Multimedia: Die nächste Generation

Das IP-TV-Angebot

Internet-TV

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© PC Magazin

Mit einer DVB-S2-Karte wie der Cine2 von DigitalDevices kann der Media-Center-PC auch HD-Kanäle empfangen und aufnehmen. Das EPG ist hier durch das Plug-in WuselEPG erweitert.

Letztes Jahr hat Microsoft auf der neuen Website Internet-TV als Erweiterung des Windows Media Centers angekündigt und dadurch große Erwartungen geweckt. In der Szene wurde gemutmaßt, dass eventuell T-Entertain, das IP-TV-Angebot der Telekom, integriert werde. Tatsächlich hält aber nur das Microsoft-eigene MSN Video Einzug ins Media Center.

Die gelieferten Inhalte werden unter der Rubrik "Internet TV auf einen Blick" in der Programmübersicht (EPG) aufgelistet. Das ist tatsächlich neu, denn Internet-TV-Angebote wie die ZDF-Mediathek gibt es schon länger im Media Center, nur eben nicht voll integriert, sondern als Add-in in der Online-Galerie.

Der Großteil der etwa 17 000 kostenlosen Videos des neuen Internet-TV sind Kurzfilme, im Lauf der kommenden Monate sollen auch immer mehr längere Filme hinzukommen, auch in HD-Qualität. Neben AP-News finden sich unter den Videos diverse Auto-Magazine, Dokumentationen von Welt der Wunder und National Geographic und neu mit Kicker-TV auch Videos zu den Themen Fußball und Formel 1.

Das Thema T-Entertain ist aber noch nicht vom Tisch: Laut Blog der MCE-Community wird an einem PC-Client für diesen Dienst gearbeitet. Ob der aber als Media-Center-Add-in erscheinen wird, steht noch in den Sternen.

Blu-ray nicht inklusive

Zwar bringt das Media Center in Windows 7 einen H.264-Codec für die HD-Wiedergabe, Filme auf Blu-ray kann das Betriebssystem aber nicht ohne Zusatz-Software abspielen. Dafür sind Programme wie Cyberlink PowerDVD, Corel WinDVD oder Arcsoft TotalMedia Theatre notwendig.

Cyberlink bringt im Sommer ein Mark-II-Update für das aktuelle PowerDVD 10 Ultra 3D, das auch eine Blu-ray-3D-Wiedergabe nachrüstet, die Software ist bereits durch den Verband für Blu-ray-Discs (BDA) für Blu-ray 3D zertifiziert. Auch Corel und Arcsoft werden Softwareplayer für 3D-Blu-rays anbieten.

Die gestiegene Rechenleistung von PCs und auch der Prozessoren in aktuellen TV-Geräten macht es zudem möglich, 2D-Inhalte in Echtzeit in 3D umzurechnen. Das aktuelle PowerDVD 10 Ultra 3D bringt bereits DVDs in die dritte Dimension, mit dem Mark-II-Update wird das auch mit Videodateien möglich sein.

Die passende Hardware

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Ohne Fernbedienung ist das Media Center nur eine halbe Sache. Mit Universalfernbedienungen wie der Logitech Harmony lassen sich auch andere Geräte steuern.

Ein Wohnzimmer-PC sollte leise, kompakt und sparsam sein, aber trotzdem eine Grafik mit HD-Video-Beschleunigung bieten. Mögliche Hardware-Plattformen sind die Kombination aus Intel Atom mit ION-Chipsatz, Intel Core-i3 oder einem AMD-Prozessor in der e-Version mit 45 Watt TDP. Wenn man viele Add-ins verwendet, die als Hintergrundprozess laufen, dann ist ein Atom-System zu schwach auf der Brust.

Für die Wiedergabe von HD-TV oder Blu-ray-Filmen reicht im Prinzip die integrierte Grafik im Intel-Ptrozessor oder in einem modernen Nvidia-bzw. ATI-Chipsatz aus. Wer höhere Anforderungen an die Bildqualität bei der Skalierung und beim Interlacing stellt oder gar den Media-Center-Rechner auch als Spielekonsole nutzen will, der kommt um eine dedizierte Grafikkarte nicht herum.

Einen Test von leisen und teilweise sogar passiv gekühlten Modellen lesen Sie in Leise Grafikkarten im Test. Bei einer ATI-Grafik macht derzeit die HDTV-Wiedergabe mit dem H.264-Codec von Microsoft Probleme. Hier hilft vorübergehend das Deaktivieren der DirectX Video Acceleration für den MS-H.264-Codec mit der Freeware DXVA Checker (bluesky23.hp.infoseek.co.jp). Wann ein Treiber erscheint, der diesen Fehler behebt, ist noch nicht abzusehen.

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WuselEPG schaltet auch den im Media Center integrierten Filmführer frei und besorgt sich via Internet die Vorschaubilder der Filme.

Bei der Festplatte sollte man zu einem leisen Modell mit niedrigerer Drehzahl und einer Kapazität von wenigstens einem Terabyte greifen. Zudem sollte man über eine externe Festplatte, ein NAS-Laufwerk oder noch besser einen Windows Home Server nachdenken, um Filme und Sendungen zu sichern. Mit den beiden letztgenannten Gerätetypen kann man Filme auch noch einfach im LAN zur Verfügung stellen, ohne dass der Media-Center-PC ständig laufen muss.

Beim optischen Laufwerk empfiehlt sich ein Blu-ray-Combo-Drive. Voraussetzungen für 3D-Blu-ray sind nur ein 3D-Monitor oder Fernseher, eine Nvidia-Grafikkarte im Media-Center-PC sowie die 3D-Brille von Nvidia. Bei der Grafikkarte muss ein Modell der 300er-Serie oder eine GeForce GT 240. eingebaut sein, sie verfügen über einen Videoprozessor der vierten Generation.

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