Foto:Kameras

Digi-Fotografie: Grundlagen

Mit den digitalen Kameras halten neue Terminologien Einzug in die Fotowelt. Unser Grundlagenbeitrag klärt auf und gibt wichtige Tipps.

  1. Digi-Fotografie: Grundlagen
  2. Teil 2: Digi-Fotografie: Grundlagen
Digi-Fotografie: Grundlagen

© Andreas Eichelsdörfer

Digi-Fotografie: Grundlagen

Schöne digitale Fotowelt

Mit den digitalen Kameras halten neue Terminologien Einzug in die Fotowelt. Unser Grundlagenbeitrag klärt auf und gibt wichtige Tipps.

An der Art und Technik der Kameras hat sich nicht viel verändert. Nur wird jetzt statt des Films ein Chip belichtet. Aber ein Halbleiter-Element reagiert ein wenig anders als ein Silberhalogenid. Mit ein paar Grundkenntnissen gelingen Aufnahmen mit der digitalen Kamera genauso einfach wie mit einer herkömmlichen Kleinbildkamera.

Glanzpunkte stören

Wenn Glanzpunkte sich zu hellen Flächen ausweiten, spricht man von Blooming (siehe Textbox Digitale Fotografie von A bist Z). Dieser nur in der digitalen Fotografie vorkommende Effekt entsteht vor allem bei der Arbeit mit Blitzlicht auf metallischen Oberflächen oder bei Portraits auf glänzenden Stirnen. Verzichten Sie am besten auf das Blitzlicht, sorgen Sie für ein ausreichendes Umgebungslicht (auch Kunstlicht), und pudern Sie bei Porträts das Gesicht ein wenig ab.

Hell und kühl

Wird das Licht schwächer, regeln die Kameras die Empfindlichkeit des CCDs hoch. Ähnlich wie sich beim herkömmlichen Film die Körnigkeit bei steigender Empfindlichkeit erhöht, ist beim CCD ein höheres Farbrauschen zu verzeichnen. Dieses Rauschen wird auch durch Wärme erhöht. Eine kühle Digitalkamera macht in der Regel bessere Bilder als eine warme. Lassen Sie die Kamera am besten nicht in der Sonne liegen, dann hält sich das Rauschen in Grenzen.

Die höchste Auflösung

Bilder in hoher Auflösung verbrauchen viel Speicher auf den meist zu knapp bemessenen Speicherkarten. Trotzdem sollten Sie die höchste Auflösung der Kamera nutzen, denn später lassen sich die Bilder rechnerisch beliebig verkleinern.

Hatten Sie eine kleine Auflösung gewählt, lassen sich die Bilder für große Ausdrucke zwar hochrechnen, aber es fehlen Details. Auch bei einer nachträglichen Bearbeitung oder Retusche der Bilder macht sich eine detailreiche, hohe Auflösung bezahlt.

Digi-Fotografie: Grundlagen

© Archiv

Makro-Fotos mit Display

Bei Makro-Aufnahmen mit Sucherkameras tritt ein Fehler häufig auf: Das Bild wird über den Sucher anvisiert, aber das Objektiv zeigt daneben, und auf dem Foto ist der gewünschte Ausschnitt nicht zu sehen. Verwenden Sie dagegen das Display zum Anvisieren des Objekts, sehen Sie das Bild genau so, wie es später im Speicher abgelegt wird.

Gegenlicht

Digitalkameras kommen mit starken Kontrasten, wie sie bei Gegenlichtaufnahmen auftreten, in der Regel besser zurecht als handelsübliche Kleinbildfilme. Wird das Gegenlicht allerdings zu stark, droht das Bild zu kippen und wird zu hell und farblos oder bekommt einen kräftigen Rotstich. Vermeiden Sie mit einer digitalen Kamera zu starkes Gegenlicht der Sonne, oder verdecken Sie die Sonne mit dem Motiv. Auch der Einsatz eines Fill-in-Flash zum Aufhellen des Motivs verbessert das Ergebnis erheblich.

