Webvideos laden und archivieren

Download-Manager, Mediatheken

Laden per Download-Manager

Mit der Freeware Orbit Downloader 2.8.16 (www.orbitdownloader.com) sowie den beiden Shareware-Tools NetTransport 2.88 (www.xi-soft.com, 30 US-Dollar) und HiDownload 7.54 (www.hidownload.com, ab 17 US-Dollar) sind spezielle Download-Manager im Angebot, die auch Videostreams lokal speichern können. Die Programme verstehen nicht nur RTMP, sondern auch das von Real Networks und Microsoft verwendete RTSP (Real Time Streaming Protocol) sowie MMS (Microsoft Media Services).

Das Laden von Videos mit dem Orbit Downloader ist einfach: Über Extras/Grab++ schalten Sie die Zusatzfunktion für das Speichern von Mediendateien ein. Rufen Sie dann im Webbrowser das gewünschte Videoportal auf und starten Sie die Wiedergabe. Wechseln Sie mit einem Klick auf das Symbol GetIt zurück zum Orbit Downloader in das Fenster Grab++. In der Liste werden nun alle erkannten Medienquellen angezeigt. Scrollen Sie zum gewünschten Eintrag und klicken Sie auf den Button Download.

Mit 50 US-Dollar zwar teuer, dafür aber ungemein zuverlässig, arbeitet die Shareware WM Recorder 12 (www.wmrecorder.com). Das Programm überwacht via WinPcap-Treiber den Netzverkehr und erkennt Videos, die im Browser abgespielt werden. Zu den unterstützten Formaten zählen Windows Media, deReal Video, Flash Video (FLV), MPEG und Quicktime. Die Installation und Konfiguration der Software wird von einem Assistenten begleitet, sodass alle Einstellungen für die Aufnahme vom Start weg korrekt eingestellt sind.

TV-Mediatheken anzapfen

Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF, Arte und 3-sat unterhalten im Web gut gepflegte Mediatheken. Hier lassen sich verpasste Sendungen zu jeder Tages- und Nachtzeit kostenlos abrufen und am PC wiedergeben. Wer aber die letzte Folge der "Rosenheim Cops" lieber am Fernsehen ansehen möchte, muss einen mitunter mühsamen Umweg gehen, um eine Folge nicht nur als PC-fähiges FLV-Format auf Festplatte zu sichern.

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Die in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender angebotenen Inhalte listet das gleichnamige Tool auf.

Sehr einfach funktioniert das Laden aus den TV-Medientheken mit dem Open-Source-Tool Mediathek 1.30 (http://zdfmediathk.sourceforge.net) und einem installierten VLC Player 1.02 (www.videolan.org). Starten Sie das Java-Programm Mediathek und klicken Sie aufden Reiter Einstellungen. Unter Einstellungen Sender wählen Sie aus, welche Online-Mediatheken Sie als Quellen wünschen. Bei sehr schnellen Internetverbindungen können Sie die Zahl der parallelen Downloads erhöhen. Verlassen Sie die Einstellungen, indem Sie links oben auf das Register Filme klicken.

Ein Klick auf Alle Filme laden sorgt dafür, dass das Inhaltsverzeichnis der Online-Mediatheken ausgelesen und angezeigt wird. Das dauert einige Minuten, bei der vollständigen Liste der ARD sogar mehrere Stunden. Ist das Auslesen beendet, klicken Sie in das Aufklappfeld Sender und dann rechts daneben in das Feld Thema. Wählen Sie hier nun etwa "Die Rosenheim Cops" aus. Im Anzeigebereich darunter werden nun die verfügbaren Inhalte der ZDF-Mediathek aufgelistet. Klicken Sie auf die Zeile mit dem gewünschten Film und dann rechts auf Aufzeichnen VLC. Geben Sie einen Namen für den Film ein und drücken Sie den Button OK.

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Die mit Hilfe des Tools Mediathek gefundenen Dateien zeichnen Sie mit dem kostenlosen VLC auf.

Kommt eine Fehlermeldung, klicken Sie rechts unten auf Pfade und passen Sie das Verzeichnis an. Läuft alles korrekt, wird der Videostream als MP4-Datei auf Festplatte gesichert. Dazu wird die Transkodieren-Funktion von VLC genutzt. Falls Sie die Einstellungen ändern möchten, klicken Sie auf Pfade und passen den Schalter für Aufzeichnen VLC an. Eine gute, deutschsprachige Anleitung finden Sie auf der Website http://zdfmediathk.sourceforge.net/anleitung.html.

Alternativ nutzen Sie statt des VLC Players den bereits erwähnten Download-Manager HiDownload zum Sichern der Streams. Klicken Sie auch hier auf die Zeile mit dem gewünschten Film und dann rechts unten auf Infos. Es öffnet sich ein neues Fenster: Hier markieren Sie die Zeile hinter URL und übernehmen sie mit Strg+C in die Zwischenablage. Ist HiDownload im Hintergrund aktiv, übernimmt der Download-Manager den Transfer auf Festplatte. Das Ergebnis ist eine WMV-Datei.

Der Vorteil gegenüber anderen Download-Methoden: Haben Sie einen Netzwerk-Mediaplayer wie den Popcorn Hour (www.popcornhour.com) oder den HDX 1000 (www.hdx1080.com) drahtlos oder festverkabelt ins LAN eingebunden, lassen sich die geladenen Filme in den Formaten MP4 und WMV auf den Player überspielen und dort am angeschlossenen Fernseher wiedergeben. Eine Konvertierung der Filme ist nicht mehr notwendig.

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