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23. November 2011
Besser als Apples iTunes Match & Co: Die komplette MP3-Sammlung immer dabei Bild vergrößern 417 250 http://img3.magnus.de/Ampache-Streamen-der-eigenen-MP3-Sammlung-r417x250-C-b8bf21-50517964.jpg
Besser als Apples iTunes Match, Google Music & Co

Die komplette MP3-Sammlung immer dabei

Egal ob zu Hause, unterwegs oder im Büro, ob mit der Stereoanlage, dem PC oder dem Smartphone: Mit Ampache haben Sie immer Zugriff auf Ihre komplette MP3-Sammlung, und das, ohne alle Titel umständlich auf Cloud-Dienste wie Apples iTunes Match, zu Google Music oder Amazons MP3-Cloud hochladen zu müssen. Zudem behalten Sie Ihren Musikgeschmack für sich, ebenso die Größe Ihrer Sammlung, denn die MP3s verbleiben bei Ihnen zu Hause im Heimnetzwerk – niemand anderes hat ohne Ihre Erlaubnis Zugriff darauf.

Es könnte der Trend des kommenden Jahres werden, eingeleitet mal wieder durch Apple: Der neue Service iTunes Match erlaubt es bereits jetzt in den USA, neben gekauften Titeln auch eigene Titel in der iCloud zu speichern, wobei man die eigenen MP3s nicht mehr hochladen muss, wenn diese bereits im Apple-Store vorhanden sind. Aber auch Google hat mit Google Music eine Cloud-Musik-Lösung am Start, wobei hier ein vorheriger Upload noch notwendig ist. Vorreiter war allerdings Amazon – den vollen Funktionsumfang mit Zugriff auf gekaufte sowie eigene MP3s gibt es derzeit allerdings, ebenso wie Google Music, nur in den USA.

Aber: Abgesehen vom Nachteil der regionalen Einschränkungen sind die Dienste nicht kostenlos und/oder der Online-Speicherplatz beschränkt. Und: Möchten Sie wirklich Apple, Google, Amazon & Co anvertrauen, welche und wie viele MP3s sie angesammelt haben und diese alle ggf. zeitaufwendig in die Cloud hochladen?

Viel besser wäre ein direkter Zugriff auf die Sammlung zu Hause auf dem Homeserver – egal wo Sie sich befinden. Dafür gibt es mehrere Lösungen, angefangen vom VPN-Server, der Ihnen direkten Dateizugriff gewährt, der Weg über die Dropbox oder ein einfacher FTP-Download. Das alles dauert aber ebenfalls viel zu lange. Viel besser sind da Streaming-Lösung.

Ein MP3-Cloud-Server in den eigenen vier Wänden

sockso - ein einfach konfigurierbarer "Personal Music Server"
Bild vergrößern 937 683 http://img1.magnus.de/sockso-ein-einfach-konfigurierbarer-quot-Personal-Music-Server-quot--r937x682-C-df67676b-50538746.jpg Der "Personal Music Server" sockso ist schnell installiert und konfiguriert. Im Bild: Konfigurationstool und Webfrontend.

Der "Personal Music Server" sockso ist schnell installiert und konfiguriert. Im Bild: Konfigurationstool und Webfrontend.

Eine sehr gute Lösung ist zweifelsohne der Personal Music Server "sockso" von http://sockso.pu-gh.com . Auf Ihre System muss lediglich die Java Runtime installiert sein, dann genügt das Entpacken des sockso-Paketes in einen beliebigen Ordner und das Starten über die beigefügte "windows.bat" (bzw. "linux.sh", falls Sie Linux als Betriebssystem verwenden sollten). In der grafischen Oberfläche muss man lediglich einen Benutzer mit Passwort anlegen, den Pfad auf die MP3-Dateien angeben, sockso die Dateien scannen lassen, und schon kann man über "http://localhost:4444" auf die eigene MP3-Sammlung per Browser zugreifen. Wer die Daten über das Internet streamen will, kann auch den Port "4444" auf seinem Router freigeben. sockso stellt zahlreiche Player bereit: Man kann beispielsweise einen integrierten Flash-Player nutzen oder die Playlist per M3U- oder PLS-Datei herunterladen (und z.B. mit Winamp oder VLC öffnen). Allerdings hat sockso, so einfach es auch zu installieren und bedienen ist, einen gravierenden Nachteil: Es ist schlecht erweiterbar. Online-Radios- oder Musikdienste lassen sich nicht einbinden, Funktionen wie UPnP-Unterstützung zur Wiedergabe auf Home-Entertainment-Geräten, Streaming-Unterstützung für Smartphones sowie eine direkte Anbindung an Software-Mediaplayer fehlen.

Hier kann Ampache auftrumpfen – namentlich nicht zu verwechseln mit dem Webserver Apache. Die Nähe ist jedoch gewollt, denn Ampache ist eine Kombination aus dem bekannten "Apache" und "Amplifier" (Verstärker). Die 2001 erstmals erschienene Software, die nebenbei nicht nur Musik, sondern auch Videos streamen können soll, bietet ein sicheres und schnelles Webfrontend, mit dem man bis zu 4 TByte große Musikkataloge verwalten können soll. Als Clients kommen nicht nur Windows- und Linux-Player infrage, sondern auch UPnP-Geräte und Smartphones. Für Letztere gibt es zahlreiche, meist kostenlose Apps: für iPhones und iPods beispielsweise "iAmpache", für Android "Amdroid", "Lullaby" oder "Just Player", für WebOS "Ampache Mobile" und für BlackBerry "Ampacheberry".

Systemvoraussetzungen für Ampache

Ampache setzt einen PC als Server voraus – die Software benötigt neben einem Apache-Webserver und PHP auch eine MySQL-Datenbank, sodass z.B. eine (modifizierte) FRITZ!Box (noch) nicht ausreicht. Grundsätzlich wird wenig Leistung benötigt – unsere Testinstallation lief auf einem betagten Pentium 4 mit 3-GHz-Prozessor, 1 GByte Hauptspeicher und Windows XP. Ein 60-Euro-Atom-Board sollte als Basis für eine gehobene Selbstbau-NAS also ebenso ausreichend sein wie der mit Apache und MySQL ausgestattete Webservers eines Webhosters – falls man sich doch für die Online-Speicherung der privaten Sammlung entscheidet und sowohl Webspace als auch maximalen Traffic entsprechend berücksichtigt.



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