Heiter bis wolkig

Die eigene Wetterstation am PC

Zuverlässige Informationen liefert eine elektronische Wetterstation samt PC. Wir zeigen Ihnen, was Sie dafür benötigen.

Die eigene Wetterstation am PC

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Die eigene Wetterstation am PC

Zu warm, zu kalt, zu trocken, zu nass - das aktuelle, das vergangene oder das für die nächsten Tage vorausgesagte Wetter bietet so gut wie immer reichlich Gesprächsstoff. Wer mehr will als die Wettervorhersagen der Radio- und Fernsehsender, informiert sich im Internet oder betreibt eine eigene Wetterstation. Die gibt es bereits für unter 20 Euro, wobei diese nur wenig Möglichkeiten bieten.

Wesentlich mehr Funktionen bieten Wetterstationen ab rund 50 Euro aufwärts. Diese erfassen dann neben Temperatur und Luftfeuchte innen und außen auch den Luftdruck sowie dessen Tendenz, die Menge des Regens über einen bestimmten Zeitraum, Windstärke und Windrichtung. So besitzen diese meist auch eine Funkuhr und mehr oder weniger weitere Funktionen.

Hat die Wetterstation eine Schnittstelle zum PC, lassen sich die gemessenen Wetterdaten umfangreich weiterverarbeiten. Für diese Eigenschaft muss man noch nicht einmal so tief in die Tasche greifen. Denn für knapp 100 Euro gibt es da schon gute Geräte zu kaufen. So bietet der Elektronikversand reichelt elektronik für rund 99 Euro die Wetterstation Ventus W831 an, die eine USB-Schnittstelle hat.

Beim Kauf liegt der Station gleich eine entsprechende Software bei, die die Wetterdaten ausliest, am Bildschirm grafisch darstellt und auswertet. Die Werte lassen sich speichern und für statistische Zwecke weiterverwenden. Was man mit der Ventus W831 alles machen kann, haben wir uns einmal näher angeschaut.

Umfangreiches Zubehör

Die Ventus W831 hat folgende Funktionen:

  • Windmesser
  • Regenmesser
  • Außenthermo- und -hygrometer
  • Innenthermo- und -hygrometer
  • Barometer mit Verlaufsanzeige
  • Wettervorhersage mit Symbolen

Da sich die W831 mit dem PC verbinden lässt, gehört, wie bereits erwähnt, auch eine entsprechende Software zum Lieferumfang. Die Wettervorhersage funktioniert anhand der Auswertung der Luftdruckwerte (barometrische Wettervorhersage).

Ein externer Sensor erfasst die Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit, ein weiterer die Regenmenge und ein dritter misst die Windrichtung, und -geschwindigkeit. In diesem Sensor befindet sich zusätzlich ein Temperaturfühler, dessen Messwert für den "Wind Chill" benötigt wird. Daraus leitet sich dann die gefühlte Außentemperatur ab.

Die Datenübermittlung erfolgt drahtlos per Funk. Daher benötigen die Sensoren eine Stromversorgung, jeweils zwei Batterien vom Typ AA. Bei der Montage der Sensoren ist daher daran zu denken, dass die Batterien ab und zu getauscht werden müssen und die Sensoren daher auch nicht allzu umständlich erreichbar sein sollten.

Die Basisstation

Das Herzstück der Wetterstation ist die Anzeigeeinheit (Basisstation). Das Plastikgehäuse ist in Schwarz gehalten und das Display hat die Maße 12,5 x 7,5 cm. Die Stromversorgung erfolgt mit vier 1,5 Volt Batterien vom Typ AA. Zum Lieferumfang gehört zudem ein Steckernetzteil für die Basisstation. Soll beispielsweise die Displaybeleuchtung immer an sein, geht das nur mit dem Netzteil. Anderenfalls schaltet die Beleuchtung nach kurzer Zeit ab, um die Batterien nicht unnötig zu belasten.

Die Beleuchtung erfolgt mit einem blauen Licht, was wir übrigens absolut unpassend finden. Dieses blaue Licht mag ja für den einen oder anderen nicht schlecht aussehen, doch der eigentliche Zweck, nämlich den Displayinhalt bei Beleuchtung besser erkennen zu können, wird damit keinesfalls erreicht. Welche Daten auf dem Display erscheinen, sehen Sie anhand des Bildes auf der nächsten Seite unten.

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© Hersteller/Archiv

Die zur Ventus W831gehörende Software liest die Messdaten der Wetterstation aus und zeigt diese zum besseren Vergleich auch grafisch an.

Die passende Software

Die zum Gerät beiliegende Software ist schnell installiert. Die Bedienoberfläche ist intuitiv, sodass die Einarbeitungszeit sehr gering sein dürfte. Sobald die Wetterstation mit dem beiliegenden USB-Kabel mit dem PC verbunden ist und das Programm aktiv ist, werden die Daten aus dem Speicher der Wetterstation ausgelesen und im Programm angezeigt.

Je mehr Daten vorhanden sind, desto interessanter erscheinen die Anzeige und die Auswertungen der Daten. Ab etwa 24 Stunden ununterbrochener Betriebszeit und Sammeln von Wetterdaten macht das dann nicht nur richtig Spaß, sondern es sind dann auch erste zuverlässige Wetterprognosen zu bekommen.

Wetterdaten ins Internet stellen

Die mitgelieferte Software ist leider nicht ohne Weiteres dazu in der Lage, eine eigene Wetterseite im Internet mit Daten zu versorgen. Dazu empfehlen wir eine zusätzliche Software wie die Bedien- und Auswertungssoftware PC-Wetterstation . Sie ist für mehrere unterschiedliche Wetterstationen programmiert und kann auch die Daten der Ventus 831 auslesen und verarbeiten.

Nutzt man die Demo der Softwarte PC-Wetterstation, muss das Programm manuell alle 180 Minuten neu gestartet werden. Das genügt aber, um sich mit dem Programm vertraut zu machen und alle Funktionen auf Herz und Nieren auszuprobieren. Die uneingeschränkte Vollversion erfordert natürlich keinen regelmäßigen Neustart alle drei Stunden. Sie läuft dann problemlos rund um die Uhr und kann die Messdaten somit regelmäßig ins WEB senden. Das Programm kostet für die private Nutzung 30 Euro.

Haben Sie eine eigene Internetseite und wollen dort Ihre Wetterdaten integrieren, bietet die zuvor erwähnte Seite die Möglichkeit, die dort erfassten Daten per Link auf Ihre Seite einzubinden. Eine andere Möglichkeit ist, die eigene Wetterseite selbst zu programmieren. Hierfür benötigen Sie allerdings die entsprechenden Kenntnisse. Informationen zur Programmierung der eigenen Wetterseite gibt es bei live.meteoware.de.

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