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Top 5: NAS im Test Die fünf besten Netzwerk-Festplatten

Fotos, Filme, Musik und andere Dateien immer griffbereit – das gelingt mit einem NAS. Wir stellen die fünf Netzwerk-Festplatten vor, die sich im Test am Besten geschlagen haben.
Netzwerk-Festplatte © Hersteller/ Archiv

Ein NAS (Network Attached Storage) ist das richtige Gerät für Sie, wenn sich Ihre Daten auf zig Geräte und Medien verteilen und Sie immer wieder zu Fuß auf die Suche nach einzelnen Dateien gehen müssen. NAS sind – vereinfacht ausgedrückt – die Luxusversion der externen Festplatte. Sie werden aber nicht per USB mit einem einzigen PC verbunden, sondern per Netzwerkanschluss mit dem Router, zum Beispiel einer Fritz!Box. So stehen die auf dem NAS gespeicherten Daten allen Nutzern zur Verfügung. Über Zugriffsrechte regeln Sie, welche Mitbewohner bzw. Kollegen auf welche Daten zugreifen dürfen. Diese Grundfunktionen zählen zum Leistungsumfang jedes NAS.

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Mittlerweile überbieten sich die verschiedenen Hersteller gegenseitig, wenn es darum geht, ihre Geräte mit zusätzlichen Funktionen schmackhaft zu machen. Ein Beispiel hierfür ist die immer häufiger anzutreffende Media Server-Funktion. Diese bereitet auf dem NAS gespeicherte Videos, Musik und Fotos so auf, dass sie sich auf kompatiblen Streaming Clients und netzwerkfähigen Fernsehern abspielen lassen.

Tipp: Auswahl der passenden Netzwerk-Festplatte

Bei der Auswahl eines NAS sollten Sie zuallererst darauf achten, dass es genügend Speicherplatz für alle Ihre Daten bietet. Flexibel sind Sie, wenn das NAS ohne Festplatten geliefert wird. Dann können Sie selbst durch Auswahl geeigneter Laufwerke über die Größe des Speicherplatzes bestimmen. Einige Hersteller weisen in Kompatibilitätslisten darauf hin, welche Festplatten sich mit ihren NAS vertragen. Diesen Ratschlägen sollten Sie unbedingt folgen. Überprüfen Sie außerdem, welche Zusatzfunktionen die für Sie interessanten NAS anbieten. Lassen Sie sich dabei nicht von der Flut der Möglichkeiten beeindrucken. Nicht zuletzt spielt auch der Energieverbrauch des NAS sowie der darin verbauten Festplatten eine Rolle.

Die 5 besten Netzwerk-Festplatten

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Das Synology DS211j bietet eine gute Geschwindigkeit beim Datentransfer. Der Einbau der Festplatten und die Einrichtung gelangen mühelos.

Testsieger: Synology DS211j (85 Punkte)

Unser Testsieger, das Synology DS211j, ist ein typischer Vertreter der unteren NAS-Mittelklasse. Es bietet zwei Festplatteneinschübe und dadurch mehr Flexibilität als die Geräte der Einsteigerklasse, die jeweils nur eine Festplatte aufnehmen. "Flexibilität" bedeutet hier nicht nur "mehr Speicherplatz“, sondern zum Beispiel auch die Möglichkeit zu so genanntem "Disk Mirroring".  Dabei spiegelt das NAS den Inhalt der ersten Festplatte automatisch auf die zweite Festplatte und beugt so den Folgen des Ausfalls eines Laufwerks vor.

Das Synology DS211j gefällt mit einem gut verarbeiteten Gehäuse und einer funktionalen Bedienoberfläche mit integrierter Online-Hilfe und verschiedenen Setup-Assistenten. Ambitionierte Anwender freuen sich über umfangreiche Zusatzfunktionen zur Datensicherung, für Media Server, IP-Kameras und vieles mehr. Auch die Übertragungsgeschwindigkeit liegt mit 81 MB/s lesend sowie 42 MB/s schreibend im oberen Bereich. Wer ein grundsolides NAS sucht, das mehr Spaß macht als ein einfaches "Datengrab", der ist mit dem Synology gut bedient, muss dafür aber auch ein bisschen tiefer in die Tasche greifen.

