Das richtige Backup-Medium

Daten sicher archivieren

Man schaltet den PC ein und die Festplatte gibt nur noch klackende Geräusche von sich: Sämtliche Daten, darunter die Fotos aus dem USA-Urlaub - alles weg. Damit so etwas nicht passiert, sollte man sich rechtzeitig Gedanken über Datensicherung machen.

Datensicherung

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Richtige Sicherung bewahrt vor der Katastrophe.

Das alte Schwarzweiß-Foto ist ein wenig vergilbt, der junge Mann mit einem kreisrunden Strohhut und die Frau in dem leichten Sommerkleid sind aber noch gut zu erkennen. Das Bild zeigt die Großeltern des Autors und ist etwa 90 Jahre alt. Kommende Generationen werden in 90 Jahren dagegen Schwierigkeiten haben, heute aufgenommene Digitalfotos zu betrachten. Denn selbst im Vergleich zu Papier sind digitale Daten ein höchste flüchtiger Träger von Informationen. So können ein Hardwaredefekt, eine Überspannung im Stromnetz oder auch ein schlichter Bedienungsfehler dazu führen, dass sich Hunderte von Bildern oder anderen Daten auf der Festplatte des Rechners auf einen Schlag in Luft auflösen. Eine Datenrettung durch Spezialfirmen ist zwar oft möglich, aber auch sehr teuer. Daher ist es besser, vorzusorgen, bevor es zu spät ist.Wer beruflich mit dem PC arbeitet und sich lange Auszeiten nicht leisten kann, der sollte nicht nur seine Daten sichern, sondern sogar regelmäßig ein komplettes Backup erstellen. Denn nur so kann man nach einem Defekt der Festplatte oder einer massiven Beschädigung des Betriebssystems schnell wieder mit dem Rechner arbeiten, ohne erst aufwändig die komplette Software neu installieren zu müssen. Zudem müssen Firmen alle steuerlich relevanten Daten über einen Zeitraum von 10 Jahren archivieren und dabei maschinell auswertbar halten.

Backup und Archivierung

Je nachdem ob man einen Bürorechner jeden Tag sichern oder eine Sicherungskopie von Gigabytes an digitalen Fotos oder Videos anlegen will, ändern sich auch die Anforderungen an das Sicherungsmedium. Im zweiten Fall sind vor allem eine hohe Kapazität, geringe Kosten pro GByte und eine lange Haltbarkeit wichtig, im ersten Fall liegen die Prioritäten eher bei der Kompatibilität zu gängigen Backup-Programmen und der Möglichkeit, die Datensicherung zu automatisieren.

Der Klassiker: das Bandlaufwerk

Für professionelle Backups ist es immer noch das gängigste Gerät: der Streamer. Bandlaufwerke gibt es mit unterschiedlichen Technologien, Kapazitäten und in verschiedenen Preisklassen. Die Vorteile liegen in der Unterstützung durch gängige Backup-Programme, der Robustheit der Bänder und deren unkomplizierter Transport. Denn Backups von Firmendaten sollten auf jeden Fall getrennt von den gesicherten Rechnern aufbewahrt werden. Für Bänder spricht auch deren lange Haltbarkeit: Bei richtiger Lagerung sind 30 Jahre kein Problem.

Titelthema Datenverlust vermeiden: Das richtige Medium für die Datensicherung

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Bei Windows Home Server ist eine leistungsfähige Backup-Funktion gleich integriert. Mit der beiliegenden Boot-CD ist der Restore von PCs im Handumdrehen erledigt.

Die günstigsten Bandlaufwerke arbeiten mit DAT-Bändern, sie kosten etwa 300 Euro. Allerdings ist die hier gängige Kapazität von 72 GByte komprimiert für die meisten Heimanwender wohl kaum ausreichend. Dafür kosten die Bänder auch nur 10 Euro. Darüber rangieren Sonys AIT, DLT und LTO. Diese Streamertechnologien bieten zwar Kapazitäten bis in den Terabyte-Bereich pro Band, sind allerdings nicht für Desktop-Rechner, sondern für Server bestimmt. Vierstellige Preise für die Laufwerke und bevorzugt SCSI oder SAS als Schnittstelle sprechen hier eine deutliche Sprache. Allerdings werden auch im professionellen Bereich reine Bandlaufwerke immer mehr durch Disk-to-Disk-Lösungen mit Festplatten als Speichermedium verdrängt, teilweise aber noch in Kombination mit Bandsicherung als zweite Sicherungsstufe.

Ob das Sichern auf Silberscheibe etwas taugt, verrät Seite 2...

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