Vorsicht, Sperrgut!

Datentransfer

So bequem das Versenden kleinerer Dateien via E-Mail auch sein mag, so schnell sprengen größere Dateibrocken die zulässigen Attachement-Größe oder sorgen beim Empfänger für überquellende Postfächer. Wir zeigen die Alternativen.

  1. Datentransfer
  2. GMX-E-Mail-Adresse
Vorsicht, Sperrgut!

© Archiv

So bequem das Versenden kleinerer Dateien via E-Mail auch sein mag, so schnell sprengen größere Dateibrocken die zulässigen Attachement-Größe oder sorgen beim Empfänger für überquellende Postfächer. Wir zeigen die Alternativen.

Die Preise für DSL-Flatrates befinden sich seit Monaten im freien Fall. Zugleich steigt die gebotene Bandbreite. Da sollte es eigentlich kein Problem sein, auch mal das eine oder andere selbst gedrehte Heimvideo oder die musikalischen Höhepunkte der letzten Proberaumsession dem eigenen Freundeskreis über das Internet bereitzustellen.

In Anbetracht von Dateigrößen von mehreren hundert MByte scheidet ein Transport via EMail allerdings von vornherein aus. Stattdessen empfiehlt sich der Griff zu einer der inzwischen zahlreichen Alternativen.

Bildergalerie

Vorsicht, Sperrgut!
Galerie
Vorischt, Sperrgut!

Große Dateien sicher und bequem über das Internet transportieren.

Einfach und effizient: 1-Click-Hoster

Vorsicht, Sperrgut!

© Archiv

So einfach kann es gehen: E-Mail-Adresse des Empfängers eingeben, Datei hochladen - fertig.

Für das gelegentliche Versenden größerer Dateien über das Internet sind 1-Click-Hoster eine attraktive Alternative. Die Betreiber überbieten sich mit kostenlosen Angeboten, die mit immer mehr Online-Speicherplatz und diversen Zusatzangeboten aufwarten.

In den meisten Fällen genügt es, im Webbrowser die Seite des jeweiligen Anbieters aufzurufen und in der Eingabemaske den Pfad zur lokal gespeicherten Quelldatei sowie die E-Mail-Adresse des Empfängers einzugeben. Der Empfänger erhält daraufhin eine E-Mail mit einem Download-Link, über den sich die Datei bequem per Webbrowser herunterladen lässt.

Vorsicht, Sperrgut!

© Archiv

Das GMX MediaCenter wartet mit 1 GByte kostenlosem Online-Speicherplatz, WebDAV-Zugang sowie einer ausgefeilten Dateiverwaltung auf.

Die Dienste unterscheiden sich in erster Linie in der Größe des verfügbaren Speicherplatzes, der maximalen Dateigröße pro Upload sowie der Vorhaltezeit auf den Servern der Anbieter. Viele 1-Click-Hoster bieten neben den Gratisangeboten zusätzlich kostenpflichtige Premium-Dienste an, die zumeist mit der Aufhebung bestehender Volumenbeschränkungen sowie höheren Download-Raten werben. Einen Überblick über 1-Click-Hoster und deren kostenlose Angebote liefert die Tabelle. Um Missverständnissen vorzubeugen:

Sofern in der Tabelle unbegrenzt aufgeführt ist, bedeutet dies lediglich,dass der Anbieter zum jeweiligen Punkt keine expliziten Einschränkungen vorgibt. Zudem sollten Sie darauf achten, vertrauliche Daten vor dem Hochladen stets z.B. mit gängigen Packprogrammen zu verschlüsseln.

Online-Speicherdienste

Sofern Sie regelmäßig größere Dateien über das Internet bereitstellen, lohnt sich die Anmeldung bei einem klassischen Online-Speicherdienst, wie ihn GMX und die AOL-Tochter xDrive anbieten. Die Online-Speicherdienste zeichnen sich gegenüber 1-Click-Hostern vor allem durch eine zeitlich unbegrenzte Lagerung hochgeladener Dateien sowie durch ausgefeilte Funktionen für die Online-Dateiverwaltung aus.

Gleichzeitig bieten beide Dienste die Möglichkeit, den Online-Speicherplatz wie eine interne Festplatte mit eigenem Laufwerksbuchstaben in den Windows Explorer einzubinden. Beim GMX Media Center winken bereits in der kostenlosen Variante 1 GByte Web-Speicher. Über das Web-Frontend lassen sich Ordner wahlweise für 10 oder 30 Tage freischalten und optional mit einem Passwort schützen.

Vorsicht, Sperrgut!

© Archiv

Der Xdrive Desktop bindet den Online-Speicherplatz als lokales Laufwerk ein und fertigt auf Wunsch Online-Backups an.

Praktisch: GMX-Nutzer können Ordner untereinander permanent freigeben und diese dann als Externe Ordner dauerhaft in die eigene Web-Oberfläche des MediaCenters einbinden. Zum Einbinden der Online-Festplatte in den Windows Explorer stellt GMX einen kostenlosen WebDAV-Client (GMX Upload-Manager) zur Verfügung. Gegen einen Obulus von monatlich 2,99 Euro (ProMail) respektive 4,99 Euro (TopMail) lässt sich der Web-Speicherplatz auf 5 beziehungsweise 10 GByte aufstocken.

Mit noch ausgefeilteren Funktionen und reichlich Online-Speicherplatzwartet der Online-Speicherdienst xDrive auf: Satte 5 GByte stehen Anwendern in der kostenlosen Variante zur Verfügung. Gegen ein monatliches Entgelt von 9,95 US-Dollar lässt sich der Web-Speicherplatz auf 50 GByte aufstocken - ohne Traffic-Beschränkung.

