Ratgeber

Daten per WLAN

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Drahtlos im Netz

Maximalen Komfort ermöglicht die drahtlose Übertragung von Daten per WLAN. Man kennt es vom Laptop: Der Nutzer kann überall im Haus auf das Internet zugreifen, ohne ein Kabel anschließen zu müssen.

Doch mit der schönen Vorstellung kann die Realität häufig nicht mithalten. Die Funkwellen von WLAN werden durch Wände oder Gegenstände gedämpft oder abgelenkt. Es kann also passieren, dass in einigen Räumen im Haus nur ein äußerst schlechter Empfang mit geringer Übertragungsrate verfügbar ist.

Netzwerkkabel

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Fest verbunden: Netzwerkkabel stellen die sicherste und einfachste Möglichkeit dar, Geräte zu vernetzen: + einfach zu installieren, günstig + nahezu unempfindlich gegen Störungen + hohe Übertragungsraten - Verlegen von Kabeln nicht überall möglich - für mobile Geräte ungeeignet

Die Datenrate ist vor allem beim Streamen von Filmen sehr kritisch. Um Inhalte in HD-Auflösung abzuspielen, ist das schnelle WLAN des n-Standards erforderlich. Gegenüber WLAN-b und -g mit maximalen Übertragungsraten von 11 bzw. 54 Mbit/s transportiert WLAN-n bis zu 300 Mbit/s. Es handelt sich hierbei um Bruttowerte.

Die Erfahrung zeigt, dass netto nur gut die Hälfte der Datenrate genutzt werden kann. Außerdem kommt es zu Einbrüchen bei der Datenübertragungsrate, wenn man in einem Netz WLAN-n- und -g-Komponenten mischt. Auch die WLAN-Netze der Nachbarn können das Signal erheblich stören, wenn sie im selben Frequenzbereich arbeiten.

Es lohnt sich deshalb, in dicht besiedelten Gebieten mit einer WLAN-Monitor-Software wie etwa WirelessNetView (Infos und Download unter www.nirsoft.net) nach Nachbarnetzen zu suchen und ein möglichst freies Frequenzband im Router zu wählen.

Router

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Kommunikatation per Funk: WLAN ist die erste Wahl, wenn Mobilität und Komfort wichtiger sind als die Übertragungsrate: + keine störenden Kabel + ideal für mobile Geräte + überall in der Wohnung verfügbar - Übertragungsrate abhängig vom Standort - empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen

Ein anderes Problem bei WLAN ist die Sicherheit. Unbefugte können versuchen, sich in das Netzwerk einzuklinken. Deshalb gibt es verschiedene Schutzmechanismen. Anfangs nutzte man WEP (Wired Equivalent Privacy), der Verschlüsselungsalgorithmus gilt jedoch mittlerweile als überholt und unsicher. Heute kommt vor allem die WPA2-Verschlüsselung (Wi-Fi Protected Access) zum Einsatz, die Angriffe nahezu ausschließt.

Um nur berechtigte Nutzer zuzulassen, ist das Netzwerk in der Regel durch ein Passwort geschützt. Um es nicht bei jedem Gerät von Hand eingeben zu müssen, gibt es WPS (Wi-Fi Protected Setup). Per PIN-Eingabe oder Knopfdruck lassen sich damit Geräte ins WLAN-Netz einbinden. Neue UE-Geräte unterstützen den Standard bereits zum Teil.

Zwar besitzen nur wenige Fernseher, Player und Receiver WLAN, es lassen sich aber viele neuere Geräte nachrüsten (sie sind WLAN-ready). Ein kleiner Stick, den man per USB an das Gerät anschließt, macht den drahtlosen Datenverkehr möglich. Der Nachteil dieser Lösung: Mit Preisen um 100 Euro sind die USB-Dongles relativ teuer und funktionieren nur mit den firmeneigenen Geräten.

Daten über das Stromnetz

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Daten über das Stromnetz: Wenn WLAN nicht die gewünschte Leistung bringt, ist für viele Nutzer Powerline die beste Alternative. + Verlegen von Kabeln nicht notwendig + einfache Installation - relativ teuer - Datenübertragungsrate abhängig von Stromverkabelung im Haus

Um kein böses Erwachen beim drahtlosen Empfang zu erleben, müssen Sie bereits beim Kauf des Routers aufpassen. Sie sollten auf die Unterstützung des schnellen WLAN-n-Standards und von WPS achten.

Das Stromnetz nutzen

Die vergleichsweise teuerste Lösung ist Powerline (auch dLAN genannt). Sie kommt meist erst zum Einsatz, wenn der Datenverkehr über WLAN oder Netzwerkkabel nicht möglich ist. Powerline nutzt das Stromnetz für den Transport. Der Vorteil: Stromdosen sind in fast jedem Raum verfügbar und damit auch der Netzwerk-Zugriff.

Erforderlich ist ein Powerline-Starter-Kit, das zwei Adapter enthält. Die Installation ist einfach: Der Nutzer steckt das eine Ende des Netzwerkkabels in einen freien Anschluss des Routers und das andere in den Powerline-Adapter, der sich in der Stromdose befindet. Das Stromnetz arbeitet wie ein Netzwerkkabel und schickt die Signale in die anderen Räume.

Dort steckt in der Stromdose der zweite Adapter, der meist die Daten über ein Netzwerkkabel zum Gerät transportiert. Die Starter-Kits lassen sich über zusätzliche Adapter erweitern: Sie müssen zueinander kompatibel sein. Die HomePlug Powerline Alliance zertifiziert deshalb Geräte mit dem "HomePlug AV"-Logo und stellt die Zusammenarbeit von Adaptern verschiedener Hersteller sicher.

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