Manueller Weißabgleich

Ein Farbstich, der durch Lichtquellen verschiedener Farbtemperaturen entsteht (Glühbirnen = Rotstich, Neonröhren = Grünstich), wird durch einen automatischen Weißabgleich kompensiert. Doch manchmal schafft die Kamera diesen Abgleich nicht korrekt und liefert Bilder mit einem Farbstich. Je nach Modell können Sie die Kamera manuell auf die Lichtquelle einstellen oder einen Weißabgleich an Hand einer weißen Fläche vornehmen. Sie können Sie die Kamera in die Irre führen, indem Sie für den Abgleich eine grüne Fläche verwenden. Die Bilder erhalten einen Gelbstich. So lässt sich der kreative Einsatz von Farbfiltereffekten ohne zusätzliche Kosten realisieren.

Speicherkarten formatieren

Bei CompactFlash-Karten und beim Microdrive von IBM empfiehlt es sich, diese nur mit der Kamera zu formatieren. Die meisten Lesegeräte sind dazu zwar in der Lage, aber es kommt vor, dass die Kamera die Karte nicht mehr erkennt oder Bilder fehlerhaft speichert. Auch bei der Nutzung eines Microdrive in verschiedenen Kamerasystemen und heterogenen Plattformen (Windows und Mac) kann das eine Gerät oft die Formatierung des anderen nicht lesen oder den Schreibschutz aufheben.

Stromfresser

Digitale Kameras sind als Stromfresser bekannt. Viele Modelle bringen von Haus aus leistungsfähige Akkus mit, aber einige Typen werden noch mit Batterien, meist des Typs AA (Mignon), bestückt. In diesem Fall kaufen Sie am besten Nickel-Metallhydrid-Akkus. Diese bieten wesentlich mehr Power, zeigen ein anderes Verhalten im Leistungsabfall als Batterien und haben keinen so starken Memory-Effekt wie die billigeren Nickel-Cadmium-Akkus. Besorgen Sie sich ein Ladegerät, das an die Kamera angeschlossen wird, damit die Akkus zum Laden in der Kamera bleiben können. Nimmt man bei manchen Kameramodellen die Akkus zum Aufladen aus dem Gerät, gehen benutzerdefinierte Einstellungen verloren und man darf sich wieder erneut durchs Menü hangeln.

Strom können Sie beim Fotografieren sparen. Bei Außenaufnahmen im hellen Licht empfiehlt es sich, den Sucher der Kamera zu benutzen und auf das Display zu verzichten, da man dort durch das Licht nicht viel sieht. Auch der sparsame Einsatz des per Motor angetriebenen Zooms schont die Batterien.

Digi-Fotografie: Grundlagen

© Archiv

Rote Augen vermeiden

Der Rote-Augen-Effekt entsteht bei Blitzaufnahmen, wenn die Augen durch dunkles Umgebungslicht oder nachts weit geöffnet sind und so die Retina das Blitzlicht reflektiert. Verstärkt wird dies, wenn der Blitz nahe am Objektiv liegt. Es gilt das physikalische Gesetz: Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel. Bei kompakten digitalen Kameras sitzt der Blitz oft direkt über dem Objektiv, damit sind die roten Augen vorprogrammiert. Ein externes Blitzgerät (am besten ein Stabblitz) erhöht den Winkel und reduziert damit die Reflexion im Auge. Ein helleres Umgebungslicht oder eine Vorblitzfunktion verengt die Iris und mindert den unerwünschten Kaninchenaugen-Effekt. Sie sparen sich das Retuschieren am PC.

Mehr zum Thema

Netflix
Streaming

Preise, kompatible Geräte, Datenrate, Serien- und Filmangebot von Netflix: Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um den Streaming-Dienst.
Amazon Blitzangebote
Technik-Deals

Die Highlights der Amazon Blitzangebote - heute mit Synology-NAS, TomTom-Navis, Medion-Notebook, 27-Zoll-Monitor und mehr.
Tipps zum leisen PC
Tipps und Tricks

Die Komponenten eines PCs erzeugen Hitze. Lüfter sorgen meist für eine lästige Geräuschkulisse. Mit unseren Tricks wird Ihr PC flüsterleise.
SSD Mythen Tipps
Solid State Disk

SSD-Tuning - was ist wahr, was ist falsch? Wir verraten, welche SSD-Mythen Sie vergessen können und welche Tipps wirklich helfen.
Urlaubsbilder
Fotografieren im Sommer

Von Sommerlicht bis Sonnernuntergang: Unsere 7 Tipps verraten, wie Sie Urlaubsfotos richtig machen und schöne Bilder mit nachhause bringen.