Test: Synology DS211j

Alternative: Western Digital My Book Live (83 Punkte)

Das Western Digital My Book Live kostet ähnlich viel wie unser Testsieger von Synology, bietet aber nur einen Festplatteneinschub. Der ist jedoch schon mit einer Festplatte bestückt, so dass Sie das My Book Live direkt in Betrieb nehmen können. Festplatten aussuchen und einbauen: Nicht notwendig!

Das NAS von Western Digital gefällt mit einer aufgeräumten, deutschsprachigen Benutzeroberfläche. Interessant ist die Möglichkeit, via Internet auf die auf dem NAS gespeicherten Daten zuzugreifen. Mit 60 MB/s lesend und 43 MB/s schreibend ist das My Book Live nicht das schnellste NAS, aber für die meisten Anwendungsfälle schnell genug.

Test: Western Digital My Book Live

Platz 3: Western Digital My Book Live Duo (82 Punkte)

Das My Book Live Duo von Western Digital ist ein RAID-1-fähiger Netzspeicher mit zwei internen Festplatten. Will man den Speichermodus „Spiegelung“ (RAID 1) nutzen, nimmt die Konvertierung mehrere Stunden in Anspruch. Ansonsten verläuft die Einrichtung des NAS problemlos über den Assistenten auf CD. Das leise, lüfterlose Laufwerk liest Daten mit bis zu 90 MByte/s und schreibt mit rund 41 MByte/s. Im Energiesparmodus sinkt die Leistungsaufnahme des NAS unter 6 Watt.

//beta.pc-magazin.de/testbericht/western-digital-my-book-live-duo-2x2tb-im-test-1285599.html:Test: Western Digital My Book Live Duo

Platz 4: LaCie Network Space V2 1TB (79 Punkte)

Mit seinem in Klavierlack-Optik gehaltenen Gehäuse ist das LaCie ein echter Hingucker. Es integriert zwar nur eine Festplatte, erlaubt dafür aber automatisierte Backups auf einen angeschlossenen USB-Speicher. Als im Funktionsumfang leicht kastriert erweist sich der USB-Anschluss des LaCie. Möchten Sie diesen nutzen, um darüber Daten auf das NAS zu kopieren, müssen Sie dafür schon bei der Einrichtung des Gerätes Speicherplatz auf einer eigenen Partition reservieren. Mit einem Preis um 100 Euro liegt das LaCie im unteren Preissegment.

Test: LaCie Network Space V2 1TB

Platz 5: Seagate GoFlex Home 3 TB (75 Punkte)

Das NAS, das Festplatten-Hersteller Seagate anbietet, sieht ein wenig zusammengewürfelt aus. Es besteht aus einer NAS-Basiseinheit, in die eine 3,5 Zoll GoFlex-Festplatte eingesteckt wird. Der Funktionalität tut die ungewöhnliche Optik aber keinen Abbruch. Beim Lesen von Daten erzielt das NAS eine Geschwindigkeit von 50 MB/s, beim Schreiben immerhin noch 30 MB/s. Der Preis von rund 200 Euro ginge für das GoFlex Home ganz und gar in Ordnung, wäre da nicht die nervige Beschränkung auf maximal fünf Benutzer. Weitere Nutzer erfordern die Buchung eines Premium-Abos.

Test: Seagate GoFlex Home 3 TB

Fazit:

Auf den ersten Blick ähneln sich NAS wie ein Ei dem anderen. Festplatte drin, Netzwerkkabel dran - fertig. Erst auf den zweiten Blick zeigen sich fundamentale Unterschiede. Das beginnt bei der Zahl der Festplatteneinschübe und erstreckt sich über die Datentransferrate bis hin zum Umfang der Zusatzfunktionen. Negativ fällt auf, dass WD und Seagate versuchen, auch nach dem Verkauf des NAS noch damit Geld zu verdienen, indem sie dem Kunden Zusatzverträge aufbürden für Funktionen, die andere Anbieter ab Werk mitliefern.

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Bleibt die Frage: Welches NAS für wen? Das beste Gesamtpaket liefert Synology, wenngleich dieses NAS etwas teurer ist. Die NAS-Systeme von Western Digital hingegen warten mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis auf. Legen Sie besonderen Wert auf Geschwindigkeit, dann ist das LG das interessanteste Gerät für Sie. Im Vergleich mit den genannten Geräten fällt das Seagate-NAS etwas ab.

 
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