Internet killed the Radiostar

Der Siegeszug der Webradios

Webradio liegt im Trend, keine Frage. Dennoch ärgern sich noch viele mit den wackeligen Antennen und rauschenden Signalen ihrer Analoggeräte herum. Das muss nicht sein, denn hier zeigen wir Ihnen, wie man in den Genuss des neuen Mediums kommt und welches Webradio für Sie das richtige ist.

  1. Der Siegeszug der Webradios
  2. Webradio-Apps
  3. 3 Webradios im Kurztest
Der Siegeszug der Webradios

© Archiv

Der Siegeszug der Webradios

Als am 29. Oktober 1923 die erste deutsche Radioübertragung über den sprichwörtlichen Äther floss, konnte sich kaum jemand ausmalen, welch große kulturelle Bedeutung diese technische Entwicklung haben würde und selbst 88 Jahre später hat das gute alte Radio noch lange nicht ausgedient.

Einer Infratest-Studie vom Februar 2011 zufolge stieg die Zahl der deutschen Radiohörer in den letzten Jahren deutlich und kontinuierlich an. Dafür sorgen allen voran jüngere Altersgruppen durch den Empfang von Webradios: "45 Prozent der [14-bis 29-Jährigen] rufen über das Internet Radioprogramme ab", besagt die Studie (Quelle: www.tns-infratest.com/presse/presseinformation.asp?prID=788 ).

Beim derzeitigen Überfluss an Empfangsmöglichkeiten für Webradios fällt es vielen leider schwer, die richtige Lösung für die eigenen Bedürfnisse zu finden. Daher stellen wir für Sie verschiedenste Hard- und Software-Lösungen vor und vergleichen Funktionen, Aufwand und natürlich Preis, damit Sie die beste Auswahl für sich treffen können.

Ein neuer Dudelkasten gefällig?

Last.fm-Musikprofil, webradio

© Hersteller/Archiv

Die Zukunft der Radio-Software: Ihr Last.fm-Musikprofil gibt neue Musikvorschläge

Der PC ist immer noch das führende Empfangsgerät für Webradios. Nirgends sonst hat der Benutzer in Sachen Hardware größere Freiheit. Als stationäres Empfangsgerät ist dieser aber wenig flexibel und nötigt dem Nutzer einige Geduld bei der Suche von Streaming-Angeboten ab (mehr dazu später unter "...und so kommt da Musik rein").

Im Gegensatz dazu sind Webradio-Endgeräte die zweifellos unkompliziertere Variante. Diese sind direkt auf den Empfang per Heimnetzwerk ausgelegt. Einfach per WLAN verbinden oder das Ethernet-Kabel anstecken und schon kann man anfangen zu hören. Abspiel-Software ist integriert, sodass sich der Benutzer nicht mit Installation oder Upgrades aufhalten muss.

Senderlisten werden automatisch generiert und nach Herkunftsland oder Genre sortiert. Durchschnittliche Endgeräte bekommt man ab 60 Euro. Wer ein ansprechendes Display mit besserem Bedienkomfort, ein CD-Deck oder sattere Boxen integriert haben möchte, muss bis zu 300 Euro investieren.

Eine mobilere Lösung bildet Webradio-Empfang über das Smartphone. Setzen Sie dieses in ein so genanntes Sounddock, kann die Musik nicht nur über darin eingebaute Lautsprecher abgespielt werden, das Dock lädt auch ihren Akku auf. Für iPhone und iPad ist diese Streaming-Hardware bereits im Überfluss vorhanden. Für Android hat bisher nur Philips entsprechende Modelle angekündigt (Philips Fidelio AS851 und AS111).

Der Kostenpunkt für diese Geräteart kann sich vom winzigen Dock in Radiowecker-Größe für etwa 10 Euro bis hin zum Edelformat für bis zu 350 Euro belaufen. Eine WLAN-Anbindung oder Internet-Flatrate für das Handy ist beim Streaming allerdings Pflicht. Die übertragene Datenmenge treibt sonst Ihre Telefonrechnung schnell in unbequeme Höhen.

Wer andererseits weiterhin das alte Radio oder die Stereoanlage betreiben und auf Webradio dennoch nicht verzichten will, findet ebenfalls seine Lösung: Mit einem Bluetooth-Empfänger kann das Webradio etwa vom PC oder dem Smartphone auf das bereits vorhandene Endgerät übertragen werden. Der Anschluss durch Klinkenstecker ermöglicht flexiblen Wechsel auf andere Endgeräte.

Die Klangqualität ist gemäß Bluetooth durchaus gut und schlägt mit günstigen 8 bis 60 Euro zu Buche. Empfang und Reichweite (10 bis 20 Meter) ist in allen Preisklassen vergleichbar, sodass Extras wie Senderfunktion, Schlummerschalter oder Ähnliches den höheren Preis nicht rechtfertigen. Greifen Sie zum Zweck der Webradioübertragung also ruhig nach günstiger Ware.

Kein Abstellgleis für alte Apparate

Auch ein FM-Transmitter kann als Vermittler zwischen Smartphone und Analog-Radio dienen. Autofahrer, die ohne AUX-Schnittstelle auskommen müssen, werden diesen hübschen Trick schon kennen: Mit Klinke wird der Transmitter am Handy angeschlossen und sendet den Stream als UKW-Signal aus, empfangbar von jedem Radioempfänger. Das wirkt auf den ersten Blick illegal. Damit ist ja eine öffentliche Radiofrequenz durch einen Piratensender blockiert.

Aufklärung schafft auf Anfrage die Bundesnetzagentur: Aus §55 des Telekommunikationsgesetzes geht hervor, dass innerhalb der Frequenzen 87,5 bis 108 Mhz und angesichts der generellen Reichweite der Gebrauch von FM-Transmittern rechtlich unbedenklich ist. Mit 3 bis 70 Euro ist dies zwar die günstigste Variante; allerdings kann bei billigeren Modellen die Klangqualität stark zu wünschen übrig lassen.

Unterschied: Mit dem Bluetooth-Empfänger können Sie mehrere Geräte im fliegenden Wechsel über Ihr Smartphone laufen lassen, während mit einem FM-Transmitter das Webradio-Signal von mehreren Empfängern gleichzeitig im selben Haus aufgenommen werden kann.

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