Performantes CMS-System für unternehmenskritische Anwendungen

CMS-Serie: Silva 2.1 für Zope vorgestellt

Wer ein hochperformantes CMS-System für unternehmenskritische Anwendungen sucht, findet in Silva CMS für Zope genau das Richtige.

  1. CMS-Serie: Silva 2.1 für Zope vorgestellt
  2. Teil 2: CMS-Serie: Silva 2.1 für Zope vorgestellt
Content-Management-Systeme (CMS)

© Archiv

Chameleon ist ein Open-Source-Template, das in Python programmiert wurde und beim Silva CMS 2.2 zum Einsatz kommt.

Silva 2.1 für Zope

Wer ein hochperformantes CMS-System für unternehmenskritische Anwendungen sucht, findet in Silva CMS für Zope genau das Richtige.

Das Python-basierte Silva 2.1 ist ein quelloffenes CMS von der niederländischen Firma Infrae auf Basis von Zope 2.11.x zur Verwaltung von Inhalten für Web, Print und anderen Medien. Zu den prominentesten Anwendern von Silva CMS zählen die ETH Zürich und die Wirtschaftsuniversität Wien.Silva CMS hält die verwalteten Inhalte und ihre Darstellung mithilfe von XML-Strukturen konsequent voneinander getrennt. Das System versteht sich auf Relax NG Schemata und bietet eine XSLT-Rendering-Architektur. Leistungsfähige XML-Export-/Import-Schnittstellen vereinfachen den Datenaustausch mit der Außenwelt, mit beliebigen Quell- und Zielmedien.Beim Export der Daten für Printmedien gibt das System Bilder in der Originalauflösung statt in den Web-optimierten Versionen aus. Das System glänzt durch eine ausgereifte Versionskontrolle und Fähigkeiten zum Staging von Inhalten. Es bietet ebenfalls die Möglichkeit zur Erstellung statischer Abbilder (Mirrors) eines historischen Zustands der Website.

Content-Management-Systeme (CMS)

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Chameleon ist ein Open-Source-Template, das in Python programmiert wurde und beim Silva CMS 2.2 zum Einsatz kommt.

Komplexe Einrichtung

Die Einrichtung einer Hosting-Umgebung für Silva CMS ist allerdings alles andere als trivial und erfordert je nach Betriebssystem gehörig Kleinarbeit. In der aktuellen stabilen Version 2.1.3 benötigt das System Zope 2.11.x und dieses setzt wiederum im Idealfall Python 2.4.5 voraus. Python 2.4.4 wird von Zope 2.11.x toleriert, aber neuere Python-Versionen wie 2.5.x und 3.x nicht mehr.

Die Einrichtung von Python in der Version 2.4.5 ist nicht gerade anwenderfreundlich, da man sich diese nicht mehr ganz aktuelle Version der Software samt benötigter Module und dann auch noch Zope 2.11.x auf den meisten Systemen aus den Quellen kompilieren muss.

Insgesamt ist aber die Mühe gut investiert, denn mit Silva 2.11 liegt ein sicheres, skalierbares und performantes CMS-System vor. Webadmins, die ein simples Installationsskript erwarten, dürfte die Komplexität der Einrichtung von Silva jedoch abschrecken.

Die wirklich einfach und logisch zu bedienende Oberfläche von Silva CMS versteckt recht überzeugend die enorm leistungsfähige CMS-Engine. Ein Endanwender braucht keine besondere Einarbeitung und auch keine Support-Hotline.

Für das Editieren von Inhalten zeichnet in Silva 2.1 ein quelloffener Editor namens Kupu verantwortlich. Sämtlicher Text wird als Unicode verwaltet; Silva CMS meistert daher problemlos Dokumente, die das Alphabet mehrerer beliebiger Sprachen verwenden. Die deutsche Lokalisierung ist Teil der Standardinstallation. Der Applikationsserver Zope kann mit einer Vielzahl relationaler Datenbanken integriert werden.

