Raffinierte Programme gegen jeden Kopierschutz

Download, perfekter Hardware-Player, ISO-Images

Trick 5: Download aus dem Internet

Auch Raubkopierer sind bequeme Menschen und manch einer spart sich sogar das mühsame Kopieren der Scheiben. Einfacher ist der Download aus dem Internet: In BitTorrent-Portalen, bei Sharehostern wie Rapidshare oder im Usenet findet man bereits fertige illegale Kopiervorlagen. Das können vollständige 1:1- Kopien von DVDs und Blu-rays sein, aber auch komprimierte Versionen, um die Größe der Downloads zu reduzieren. Von DVDs sind meist Kopien im DivX-Format als AVI-Datei im Umlauf. Entsprechend bei Blu-rays: Hier werden die Filme ins sogenannte Matroska-Format mit der Endung MKV umgerechnet. Als Abspiel- Software für beides kann man die Freeware VLC Media Player benutzen.

Trick 6: Player für Raubkopien

Tricks zum Filme kopieren

© Archiv

Spielt die bei Raubkopierern beliebten Videoformate ab: der TV HD Media Player von WD.

Die Hardware-Industrie ist auf das verbreitete Thema der Raubkopien bereits aufgesprungen und bietet entsprechende Abspielgeräte an, etwa Western Digital mit dem TV HD Media Player (um 100 Euro). Das Gerät spielt Filme ab, die sich auf einer über USB angeschlossenen externen Festplatte befinden und gibt sie über HDMI am LCD- oder Plasma-Fernseher aus. Neben DivX unterstützt es zur Freude vieler Raubkopierer auch das hochauflösende Matroska-Format.

Trick 7: Ein Abbild machen

Eine einfache Möglichkeit, eine Filmscheibe vollständig zu duplizieren, sind ISO-Images. Dabei handelt es sich um Abbilder der Scheiben, die in einer einzigen Datei mit der Endung ISO gespeichert werden. Diese lassen sich bei Bedarf mit Brennprogrammen wie Nero wieder auf einen Rohling brennen oder direkt in ein virtuelles Laufwerk einlegen, siehe Trick 8. Handelt es sich um eine geschützte Filmvorlage kommt das Tool Image Ripper zum Einsatz, das zu AnyDVD gehört. Bei ungeschützten Vorlagen kann man auch mit legaler Freeware wie ImgBurn.

Trick 8: Alles nur virtuell

Die Freeware Virtual CloneDrive legt virtuelle Laufwerke an, die sich unter Windows wie ein echtes, physikalisches Laufwerk ansprechen lassen. In solche Laufwerke lassen sich 1:1-Abbilder von CDs oder DVDs, sogenannte Image-Dateien einlegen und wie echte Scheiben verwenden. Raubkopierer nutzen es, um ihre ISO-Kopien abzuspielen (siehe Trick 7), das Tool eignet sich aber auch für legale Zwecke, etwa für Mini-Notebooks ohne eigenem Laufwerk.

Trick 9: Regionalcode entfernen

Wer etwa aus seinem letzten USA-Urlaub einen Film mitgebracht hat, wird daheim wenig Freude daran haben, denn der Player verweigert das Abspielen. In Zeiten der Globalisierung eigentlich ein Unding: Um Vertriebsrechte zu schützen wurde die Welt in mehrere Zonen aufgeteilt, nur Player und Scheiben aus der gleichen Zone lassen sich zusammen benutzen. Um eine ausländische DVD oder Blu-ray dennoch abzuspielen, muss man sie kopieren. Tools wie DVDShrink oder AnyDVD entfernen neben dem Kopierschutz automatisch auch den Regionalcode (auch Ländercode genannt). Die Kopie sollte sich dann problemlos im heimischen Player wiedergeben lassen.

Welche Folgen es haben kann, wenn man Sie mit illegalen Kopien erwischt, finden Sie auf der letzten Seite...

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