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SSD – Die Formel 1 der Festplatten Die besten Tipps zu SSD Festplatten

Die SSD 830 von Samsung und Windows 7 passen sehr gut zusammen. Warum das so ist und weitere Tipps zu den Rennboliden der Speichergilde finden Sie hier.

Die besten Tipps  zu SSD Festplatten
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Die besten Tipps zu SSD Festplatten

Windows 7 und eine SSD bilden ein perfektes Paar

Das aktuelle Betriebssystem von Microsoft ist eindeutig der beste Partner für SSDs. Neben der Unterstützung der TRIM-Funktion, die bei allen Lösch-, Komprimierungs- und Formatierungsvorgängen zum Einsatz kommt, führt Win 7 im Vergleich zu Vista und XP laut Microsoft deutlich weniger Schreibvorgänge im Hintergrund durch, was der Lebensdauer von SSDs entgegenkommt.

Außerdem passt 7 viele Dienste für Einsatz von SSDs an: Erkennt das Betriebssystem eine SSD, schaltet es etwa die automatische Defragmentierung ab und deaktiviert die für SSD nutzlosen aber lebensverkürzenden Funktionen Superfetch und ReadyBoost.

Allerdings: SSDs im RAID-Betrieb werden von Windows 7 nicht erkannt. Windows 7 kann aktuell die SSDs nicht identifizieren und behandelt diese somit wie eine HDD.

Immer auf die neueste Firmware für die SSD achten

Bevor Sie die SSD in Betrieb nehmen, überprüfen Sie, ob für das Modell eine neue Firmware-Version vorliegt. Dadurch wird nicht nur die Leistung gesteigert, auch kommen manchmal neue Funktionen dazu. Unpraktisch ist nur, dass die Platte beim Updaten meist komplett formatiert werden muss, also alle Daten verloren gehen. Daher also erst Daten auf einem anderen Speichermedium sichern, dann neue Firmware aufspielen.

Achtung: Nicht jedes Motherboard unterstützt Firmware-Updates im AHCI-Modus. Falls es also Probleme geben sollte, aktivieren Sie im BIOS Ihres PCs oder Notebooks den IDE-Modus des Festplattencontrollers.

Energieoptionen an die SSDEigenschaften anpassen

Da SSDs im Ruhezustand nur Strom im mWBereich verbrauchen, müssen Sie nicht in den Ruhezustand wechseln. Sie können die Energieoptionen Ihres Systems ändern. Diese finden Sie in der Systemsteuerung unter "System und Sicherheit" und "Energieoptionen". Klicken Sie hier auf "Energiesparplaneinstellungen ändern" und dann auf "Erweiterte Energieeinstellungen ändern". Klicken Sie auf das "+" vor "Festplatte" und dann bei "Einstellung" auf den Wert "Nie".

Samsung SSD 830 512

Samsung SSD 830 512 GB, Internet: www.samsung.de, Preis: 650,- €, + schneller Datentransfer, + als Upgrade-Kit erhältlich, – recht hoher Preis, Gesamtwertung: sehr gut 82 %, Preis/Leistung: gut © Hersteller/Archiv
Samsung SSD 830 512 GB, Internet: www.samsung.de, Preis: 650,- €, + schneller Datentransfer, + als Upgrade-Kit erhältlich, – recht hoher Preis, Gesamtwertung: sehr gut 82 %, Preis/Leistung: gut

Diese SSD von Samsung ist mit 7 mm extrem flach, aber mit 512 GByte sehr groß. Der Speicherriese überzeugt durch schnelles Datenlesen, im Schnitt mit 334 MByte/s. Wer häufig mit großen Dateien arbeitet, 4 MByte und mehr, kann mit Transferraten von über 450 MByte/s rechnen. Die Zugriffszeit liegt im Mittel bei 13 Millisekunden. Das 830er-Modell mit 512 GByte ist zwar recht teuer, aber sehr gut als Systemfestplatte für Profi-Multimediasysteme geeignet. Die Platte gibt es auch im Upgrade-Kit für PC und Notebooks.

Interview mit Sun Spornraft (Samsung Product Marketing Manager)

Frau Sun Spornraft Product Manager / IT-Storage Samsung Electronics GmbH
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Frau Sun Spornraft Product Manager / IT-Storage Samsung Electronics GmbH

PCgo: Wie sicher sind die Daten auf der SSD bei plötzlichem Stromausfall?

Frau Spornraft: Im Vergleich zu einer konventionellen Festplatte ist die Sicherheit bei einer SSD um ein Vielfaches höher. Denn ein kritischer Zustand ergibt sich nur, wenn zum Zeitpunkt des Stromausfalls Daten geschrieben werden. Eine Samsung SSD erledigt das nahezu verzögerungsfrei dank der speziell entwickelten Firmwarealgorithmen und deutlich schneller als eine Festplatte.

PCgo: Wie ist es um die Lebensdauer (Schreib-/Lesezyklen) einer SSD bestellt?

Frau Spornraft: Die Lebensdauer einer SSD ist unterschiedlich, denn es hängt von der Intensität der Nutzung ab. Die aktuelle Serie 830 ist mit 1,5 Millionen Stunden MTBF (meantime before failure) spezifiziert. Das bedeutet in der Praxis, dass ein Anwender der 20 GByte Daten pro Tag auf eine SSD schreibt bzw. liest, bei unserem Model mit 128 GByte erst nach 16 Jahren mit einem Ausfall rechnen muss. Die 256 GByte Version hält sogar 32 Jahre durch.

PCgo: Warum benötigt eine SSD mehr Strom als eine Eco-HDD, obwohl in der SSD keine mechanischen Prozesse ablaufen?

Frau Spornraft: Die enorm hohen Schreibund Leseraten einer SSD können nur mit leistungsfähiger Elektronik und einem hohen Grad der Parallelisierung erreicht werden. Dadurch sind häufig viele Komponenten aktiv, was den Stromverbrauch erhöht. Es ist wie mit einem Sportwagen, der meist mehr Benzin verbraucht als ein Kleinwagen.

 
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