Online-Redaktionssysteme

Content-Pflege

Ausnahme: Ihr Kunde plant eine übersichtliche kleinere Website und wünscht sich die Umsetzung mit Typo3, weil das System einen so guten Ruf hat. Hier wäre der Aufwand vergleichbar damit, sich einen LKW zu mieten, um beim Bäcker im Nebenhaus Brötchen zu holen. Gewaltiger Leistungsumfang macht eben nicht immer Sinn.Im wahrscheinlichsten Fall aber werden Sie ohnehin vom Projektstart an als Berater gefragt sein und dann auch selbst ein geeignetes Content-Management-System vorschlagen. Überlässt Ihr Kunde Ihnen die Entscheidung, so müssen Sie die beste Lösung für den individuellen Projektfall kennen - abgesehen davon, dass Sie selbst sich wohlfühlen müssen mit dem Webtool Ihrer Wahl, schnell warm damit werden sollten, muss es vor allem zum Projekt passen.Wie also trifft man die Entscheidung für das richtige Content-Management-System? Durch Bestimmung der wichtigsten Kriterien, durch Abarbeiten von Checklisten der Anforderungen, durch Testinstallationen und Probeprojekte.

Augen auf bei der CMS-Auswahl

Wie groß ist die geplante Website? Für eine Webvisitenkarte mit nur einer Navigationsebene und sonst keinen Zusatzfunktionen außer einem Kontaktformular reicht ein kleineres CMS wie CMSmadesimple, während interaktive Community-Portale mit tausenden von redaktionellen Seiten eine leistungsfähigere Systemsoftware wie das berühmte Typo3 voraussetzen.Es macht keinen Sinn, eine kleine und einfache Site mit einem so mächtigen Tool zu bauen und sich damit auch komplizierte Wartung und hohen Aufwand aufzuhalsen, nur der tatsächlich gewünschte Leistungsumfang ist ausschlaggebend für die Wahl des Systems.

Content-Pflege

Die Mitarbeiter des Kunden sollten nicht nur Texte, sondern auch Bilder und Suchmaschinenoptimierungsdetails wie den Title-Tag einer Einzelseite mühelos einpflegen können, im Idealfall über einen WYSIWYG- Editor. Inhalte sollten so aufbereitet werden, dass einzelne Elemente wie Bilder und Seitentitel suchmaschinenoptimiert werden können, aber auch Einzelseiten mit sprechenden URLs generiert werden.Erweiterungen sollten eine automatische Anpassung der Navigationsebenen beinhalten. Außerdem wichtig: Lassen sich vorhandene Inhalte importieren oder die Migration von einem anderen CMS vornehmen? Wie unkompliziert ist ein vollständiges Backup, ein Umzug auf einen anderen Server oder die Installation als lokale Kopie?Nicht zuletzt hängt die Zukunftssicherheit eines CMS, aber auch die Entwicklung aktueller Sicherheitsmaßnahmen von der Community oder vom Anbieter des Redaktionssystems ab. Eine große Community für eine weitverbreitete Software reagiert schneller auf Probleme und Sicherheitslücken.

Bonus: Unabhängigkeit

Es gibt noch ein Argument, das Ihnen vielleicht nicht so gut gefällt, Ihren Kunden aber überzeugen könnte: Je populärer ein CMS ist, desto weniger ist der Kunde an Sie als Entwickler gebunden.Sollten Sie sich irgendwann für ein Beenden der Zusammenarbeit entscheiden, muss das Webprojekt nicht wieder ganz neu aufgerollt werden, sondern kann von einem anderen Dienstleister mit Kenntnissen dieses Redaktionssystems fortgeführt werden. Verkaufen Sie diesen Vorteil Ihrem Kunden mit der souveränen Ansage, dass Sie viel Wert auf eine freiwillige Zusammenarbeit legen und sich gar keine Sorgen machen, dass dieser Fall eintreten könnte.

Bekannte CMS

Bekannte Content-Management-Systeme sind unter vielen anderen CMSsimple, Drupal, ExpressionEngine, Joomla, Xoops, Typo3 und CMS made simple, die zwar alle dem Zweck unkomplizierter Veröffentlichung von Inhalten dienen, ansonsten aber unterschiedliche Ansätze mitbringen.

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© Internet Magazin

Das flexible und ausbaufähige Lizenzprogramm ExpressionEngine 2.0 kostet einmalig 299,95 USDollar zuzüglich jährliche Upgrade- Gebühren von 39,00 US-Dollar (www.expressionengine.com).

Wir werden Ihnen im Laufe der nächsten Monate in jeder Ausgabe des Internet Magazins ein Redaktionssystem im Detail vorstellen und dabei herausarbeiten, für welche Zwecke welches System besonders gut geeignet ist, wo die jeweiligen Stärken und Schwachpunkte liegen und wie die Zukunftssicherheit des CMS eingeschätzt werden kann.Den Anfang macht ExpressionEngine 2.0, ein modular aufgebautes CMS, das aus dem vor einigen Jahren beliebten pMachine-Blogtool hervorging und besonders viele Web-2.0-Funktionen und blog-typische Features mitbringt. Trotz der Verwandtschaft zu Blogsoftware ist das bisher vor allem in den USA sehr beliebte ExpressionEngine ein mächtiges Tool, mit dem sich nicht nur hochwertige Blogs, sondern mittelständische Portale, Kataloge und andere komplexe Sites erstellen lassen.

Checkliste: Welches CMS brauchen Sie?

>>>> Wie groß ist die geplante Site? Wie groß das Budget?>>>> Wie viele Redakteure wird es geben, was sollen diese alles können/dürfen?>>>> Welche zusätzlichen Funktionen werden erwartet?>>>> Welche interaktiven und Community-Features?>>>> Suchmaschinenoptimierungsoptionen vorhanden?>>>> Importe/Exporte/Backup von Daten unkompliziert?>>>> Dokumentation vorhanden? Entwicklergemeinde aktiv/groß?>>>> Einarbeitungsaufwand überschaubar?

WordPress als CMS?

Immer öfter wird WordPress verwendet, um Websites zu erstellen. Das beliebte Blogtool lässt sich mit Plugins und einer gut gewählten Formatvorlage als CMS einsetzen. Der Vorteil: Erweiterungen, Antworten, Tipps und Tricks finden sich in der großen WordPress- Fangemeinde online zu so ziemlich jeder Aufgabenstellung. Der Nachteil: Bei größeren oder auch einfach nur technisch komplexeren Sites stößt WordPress schnell an seine Grenzen und kann mit ausgewachsenen Redaktionssystemen nicht mehr mithalten.

Vorteile CMS

>>>> Klare Trennung von Content (Inhalt), Struktur und Design (Layout).>>>> Kein technisches Hintergrundwissen für den Endnutzer erforderlich.>>>> Dezentralisierte Erstellung von jedem beliebigen Internetzugang mit dem Webbrowser.>>>> Detailliert konfigurierbare Benutzerrechte>>>> Automatische Navigationsmenüs bzw. deren Anpassung.>>>> Speicherung der Inhalte in einer Datenbank.>>>> Erweiterungsmöglichkeiten durch freie Skripte und/oder Module.>>>> Volltextsuche über alle gespeicherten Inhalte>>>> Zeitgesteuerte Inhalte (Content just in time)>>>> Multilingual (Mehrsprachige Benutzeroberfläche, wenn erforderlich)

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