Aufnahme-Restriktionen

Das dürfen Sie mit dem Kabelreceiver aufnehmen

Programmanbieter können Digitalrekorder kontrollieren und das Aufnehmen damit verbieten. video zeigt, welche Freiheiten Sie als Kabelkunde noch besitzen.

Aufnahme-Restriktionen

© Josef Bleier, Stefan Rudnik, Andreas Greil

Aufnahme-Restriktionen

Eigentlich sollte alles einfacher sein. Digitale Rekorder ermöglichen beste Bild- und Tonqualität, obendrein sind sie einfach zu bedienen und für Aufnahmen zu programmieren. Doch davon sind nicht alle Programmanbieter begeistert.

Festplatten-Rekorder bieten den Vorteil, Sendungen in großer Zahl nach Lust und Laune zu speichern und Teile des gezeigten Programms einfach zu überspringen. Derartiges kann Abo- oder Bestell-Services (Video on Demand) schwächen, was etwa dem Anbieter Sky missfällt. Die Privatsender wiederum fürchten, dass der Zuschauer vorspult, sobald ein Werbeblock startet. Das gefährdet ihre Haupteinnahmequelle. Solche Programmanbieter wollen daher das Aufnahme- und Abspielverhalten der Zuschauer kontrollieren. Und die Digitaltechnik erlaubt es ihnen. 

Steuersignale kontrollieren Aufnahmen

Die Digital-Receiver der Kabelnetzbetreiber oder deren CI-Plus-Module reagieren auf Steuersignale (Flags) der einzelnen Programmanbieter, über die sich Festplatten-Aufnahmen zu Hause steuern lassen. Einfluss nehmen können sie auf:

  • Archivaufnahmen, indem sie untersagen, Sendungen für längere Dauer auf der Festplatte zu speichern,
  • Timeshift-Aufnahmen, indem sie untersagen, Sendungen zeitverzögert anzuschauen oder die Aufnahmezeit auf 90 Minuten limitieren,
  • Szenensprünge, indem sie das "Vorspulen" untersagen.

Aus Kopierschutzgründen differenzieren die Programmanbieter auch zwischen den TV-Empfängern. Ist die Festplatte im Receiver des Kabelnetzbetreibers integriert, fallen die Aufnahmerestriktionen anders aus als bei netzfremden Empfängern, die zum Entschlüsseln ein CI-Plus-Modul und eine externe HDD verwenden. 

Test: Kabel-Receiver Sagemcom RCI88-1000

Für weitere Verwirrung sorgen Unterschiede zwischen den Netzbetreibern. Während beim Satellitenempfang die entsprechenden Sender einheitlich agieren, ist das im TV-Kabel bislang anders. In unserer Info-Tabelle sind die aktuellen Unterschiede zusammengefasst. Gelistet sind Kabelnetzbetreiber ab einer Million angeschlossener Haushalte.

Die Restriktionen beziehen sich nur auf die High-Definition-Programme der Sender. Nicht betroffen sind zudem Abo-Programmpakete der Kabelnetzbetreiber. Auch ARD und ZDF schränken die Aufnahmemöglichkeiten nicht ein.

Download: Tabelle

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