen Uhrzeiten stark von der theoretisch möglichen abweicht und Sie ausschließen können, dass es an Ihrer Hardware oder Software liegt, dann sollten Sie sich an Ihren Provider wenden. Er kann nicht immer helfen, aber er wird es zumindest versuchen.

In vielen Fällen wird man Ihnen die professionelle Messung der DSL-Geschwindigkeit anbieten - diese geschieht mit Ihrer Zustimmung automatisch über das Telefonnetz. Möglicherweise kann Sie auch ein Service-Mitarbeiter des Providers besuchen - allerdings nicht immer kostenlos. Ein Provider-Wechsel wegen geringer Geschwindigkeit ist normalerweise nicht ratsam, da sich damit nur höchst selten Verbesserungen ergeben. Die "letzte Meile" bleibt nun mal ein Flaschenhals.

Im Detail: Die Wahrheit über DSL-Geschwindigkeiten

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"Graue Kästen" sind "Verlängerungen" der Ortsvermittlungsstelle zu den Haushalten.

Die Länge der Anschlussleitung zwischen Ortsvermittlungsstelle des Netzbetreibers und dem Haushalt ist entscheidend für die tatsächlich verfügbare DSL-Geschwindigkeit. Die sogenannte "letzte Meile" wird durch eine Kupferleitung realisiert, deren einzelne Adern unterschiedliche Durchmesser haben können. Je nach Durchmesser der Drähte ändert sich eine physikalische Kenngröße: die Leitungsdämpfung.

Vereinfacht gesagt gibt sie an, mit welchen Übertragungsverlusten auf einem Kilometer Leitungslänge zu rechnen ist - also wie viel Geschwindigkeit verloren geht. Mithilfe der Leitungsdämpfung kann man in etwa abschätzen, welche Datenraten am DSL-Anschluss erreichbar sind. Da Endverbraucher normalerweise nicht wissen, wie dick die einzelnen Adern "ihres" Kabels sind, geht man bei der Schätzung von einem Durchschnittswert aus. Dieser beträgt 10 Dezibel auf 1 km, kurz: 10 dB/km.

Zwei Beispiele: Wenn Sie 3 km von der Ortsvermittlungsstelle entfernt wohnen, beträgt die Leitungsdämpfung 3 mal 10, also 30 dB. Wohnen Sie 5,5 km entfernt, sind es 55 dB. Doch was heißt das nun genau?

Der Provider sieht sich schon bei der DSLVerfügbarkeitsabfrage die Länge der "letzten Meile" und die vorhandenen Ader-Durchmesser der Kupferleitung an - und berechnet daraus die theoretisch mögliche Bandbreite. Bei weniger als 18 dB Leitungsdämpfung ist DSL 16.000 möglich, bei weniger als 32 dB DSL 6.000, bei weniger als 36,5 dB DSL 2.000, bei weniger als 43 dB DSL 1.000.

Bei 55 dB und mehr geht nur "DSL Light" mit 384 kbit/s. Anders ausgedrückt: Wer mehr als 1,8 km von der Ortsvermittlungsstelle entfernt wohnt, kann eigentlich nie DSL 16.000 bekommen, und ab 5,5 km und ist ganz Schluss mit DSL.

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