Die kostenlos bereitgestellte Desktop-Software Xdrive Desktop Software hängt den Web-Speicherplatz nicht nur als lokales Laufwerk in den Windows Explorer ein, sondern erstellt auf Wunsch automatisch in festgelegten Zeitintervallen Online-Backups von ausgewählten lokalen Ordnern. Die Systemordner Meine Bilder sowie Meine Musik lassen sich fortlaufend überwachen und mit dem Web-Speicherplatz synchronisieren. Freigaben richten Sie - wie beim GMX MediaCenter - über das Web-Frontend ein.

Im Gegensatz zum MediaCenter können Sie im Freigabedialog des xDrive-Web-Frontends die Zugriffsrechte en detail festlegen und Empfängern neben Lese- auch Schreibzugriff gewähren. Empfänger erhalten anschließend eine automatisch generierte E-Mail nebst passendem Link für den Zugriff per Webbrowser.

Vielversprechender Newcomer: Retroshare Instant Messenger

Vom Funktionsumfang her betrachtet, kommt Retroshare am ehesten einer Kreuzung aus Instant Messenger und AllPeers gleich: Es verbindet die Möglichkeiten eines serverlosen Instant Messengers mit der Option, private P2P-Netzwerke aufzuspannen, über die sich Dateien beliebiger Art und Größe tauschen lassen.

Das Programm ist sowohl in einer Windows wie auch in einer Linux-Version erhältlich. Im Gegensatz zu AllPeers verspricht Retroshare mehr Privatsphäre: Eine zentrale Registrierung entfällt. Beim ersten Programmstart erzeugt Retroshare zur Identifikation ein Zertifikat in Form eines 2048 Bit langen RSA-Schlüssels.

Diesen gilt es vor der ersten Kontaktaufnahme unter den künftigen Kontakten zu verteilen, beispielsweise via USB-Stick oder über verschlüsselte E-Mails. Retroshare baut Verbindungen auch über NAT-Grenzen hinweg auf, sofern mindestens ein Client über eine öffentliche IP-Adresse über den Port 7812 direkt erreichbar ist.

Dieser fungiert fortan als Proxy für das private P2P-Netz. Ändert sich die IP-Adresse des Proxys, muss auf allen Clients die neue IP-Adresse des Proxys jeweils in den Programmeinstellungen unter Freunde eingetragen werden. Neben Instant Messenger und privatem P2P-Netzwerk wartet Retroshare mit Gruppen-Chat- sowie E-Mail-Funktionen auf. Auch das Fortsetzen unterbrochener Downloads ist möglich.

In der aktuellen Version 0.3.11b arbeitet Retroshare allerdings noch etwas instabil. Zwar gelingt die Kontaktaufnahme inzwischen recht zuverlässig, dennoch trüben gelegentliche Programmabstürze und diverse Bugs das Bild. Bleibt zu hoffen, dass die künftig erscheinenden Versionen stabiler laufen.

WebDAV-Zugriff mit Bordmitteln

Manche Web-Speicherdienste wie das GMX MediaCenter unterstützen das Web-DAV-Protokoll (Web-based Distributed Authoring and Versioning). WebDAV ist eine Erweiterung des HTTP-Netzwerkprotokolls und ermöglicht es, Online-Speicherplatz ähnlich komfortabel wie eine lokale Festplatte zu nutzen.

Vorsicht, Sperrgut!

© Archiv

WebDAV-Freigaben lassen sich unter Windows gänzlich ohne zusätzliche Software in den Explorer einbinden.

Microsoft unterstützt das WebDAV-Protokoll bereits seit Windows 98 SE, sodass sich per WebDAV angebundener Online-Speicherplatz ohne die Installation zusätzlicher Programme als Netzwerkordner in den Windows Explorer einbinden lässt. Dazu starten Sie den Internet Explorer und klicken in der Menüleiste unter Datei auf Öffnen.

Gegebenenfalls drücken Sie die Alt-Taste, um die Menüleiste einzublenden. Im angezeigten Dialogfenster tragen Sie im Feld Öffnen für den Zugriff auf Ihr GMX MediaCenter die folgende Adresse ein: https://mediacenter.gmx.net und setzen ein Häkchen vor der Option Als Webordner öffnen.

Mehr zum Thema

Whatsapp auf PC
Mit oder ohne Download

Mit Whatsapp Web oder der Whatsapp Desktop-App nutzen Sie den Messenger bequem am PC. Wir erklären Download, Installation und Einrichtung.
Whatsapp Alternativen
Für Android, iPhone, iPad & Co.

Es gibt keine Whatsapp-Alternative? Quatsch! Diese 10 Messenger-Apps für Android, iOS und Windows Phone sind der perfekte Ersatz.
Kalender synchronisiert auf iPad
Zeit-Management

Kalender auf dem Smartphone, PC und im Web synchronisieren - mit unseren 9 Tipps schaffen Sie genau das. Verpassen Sie keinen Termin mehr!
Cloud-Speicher
Meta-Cloud

Diese Meta-Dienste und Cloud-Tools fassen kostenlosen Cloud-Speicher von Google, Dropbox und Co. zusammen - oft besser als das Original.
Dropbox, Google Drive & Co.: Steckdose mit Logos
Verschlüsselung, Explorer-Zugriff & Co.

Wir haben Tipps für Add-ons und Apps für Google Drive und Dropbox. Damit kommen Verschlüsselung, Zugriff im Windows-Explorer und mehr.