Ausflug ins Sperrgebiet

Die illegalsten Websites der Welt

Hacker und Raubkopierer sind fast wie Drogensüchtige: Sie brauchen ständig neuen Stoff. Gedealt wird im Internet. Einschlägige Websites sind Umschlagplätze für verbotene Tools, teure Software, Musik und Filme. Da helfen leider auch Gesetze nichts, wie unser Bericht zeigt.

Illegale Piraterie

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Raubkopierer sind Verbrecher

Anfang Juli beschloss der Bundesrat ein neues Gesetz zur Bekämpfung von Computerkriminalität. Seitdem macht sich derjenige strafbar, der so genannte "Hacker-Tools" herstellt, sie anderen überlässt, sie verbreitet oder sich selbst welche beschafft. Dabei sind mit "Hacker- Tools" alle Programme gemeint, mit denen das Ausspionieren oder Manipulieren fremder Computer oder Netzwerke möglich ist. Es geht also um Tools, die illegalen Zwecken dienen können. Das große Problem: Legitime Werkzeuge, die etwa Administratoren brauchen, um Rechner auf Sicherheitslücken zu überprüfen, unterscheiden sich oft nicht von denen, die Kriminelle nutzen, um in fremde Rechner oder Netze einzudringen. Und damit sind auch sie illegal.

Die Auswirkungen der neuen Gesetzeslage sind grotesk: Bis vor kurzem konnten noch Tools angeboten werden, mit denen sich überprüfen ließ, ob PCs sicher sind. Zum Beispiel Passwort- Knacker, mit denen der Nutzer testen konnte, ob seine eigenen Passwörter etwas taugen. Oder Netzwerk-Tools, die prüfen, ob eigene WLAN-Netzwerke unangreifbar sind. Jetzt ist das nicht mehr möglich, weil sich strafbar macht, wer solche Programme verbreitet.

Netz ohne Gesetz

Wir halten uns an Gesetze – das Internet kennt keine. Die so genannten "Hacker- Tools" werden im Netz weiterhin verbreitet.

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Die Download-Suchmaschine Zoozle findet im Nu etliche Quellen für illegale Downloads.

Kein Wunder, denn jeder, der sich regelmäßig mit Internet-Sicherheit beschäftigt, weiß: Man muss die Sichtweise der Angreifer kennen, um den eigenen Rechner und das eigene Netzwerk schützen zu können. Deshalb ist es prinzipiell verständlich, wenn sich versierte Anwender, Programmierer und Administratoren trotz neuer Gesetzeslage Tools beschaffen, mit denen sie ihre eigenen Systeme auf Sicherheitslücken prüfen. Zu verurteilen ist allerdings, dass es Personen gibt, die solche Tools bewusst einsetzen, um anderen Schaden zuzufügen.

Dass neben "Hacker-Tools" eine Menge anderer Dinge illegal übers Internet verbreitet werden, ist kein Geheimnis. Vor allem das als Nachrichten-System gedachte Usenet wird von Leuten missbraucht, die darüber Software, Musik und Filme anbieten oder herunterladen. Tauschbörsen wie eDonkey, KaZaA oder BitTorrent sind voll von illegalen Downloads - obwohl sie auch für legale Zwecke taugen. Weniger bekannt sind die vielen Websites, die als Umschlagplätze für Illegales dienen.

Sicherheitsmaßnahmen

Firewall, Antiviren-Software, Anti-Spyware und Phishing-Schutz sind unbedingt notwendig, wenn Sie mit Ihrem PC ins Internet gehen. Wollen Sie potenziell gefährliche Websites besuchen, müssen Sie zusätzliche Maßnahmen ergreifen:

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JavaScripts sollten Sie keine der Aktionen erlauben, wenn Sie auf illegale Websites gehen.

1. Benutzen Sie einen Browser, der ein Höchstmaß an Sicherheit bietet. Wir empfehlen Firefox.

2. Erhöhen in Firefox unter Extras/Einstellungen.../ Sicherheit die Sicherheit beim Surfen: Setzen Sie Häkchen vor Warnen, wenn Websites versuchen... und Hinweis anzeigen, falls.... Entfernen Sie die Häkchen vor Passwörter speichern und Master-Passwort verwenden. Klicken Sie auf Einstellungen... und setzen Sie am besten überall Häkchen.

3. Unter Extras/Einstellungen.../Inhalt nehmen Sie weitere Veränderungen vor: Entfernen Sie das Häkchen vor Java aktivieren. Sie brauchen Java nicht auf Untergrund- Websites. In der Programmiersprache erstellte Elemente könnten Daten auf Ihrem PC manipulieren. Bei JavaScript aktivieren können Sie das Häkchen lassen, allerdings sollten Sie auf Erweitert... klicken und dort alle Häkchen entfernen.

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Sie entscheiden, ob und wohin etwas gespeichert wird, während Sie im Web surfen.

4. Schließlich setzen Sie in Firefox unter Extras/Einstellungen... auf dem Reiter Allgemein ein Häkchen vor Den Download- Manager starten... und aktivieren Jedes Mal nachfragen.... So gehen Sie sicher, dass nichts heruntergeladen wird, wenn Sie nicht ausdrücklich zustimmen.

5. In regelmäßigen Abständen sollten Sie die Spuren löschen, die von Ihren Webausflügen auf dem PC erhalten bleiben. In Firefox gehen Sie auf Extras/Private Dateien löschen..., setzen überall Häkchen und bestätigen mit Klick auf Private Dateien jetzt löschen.

6. Surfen Sie anonym, damit niemand nachsehen kann, welche Websites Sie aufrufen. Dazu bieten sich anonyme Proxys an. Infos dazu finden Sie unter Proxyworld.de und Sicherheit-Online.net.

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