Bessere Druckergebnisse dank Profilierung und Kalibrierung

Der richtige Monitor

Der richtige Monitor

Panel-Technologien Die Abkürzung TN steht für Twisted Nematics, die Flüssigkristalle zeigen hier ohne angelegte Spannung ein weißes Pixel. MVA-oder PVA-Panels bringen bessere Kontrastwerte und ein tieferes Schwarz, da hier die Kristalle ohne Spannung kein Licht passieren lassen. Sie sind auch weniger blickwinkelabhängig, als TN-Panels. Den größten Blickwinkel ohne Einschränkungen bei der Farbwiedergabe bieten IPS-Panel, dafür ist der Kontrast etwas niedriger als der von Geräten mit MVA/PVA-Technologie.

Backlight Einen großen Einfluss hat die Hintergrundbeleuchtung. In den meisten TFTs werden Leuchtröhren (CCFL) eingesetzt. Mittlerweile können auch diese Displays einen Farbraum darstellen, der über sRGB herausgeht. Die Hersteller von Profimonitoren für die Bildbearbeitung setzen jedoch immer mehr RGB-LED-Backlight ein, die einen noch größeren Farbraum zulassen und sich besser kalibrieren lassen.

Günstige Kombipacks für die Profilierung von Monitor und Drucker

Farbmanagement bei Monitoren und Druckern

© Archiv

Mit dem Spectrocolorimeter Model 1005 von Datacolor werden die Farbfelder der Testcharts eingelesen. Eine Schiene hilft, das Gerät zu führen.

Wir haben uns zwei günstige Profilierungsgeräte, die für Monitor und Drucker geeignet sind, angesehen. Das Spyder 3 Studio von Datacolor kostest rund 440 Euro im Versandhandel und besteht aus den auch einzeln erhältlichen Artikeln Spyder 3 Elite und Spyder 3 Print. Die Geräte werden in einem schicken Silberköfferchen geliefert.

Der ColorMunki von Xrite, die Firma war früher besser bekannt unter dem Namen Gretag Macbeth, kostet rund 470 Euro und ist vergleichsweise bescheiden verpackt. Oberflächlich gesehen könnte man annehmen, dass man bei Datacolor deutlich mehr für sein Geld bekommt.

Der feine Unterschied liegt in der Technologie. Grundsätzlich gilt, dass ein Profil, also die Übersetzungsleistung von einem in den anderen Farbraum, umso besser ist, je mehr Farbfelder eingescannt werden. Mit Tintenstrahltechnologie ausgedruckte Farbfelder sind aber in sich nicht homogen, sie bestehen aus kleinen Punkten. Es kommt also auch darauf an, wie genau die Farbmuster erfasst werden. Der ColorMunki ist ein Spektralfotometer und erhebt Messpunkte beim Farbfeld alle 20 Nanometer und zwar über das gesamte Spektrum.

Das Datacolor Spectrocolorimeter 1005 ist ein so genanntes Dreibereichsmessgerät das mit Rot-, Grün- und Blaufiltern arbeitet und etwa alle 400 bis 700 Nanometer einen Messpunkt setzt. Von Interesse ist natürlich, welche Ergebnisse erzielt werden. Beide Systeme verbessern im Vergleich zu einem nicht profilierten System, nach unserer Meinung, die Fotoausdrucke erheblich. Man könnte sagen, sie holen aus dem Drucker noch ordentlich was raus.

Farbmanagement bei Monitoren und Druckern

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Das Spektralfotometer von Xrite vereint drei Geräte in einem. Es misst das Umgebungslicht, die Farben des Monitors und die ausgedruckten Testcharts.

Für Profis und ambitionierte Amateure, die viele Profile erstellen wollen oder müssen, ist der Praxis-Aspekt womöglich wichtiger als die Technologie. Hier verfolgt Xrite mit dem ColorMunki einen cleveren Ansatz. Anstatt die Qualität des Profils über die Menge der eingescannten Farbfelder zu erhöhen, verhilft ein zweistufiger variabler Ansatz zum Ziel. Ein erstes Target mit 50 Feldern wird ausgedruckt und mit dem Spektralfotometer eingescannt; das geht übrigens erstaunlich flott.

Das Ergebnis wird von der Software auf Linearität des Farbraums hin analysiert. Daraufhin wird ein zweites Testchart errechnet und mit solchen Farben ausgedruckt, die besonders kritisch aus der Analyse hervorgegangen sind. Insgesamt muss man also "nur" 100 Farbfelder einscannen, um ein Profil zu erstellen. Selbst wenn man die Trockenzeit der Testcharts von 20 Minuten einberechnet, kann ein Profil in unter 40 Minuten erstellt sein. Das ist erheblich kürzer als man für die "klassische" Methode benötigt, die das System von Datacolor erfordert.

ColorMunki Photo in der Praxis Der Profilierungsprozess wird Schritt für Schritt erklärt und mit Videos veranschaulicht. Wenn möglich, sollte man im Druckertreiber die verwendeten Einstellungen als eigenes Ausdruckprofil speichern oder diese notieren. Dies garantiert, dass beide Targets mit den selben Einstellungen ausgedruckt werden. Das erstellte Profil kann als Standardprofil abgelegt werden. Wer verschiedene Profile erstellen möchte, was wohl die meisten tun werden, die den ColorMunki erworben haben, sollte die ICC-Profile über die Systemeinstellungen oder über ColorMunki Tray verwalten.

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