Ratgeber: "Social Network"

Das ist das neue Netzwerk Pinterest

Pinterest, das soziale Netzwerk, das organisiert ist wie eine virtuelle Pinnwand, gewinnt stetig an Nutzern. So stellt sich die Frage, ob Sie auf den Zug aufsteigen, um im Trend zu liegen und Vorteile bei der SEO zu haben.

SEO im neuen Netzwerk Pinterest

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SEO im neuen Netzwerk Pinterest

Teilweise wird schon diskutiert, ob soziale Netzwerke im Niedergang begriffen sind, gleichzeitig schießen neue Lösungen wie Pilze aus dem Boden. Der Fokus liegt dabei heute nicht mehr auf dem nächsten Facebook, das probiert nur noch Google.

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Pinterest erreichte innerhalb kürzester Zeit 10 Millionen Besucher.

Die neuen Netzwerke ergänzen vielmehr das Bestehende und verwenden als Basis meist einen Facebook-Login. In diese Kategorie fällt auch Pinterest. Der Name ist hier Programm: Das Vorgehen des Nutzers ist das Pinnen von interessanten Dingen an eine virtuelle Pinnwand.

Soweit, so einfach. Das Besondere ist, dass diese Einfachheit zu einem explosionsartigen Wachstum führte. Pinterest kam in den USA innerhalb von etwa acht Monaten auf zehn Millionen Nutzer. Comscore hat den Dienst bereits zur am schnellsten wachsenden eigenständigen Seite aller Zeiten gekürt.

Ob das nun stimmt oder nicht, ist eine interessante Diskussion. Unter anderem spielt der soziale Dienst Formspring hier mit, der ebenfalls sehr schnell zehn Millionen Nutzer erreicht hat, aber nicht nur in den USA.

Pinterest, der Newcomer

Egal, wer dieses Rennen gewonnen hat, Pinterest wächst weiter rasant und das, obwohl Nutzer aktuell immer noch nur auf Einladung in die Plattform kommen.

Neben dem enormen Wachstum bietet Pinterest auch für den Webentwickler einiges Interessantes. Hat man gute Bilder und lässt diese von Nutzern pinnen und dann von anderen Nutzern repinnen, werden die eigenen Inhalte auch im Sinne der Suchmaschinenoptimierung hervorragend verteilt.

Im Februar hatte Pinterest mehr Link Traffic als Twitter

Für einen so jungen Dienst mit immer noch leicht beschränktem Zugang ein immenser Erfolg. Und auch in Richtung E-Commerce gibt es Positives zu vermelden: Eine erste Umfrage des amerikanischen Preisvergleichsportals Pricegrabber zeigt, dass über ein Fünftel der Nutzer von Pinterest ein gepinntes Produkt schon gekauft haben.

Nimmt man noch die Kernthemen von Pinterest - Mode, Essen, Einrichtung - dazu und sieht sich die Zielgruppe an, die aus vielen Besserverdienenden und zu zwei Dritteln aus Frauen bestehen, lassen sich viele spannende Einsatzzwecke erahnen. Die Altersverteilung ist ebenfalls sehr interessant. Die Hauptnutzergruppe ist zwischen 25 und 44 (etwa 50 Prozent).

Soweit die positive Seite, aber natürlich sollen in diesem Artikel auch die negativen Seiten zu Wort kommen. Allen voran die Probleme mit dem Urheberrecht. Aber auch die Grundfrage, ob der Erfolg des Netzwerks weitergehen wird, ist nicht einfach zu beantworten. Das heißt, aktuell ist ein Dabeisein natürlich noch hochgradig spekulativ, aber zumindest im Traffic und SEO-Mix eine interessante Option.

Funktionsweise

Wenn man sich fragt, was die eine Sache ist, die Pinterest besonders macht, fällt der Blick zuallererst auf "schöne Fotos". Die Organisationsform in einer einfachen Pinnwand mit dem Nachladen weiterer Pins beim Herunterscrollen animiert zum Stöbern.

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Imitatoren: Viele Klone sprechen für das Original.

Technisch ist das nicht extrem anspruchsvoll. Dies sieht man an verschiedenen Klonen und technischen Lösungen, die Pinterest imitieren. Ein deutscher Klon ist beispielsweise Pinspire . Nichtsdestotrotz ist es gerade die Einfachheit, die Pinterest so beliebt macht.

Das Komplexeste ist die Anmeldung: Dabei können Sie entweder eine Einladung von einem Freund erhalten oder sie müssen sich registrieren und bekommen dann nach einigen Tagen eine Einladungsmail. Die Registrierung selbst erfolgt dann zuerst mit einem Facebook-Login oder Twitter.

Hier können Sie den Account also mit den Standard-Social-Media-Accounts verbinden. Das lässt sich später auch über den eigenen Account steuern. Generell ist hier auch einstellbar, wie viel und für wen dann jeweils Pinterest-Inhalte bei Facebook oder bei Twitter erscheinen.

Nach der Anmeldung wird ein eigenes Konto bei Pinterest angelegt. Das Profilfoto wird, soweit vorhanden, vom Facebook-Account übernommen. Anschließend verwendet Pinterest drei Schritte - wie übrigens die meisten amerikanischen Websites im sozialen Netz. Im ersten Schritt wählen Sie einige Interessen und erhalten dementsprechend Vorschläge, welchen Leuten Sie folgen können.

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Startpunkt: Am Anfang werden Ihnen einige Board-Themen vorgeschlagen

Folgen heißt hier, dass man deren Pins auf der Pinnwand als Erstes sieht. Selbstverständlich kann man dann aber immer per horizontaler Navigation auf andere Kategorien wechseln oder über die Suche eigene Begriffe eingeben. Neben den vorgeschlagenen Personen können Sie auch ihren Freunden aus anderen sozialen Medien folgen.

Das erste Konzept von Pinterest sind klassische Follower

Das zweite Konzept findet sich in Schritt zwei: die Pinboards. Das einzige Inhaltselement bei Pinterest sind Pins. Ein einzelner Pin besteht aus einem Foto und einem zugehörigen Text. Für den Pin können wiederum von anderen Nutzern Kommentare abgegeben werden und sie können das Bild repinnen. Letzteres heißt, sie als eigene Pins in die eigene Sammlung übernehmen. Dieser Mechanismus ist der zentrale Netzwerkeffekt in Pinterest.

Allen Pins, egal ob selbst von einer Website oder von einem anderen Pin als Repin übernommen, ist gemeinsam, dass sie in Kategorien organisiert werden. Diese Kategorien heißen Boards. Nur mit einem Board sind Pinnen und Repinnen überhaupt möglich. Im Schritt zwei der Einrichtung schlägt Pinterest hier einige Boards vor, die den eigenen im ersten Schritt angegebenen Interessen entsprechen und wichtige Themen bei Pinterest aufgreifen.

Der dritte Schritt erlaubt dann endlich, mit dem Pinnen loszulegen, der Pin-It-Button wird im Browser integriert. Dies geschieht über die Lesezeichenleiste. Pinterest erkennt dazu den Browser und schlägt die jeweils passende Integration vor. Anschließend müssen Sie nur noch im Web surfen und können nun Bilder pinnen. Dazu reicht ein Klick in der Lesezeichenleiste.

Daraufhin öffnet sich ein Overlay über der Seite mit allen pinbaren Bildern. Wenn Sie ein Bild anwählen, können Sie eine Beschreibung dazu anlegen und ein Board wählen.

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