Chaos im Kontakt

Der IMAP-Ansatz

Von Outlook nach Google

Der IMAP-Ansatz entspricht in etwa dem von Thunderbird. Der Austausch von Adressen und Terminen erfolgt über die Austauschformate vCard und iCal. Wer die Kontakte-Seite öffnet, findet oben rechts die Optionen Importieren/Exportieren.

Ebenfalls im Angebot ist Format CSV, für den Import aus Outlook. Das funktionierte im Test fehlerfrei, sofern der Anwender in Outlook für den Export Windows- und nicht DOS-CSV gewählt hat. Hier muss der er also keinen Umweg gehen.

Den Import/Export von Terminen hat Google in den Settings versteckt, und im Gegensatz zu Thunderbird/Lightning beherrscht Google das CSV-Format von Outlook fehlerfrei. Nur wöchentliche Termine führt es nicht automatisch weiter, das muss der Anwender über Edit event details von Hand einschalten.

Von Google nach Outlook

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© PC Magazin

Beim Import von CSV-Dateien in Outlook muss der Anwender umständliche Feldzuordnungen treffen.

Schwieriger wird es, Google-Daten in Outlook hineinzubekommen. Wenn der Outlook-Anwender beim Google-Export das CSV-Format wählt, so muss er beim Import in Outlook eine umständliche Zuordnung treffen (First Name = Vorname usw.). Denn Google gliedert die Daten nach englischen Begriffen, die wiederum das deutsch Outlook nicht mag. Auch vCard ist keine gute Wahl, denn Outlook nimmt nur den ersten Kontakt.

Wieder ist ein Umweg erforderlich und wieder erweist sich Essential PIM als gute Zwischenstation. Man exportiere also bei Google ins vCard-Format und speichere die Datei neu mit Nottab als ANSI-Text, wie oben im Thuderbird-Abschnitt beschrieben. Statt Unicode eben ANSI. Nun lässt sich die VCF-Datei problemlos importieren.

Für den Export Richtung Outlook hat Essential PIM ein spezielles Modul: Datei/Export/Outlook. Der Anwender wählt Kontakte und muss dann den Speicherort seiner Outlook-Datendatei kennen (s.o.) Dann sollte die Übertragung flüssig klappen. Ohne Umwege lassen sich Termine nach Outlook schieben. Das Programm schluckt die Google-iCal-Datei ohne Würgen.

Mobiles

Die Synchronisation mit Outlook erfolgt über die Software des Handy-Herstellers meist ohne Probleme. Sehr schön ist die Nokia-PC-Suite, in der der Anwender direkt Kontakte oder Termine auf dem Gerät bearbeitet. Außerdem gib es ein Backup der Handy-Daten. Etwas mau ist das Windows Mobile Device Center, das beispielsweise nur mit einem Outlook-Adressbuch synchronisiert.

Schwieriger gestaltet sich die Synchronisation mit Thunderbird, siehe auch www.thunderbird-mail.de/wiki/FAQ:Synchronisation_mit_einem_Handy. Für Nokia gibt nur ein veraltetes Add-on (bis Thunderbird 2), das auch mit Terminen nicht umgehen kann.

Als Alternative besteht nur der Umweg über Outlook oder das kostenpflichtige Tool Mobile Master (www.mobile-master.de/), das dann sehr komfortabel auf alle Nokia-Daten zugreift. Die Synchronisation erfolgt mir Outlook, Thunderbird, Windows Mail oder sogar dem Google-Kalender, leider ohne Adressbuch. Für die Verwaltung von Kontakten kostet es 19,90 Euro, plus Termine 29,90 Euro.

Für Windwos Mobile gibt es ebenfalls eine kommerzielle Thunderbird-Brücke, www.birdiesync.com/ für 19,95 Euro. Google bindet Handys über die Exchange-Schnittstelle an, die für die meisten Geräte existiert. Bei Win Mobile gehört sie zum Bordwerkzeug (über Active Sync und Serverquelle hinzufügen), für Nokia lässt sie sich nachinstallieren (www.nokia.de/service-und-software/software/mail-for-exchange).

Der Server lautet m.google.com , die Verbindung benötigt SSL, eine Domäne ist nicht erforderlich. Falls das Gerät eine verlangt, wählt der Anwender google. Im Test zeigte sich der Vorgang als hakelig und die Synchronisation war eher Glücksache.

Ein brandneuer Dienst zum mobilen Synchronisieren kommt von Vodafone 360 Beta, den wir allerdings für den Artikel noch nicht testen konnten. Ebenfalls ganz neu ist ein Outlook-2010-Connector für Facebook.

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