E-Commerce leicht gemacht

Das passende Shopsystem

Wenn es um die Eröffnung eines Online-Shops geht, haben Sie die Qual der Wahl. Lohnt sich für Sie eher eine Shop-Software oder ein Cloud-Service?

e-Commerce - Shop - Online-Handel

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e-Commerce - Shop - Online-Handel

Ein Großteil der deutschen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) ist auch 2010 noch nicht mit einem eigenen Online-Shop im Internet vertreten. Allerdings suchen Kunden immer häufiger zuerst im Internet. Höchste Zeit also für den stationären Handel, auch online aktiv zu werden.Am Anfang steht immer die Wahl des passenden Systems, auf dessen Basis der eigene Online-Shop realisiert werden soll. Eine Wahl, die gut überlegt sein will, denn ist der Shop einmal online, ist der Händler für längere Zeit an das bestehende System gebunden. Zwei grundsätzliche Modelle stehen zur Wahl: Auf der einen Seite die Shop-Software auf einem eigenen Server und auf der anderen Seite vorkonfigurierte Online-Shops zur monatlichen Miete.

Nur eine Budgetfrage?

Mietshops vom Provider kosten je nach Leistungsumfang zwischen 10 und 80 Euro im Monat. Die Kosten für eine eigene Shop- Lösung betragen in aller Regel mindestens einige Tausend Euro, häufig sogar einige Zehntausend Euro. Man könnte also zunächst den Eindruck gewinnen, dass Mietshops für ein kleines Budget gedacht sind und die eigene Shop-Lösung für größere Projekte geeignet ist.Das ist nicht die ganze Wahrheit. Auch darf man nicht davon ausgehen, dass ein Open- Source-Shop günstiger wäre als eine kommerzielle Software. Tatsächlich wird nämlich der größte Teil des Budgets für die Gestaltung und den laufenden Betrieb des Shops verwendet und nur ein kleiner Teil auf die eigentliche Software entfallen. Wenn man das Budget aufstellt, sollte man diese Fragen stellen: Was kosten Design und Einrichtung des Shops? Wie teuer ist der laufende monatliche Betrieb? Was kostet die Wartung, wenn Änderungen oder Software-Updates anstehen?

Der eigene Shop

Obwohl mit Intershop, Hybris, Demandware und ePages gleich vier der international etablierten E-Commerce-Anbieter aus Deutschland kommen, werden in vielen Projekten auch Open-Source-Lösungen auf Basis von osCommerce, Oxid, XT-Commerce oder Magento eingesetzt. Das liegt zum einen daran, dass die Software kostenlos ist, aber natürlich auch daran, dass sie wegen des frei verfügbaren Quellcodes quasi an jede Situation angepasst werden kann. Deswegen nutzen vor allem die Webdesign-Agenturen oftmals Open Source. Benötigt der Händler Schnittstellen für das eigenentwickelte Lagersystem?Sollen die Kunden mit einem Produkt-Konfigurator eigene Varianten erstellen können? Ein erfahrener Web-Programmierer erfüllt jeden dieser Wünsche. Diese Individualisierung wird oft teurer als geplant. Ein Wechsel des Dienstleisters ist nahezu unmöglich, weil kaum jemand die Anpassungen nachvollziehen kann. Bei der Wahl des Systems sollte der Händler zukünftige Updates in die Projektkosten mit einkalkulieren und eine genaue Dokumentation des Projektes verlangen.

Online-Shop zur Miete

Bereits ab 9,90 Euro im Monat erhält der Händler etwa bei T-Home, Strato, 1&1 oder Host Europe einen voll ausgestatteten Online- Shop. Die Mietshops basieren auf einem gewissen Grundschema, das der Händler dann jeweils auf seinen Bedarf anpassen kann. Bei den gehobenen Angeboten, die zwischen 50 und 80 Euro im Monat liegen, sind zahlreiche Features im Preis enthalten.

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Autor Wilfried Beeck, CEO ePages GmbH

Die Vorteile für den Händler: Die Einrichtungskosten sind gering, die kontinuierliche Wartung, Weiterentwicklung und Anpassung der Plattform ist im Mietpreis bereits inklusiv, sodass der Händler kaum technisches Vorwissen benötigt. Die Einrichtung und Bedienung erfolgt einfach über den Browser. Er muss keine Software kaufen und die Hosting-Kosten sind im Preis bereits enthalten.Allerdings sind der Anpassbarkeit des Shops Grenzen gesetzt. Da die Technik im Hintergrund gleichzeitig viele Shops betreibt, können Sonderwünsche mit ihr nur bedingt umgesetzt werden. Die Provider bieten zwar jeweils eine ganze Palette von verschieden konfigurierten Shops an, wenn allerdings das eigene Geschäftsmodell darin nicht abgebildet werden kann, ist man doch wieder bei der Variante einer eigenen Software.Im Idealfall bietet der Provider diesen Update-Pfad als Option an, sodass man günstig mit einem Mietshop starten und dann später bei gestiegenen Anforderungen nahtlos auf die eigene Shop-Lösung wechseln kann.

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