Schlank und schnell

Silva CMS ist schlanker und generell performanter als Plone. Für High-End-Anwendungen lässt sich Silva CMS clustern. Bei der ETH Zürich zeichnet übrigens eine einzige Silva-Installation auf einem Computer-Cluster für das Content Management von über 400 Websites verantwortlich.

Verschiedene Erweiterungen können das CMS mit zusätzlicher Funktionalität ausstatten. Silva kann so zum Beispiel Inhalte in Bildergalerien, Online-Umfragen, Blogs, Diskussionsforen und Wikis erfassen und bereitstellen. Es gibt auch recht spezialisierte Lösungen für Silva wie das Silva News Network zur Verwaltung von News-Aggregation und Events oder Silva Conference Extension zur Registrierung von Konferenzteilnehmern.

Die meisten verfügbaren Erweiterungen kommen vom Hersteller Infrae selbst. Sie unterliegen zwar einer der beiden BSD-Lizenzen, aber die Dominanz von Infrae im Bereich Silva-basierter Lösungen verdeutlicht, wie sehr das Schicksal von Silva CMS von dem des Herstellers abhängt. Die Investitionssicherheit bei Silva steht und fällt auch mit dem Erfolg der bevorstehenden Zusammenführung der Entwicklungszweige von Zope 2 und Zope 3.

Neuausrichtung bei Zope

Zope selbst kann nun auf zehn Jahre Geschichte zurückblicken. Ursprünglich war Zope in der Python-Welt die einzige relevante Technologie zur Umsetzung großer Web-Lösungen. Erstmals mit dem Erscheinen von Ruby und Ruby on Rails bekam Zope ernsthafte Konkurrenz als Web-Entwicklungsplattform.

Ohne umfangreiche Zusatzliteratur lässt sich Zope nur schwer meistern. Ruby-on-Rails hatte mit zwei neuen Paradigmen, nämlich "Don't Repeat Yourself" (DRY) und "Configuration Through Convention" (CTC) viele Web-Entwickler gewonnen. Aufgrund der Komplexität der Zope-Architektur und Mängel der Dokumentation, die sich nur schwer durchschauen lässt und lückenhaft wirkt, hat die Begeisterung für die technische Brillanz von Zope langsam nachgelassen.

Plötzlich gab es Python-basierte Frameworks wie Sand am Meer und damit fortan auch CMS-Systeme in solcher Vielzahl, dass Zope nicht mehr hinreichend im Trend lag. Die Nutzerzahlen eines CMS-Systems, welches im Scheinwerferlicht der öffentlichen Aufmerksamkeit steht, wachsen eben schneller als einer Lösung, die gerade aus der Gnade gefallen ist, und so geriet auch die Entwicklung ins Stottern.

Gegenwind von allen Seiten

Zope 2 bekam nicht nur von konkurrierenden Frameworks und Programmiersprachen Gegenwind, sondern mit Zope 3 auch Wettbewerb quasi aus dem eigenen Hause. Zope 3 läutete das Ende der monolithischen Struktur, die die zweite Zope-Generation charakterisierte, ein und machte das komponentenbasierte Konzept zum neuen Standard für Zope-Entwickler.

Die Bilanz war nicht eindeutig. Die Einführung von ZCML, eines XML-Dialektes zur Konfiguration der Zope-Komponenten, war zwar ein gewaltiger Fortschritt. Auch das komponentenbasierte Konzept von Zope 3 fand durchaus eine Menge Zuspruch.

Dennoch stellte sich heraus, dass Zope 3 zu komplex war, um einen Durchbruch auf breiter Front zu genießen. Der Wille, erst die Tiefen von ZCML zu ergründen, um Zope 3 sinnvoll einsetzen zu können, hält sich bei den meisten Entwicklern - aus verständlichen Gründen - in Grenzen. Die Relation zwischen Resultat und Aufwand erscheint bei ZCML zu ungünstig.

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