DirextX 11: Der Turbo für die Grafikkarte

DirectX 11: Technik erklärt und Grafikkarten im Test

Microsofts DirectX-11-Standard verspricht höhere Geschwindigkeit und mehr Realismus in Computerspielen. Wir verraten, was dahintersteckt, was Sie für DirectX 11 benötigen und ob sich der Kauf entsprechender Grafikhardware lohnt.

Was ist DirectX 11?

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Was ist DirectX 11?

Microsofts DirectX-11-Standard verspricht höhere Geschwindigkeit und mehr Realismus in Computerspielen. Wir verraten, was dahintersteckt, was Sie für DirectX 11 benötigen und ob sich der Kauf entsprechender Grafikhardware lohnt.

Für Windows 7 und Vista steht seit einigen Monaten die elfte Version von Microsofts Multimedia-Schnittstelle DirectX zur Verfügung. Dank raffinierter technischer Tricks macht sie einen entscheidenden Schritt vorwärts in Richtung Fotorealismus auf dem PC-Bildschirm. Parallel dazu stehen auch DirectX-11-Grafikkarten in den Regalen der Händler. Wir haben den Grafikstandard unter die Lupe genommen und verraten, ob sich der Kauf lohnt.

Was ist eigentlich DirectX?

Mit DirectX hat Microsoft eine Schnittstelle definiert, die es Programmierern von Spielen und Multimedia-Anwendungen erlaubt, die Hardware des Computers anzusprechen. Dazu gehören neben der Grafik auch die Audio-Ausgabe, Eingabegeräte wie Gamepads oder PC-Mäuse und bestimmte Netzwerkfunktionen. Im Folgenden soll es ausschließlich um die neuen Funktionen der PC-Grafik gehen. Die Vorgängerversion DirectX 10 (DX 10) hatte es nicht leicht und konnte sich nie recht durchsetzen. Zwar gab es mit Anno 1404, Bioshock oder Crysis einige Vorzeigetitel, die mit besonderen Grafikeffekten glänzten, doch an der Beliebtheit von DX 9 änderte dies nichts. Ein Grund dafür war und ist die feste Verdrahtung von DX 10 mit Windows Vista. Aufgrund eines neuen Treibermodells war es laut Microsoft nicht möglich, ein entsprechendes Update für XP anzubieten. Um die Abwärtskompatibilität Ihrer Programme zu gewährleisten, mussten Programmierer ihre Spiele daher mit einem DX-9- und einem DX-10-Renderpfad ausstatten. Diesen Aufwand scheuten viele, sodass bislang nur Spiele mit unzureichender DX-10-Ausnutzung erschienen sind. Hinzu kommt, dass sich Vista aus vielerlei Gründen nie großer Beliebtheit erfreute und die Hardware- Anforderungen für Spiele unter Vista stets höher waren als unter XP.

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DirectX 11: Alles wird besser

Um einen erneuten Fehlschlag zu vermeiden, setzt Microsoft diesmal mehrere Hebel an. So ist DX 11 neben Windows 7 auch für Vista per Update verfügbar, nur XP bleibt weiterhin außen vor. Zudem ist DX 11 abwärtskompatibel: So müssen Spiele-Entwickler nur noch einen DX-11-Renderpfad programmieren, der dann - je nach vorhandener Grafikkarte - bestimmte Effekte benutzt.

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Die EAH5970 hat mehr als genug Leistung für aktuelle Computerspiele.

Das hat den Vorteil, dass sich Anwender nicht zwingend eine neue Grafikkarte zulegen müssen, denn einige Effekte lassen sich mit Einschränkungen auch auf einer DX-10-Karte darstellen. Insgesamt lassen sich an Microsofts DirectX-11-Schnittstelle drei entscheidende Neuerungen festmachen: die bessere Unterstützung von Mehrkernprozessoren, detailreichere Polygone dank "Tesselation" sowie "Compute Shader", um die CPU bei der Rechenarbeit zu entlasten. Was das bedeutet, soll im Folgenden erläutert werden.

Quick-Info

Asus EAH5970/G/2DIS/2GD5
Internet
www.asus.de
Preis
599,00 €
Preis/Leistung
befriedigend
Weitere Details

89

Fazit:
Der Ferrari unter den Grafikkarten: Die perfekte Wahl für Enthusiasten, die keine Kompromisse eingehen wollen und beim Preis nicht so genau hinsehen müssen.

DirectX 11 im Detail

Durch "Multi-Threading" ist DX 11 in der Lage mehrere Prozessorkerne parallel zu verwalten. Entsprechende CPUs sind seit einigen Jahren in fast jedem Desktop-PC oder Notebook zu finden. Weit verbreitet sind zum Beispiel die Doppelkernprozessoren Intel Core 2 Duo oder AMD Athlon 64 X2 oder die Vierkernprozessoren Intel Core 2 Quad und AMD Phenom II X4. Um zu prüfen, welche CPU in Ihrem Rechner verbaut ist, müssen Sie nur die Tasten "Windows-Taste + Pause" gleichzeitig drücken. Im dadurch geöffneten Fenster mit den Systemeigenschaften ist der eingebaute Prozessor beschrieben. Laut AMD ist ein Leistungsgewinn von bis zu 50 Prozent allein durch diese Funktion von DX 11 möglich. Die nächste interessante Neuerung sind "Compute Shader". Mit Shader bezeichnet man kleine Recheneinheiten in aktuellen Grafikchips.

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Battleforge war das erste Spiel, das den neuen Grafikstandard unterstützte.

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