Shopbetreiber vor der Wahl

Die richtigen Zahlungswege im Internet

Shopbetreiber stehen vor der Wahl, welche Zahlungswege sie ihren Kunden anbieten sollen. Magnus.de gibt Ihnen eine Übersicht über die Möglichkeiten und damit verbundene Kosten und Risiken.

  1. Die richtigen Zahlungswege im Internet
  2. Teil 2: Die richtigen Zahlungswege im Internet
Die richtigen Zahlungswege im Internet

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Die Geldkarte konnte sich in der Online-Welt trotz umfangreicher Werbemaßnahmen bis jetzt nicht als Zahlungsmittel durchsetzen.

Der Handel im Internet meldet jedes Jahr neue Erfolgsgeschichten über Umsatz und Gewinn. Planen Sie auch den Aufbau eines eigenen Shops, ist die Auswahl der Zahlungsmittel ein wichtiges Kriterium für dessen Erfolg.

Geldkarte

Elektronisches Geld, wie die Zahlungsmittel für E-Commerce oft in der Literatur betitelt werden, existiert in zwei unterschiedlichen Ausprägungen: kartengestützt und softwarebasiert. Kartengeld spielt dabei aufgrund seiner technischen Voraussetzungen im Bereich Internet nur eine untergeordnete Rolle. Der wichtigste Vertreter dieser Kategorie ist die Geldkarte, die mit großem Aufwand vor einigen Jahren eingeführt wurde, jedoch nie den erhofften Erfolg brachte. Für das Bezahlen im Internet ist ein Chipkartenleser erforderlich, weshalb sich die Geldkarte nicht großflächig durchsetzen konnte.

Software-basiertes E-Geld

Ein interessantes, jedoch wenig überraschendes Ergebnis brachte der aktuell erschienene E-Commerce-Leitfaden der Universität von Regensburg hervor. Demnach stehen aktuell in Deutschland rund 40 unterschiedliche Zahlungsverfahren für Transaktionen im Internet zur Verfügung, allerdings konzentrieren sich die meisten Shops auf eine übersichtliche Auswahl und bieten ihren Kunden nicht die ganze Palette an. Laut einer Statistik von Bitcom/Forsa belegen aus Kundensicht folgende Zahlungsmittel die vorderen Plätze im Bereich B2C in Deutschland:

1. Lastschrift, Überweisung (38 Prozent) 2. Rechnung (29 Prozent) 3. Kreditkarte (20 Prozent) 4. Nachnahme (17 Prozent) 5. Online-Zahlungssysteme (11 Prozent)

Demgegenüber stehen die Favoriten der Händler, wie sie ibi-research in einer Umfrage ermittelt hat. Auf Platz 1 mit 92 Prozent steht die Vorauskasse mit deutlichem Abstand vor dem zweitplatzierten Zahlungsmittel Nachnahme mit 57 Prozent 1. 2. 3. 4. 5. und dem drittplatzierten Paypal mit 55 Prozent. Auf den weiteren Plätzen tummeln sich die direkte Bezahlung bei Abholung (48 Prozent), Rechnung (44 Prozent), Kreditkarte und Lastschrift (je 34 Prozent).

Risiken und Kosten

Nicht alle Verfahren finden die gleiche Akzeptanz bei den Kunden und Händlern, da Risiko und Kosten unterschiedlich verteilt sind. Ein Blick auf die ersten vier Plätze der Händler-Favoriten zeigt deutlich, dass es sich hierbei um Verfahren handelt, die das komplette Risiko auf den Kunden oder im Fall von Paypal den Abwickler der Zahlung verlagern. Der Händler erhält bei allen Varianten entweder bereits vor der Lieferung oder spätestens zum Zeitpunkt der Lieferung sein Geld.

Die richtigen Zahlungswege im Internet

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Sehr beliebt - vor allem bei eBay-Kunden - ist Paypal, da es einen Versicherungsschutz bis 1.000 Euro für Käufer bietet - dieser soll künftig ausgedehnt werden.

Bei den unterschiedlichen Anbietern fallen daher auch nicht unerhebliche Kosten an - Kreditkartenfirmen stellen bis zu 5 Prozent in Rechnung, Paypal unter bestimmten Konstellationen fast 4 Prozent.

Die Auswahl der richtigen Bezahlverfahren hat zusätzlich einen unmittelbaren Einfluss auf den Erfolg eines Webshops, denn es kommt nicht selten vor, dass Kunden einen Einkauf nicht abschließen, wenn die bevorzugte Zahlungsmethode nicht zur Verfügung steht. Deswegen sollten Sie eine Auswahl verschiedener Verfahren anbieten.

Vorkasse und Überweisung

Sehr beliebt ist vor allem bei den Händlern die Vorkasse: Es entstehen keine zusätzlichen Kosten für den Shopbetreiber und sie müssen ihrem Geld auch nicht hinterherlaufen, denn der Kunde bezahlt, bevor die Ware losgeschickt wird.

Die Akzeptanz beim Kunden für diese Methode der Bezahlung ist allerdings recht gering und dürfte bei einem neuen Shop kaum durchsetzbar sein.

Nachnahme

Gern gesehen ist die Nachnahme, bei der Ihr Kunde erst bei der Lieferung der Ware bezahlen muss. Dafür ist er meist auch bereit, zusätzliche Gebühren zu übernehmen. Diese betragen unabhängig vom Rechnungsbetrag 3,60 Euro innerhalb Deutschlands für den Verkäufer und zwei Euro Übermittlungsgeld für den Käufer. Die Gebühren des Verkäufers sind direkt beim Versand der Ware an DHL zu entrichten, der Käufer zahlt seinen Anteil bei der Übergabe der Ware an der Haustüre. Als Verkäufer bekommen Sie anschließend den Rechnungsbetrag nach wenigen Tagen auf Ihr Konto überwiesen.

Paypal

Das von Ebay im Jahre 2002 erworbene Unternehmen Paypal erfreut sich immer größerer Beliebtheit, da es nicht nur einfach zu bedienen ist, sondern auch noch sowohl Käufer, als auch Verkäufer für verschiedene Fälle Schutz bietet.

Ein Paypal-Kunde muss nur wenige Voraussetzungen erfüllen. Alle bei Ebay gekauften Waren sind bis zu einem Betrag von 1.000 Euro versichert. Dabei springt Paypal nicht nur bei einer nicht eingetroffenen Lieferung ein, sondern hilft auch, wenn der Artikel erheblich von der Artikelbeschreibung abweicht.

Kosten fallen lediglich für den Verkäufer an. Die Preise sind dabei abhängig vom Monatstransfer auf das Paypal-Konto. Bis 1.000 Euro werden pro Transaktion 35 Cent Fixkosten und ein gewisser Prozentsatz vom Umsatz (in Deutschland 1,9 Prozent) fällig. Ab einem Umsatz von 1.001 Euro erhalten Sie auf Antrag Vorzugskonditionen. Details zum Vorgehen erfahren Sie direkt auf der Paypal-Seite.

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