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CMS-Serie: Joomla

Joomla zählt zu den beliebtesten Content-Management-Systemen. Die große Verbreitung garantiert die Verfügbarkeit von Erweiterungen und Vorlagen.

  1. CMS-Serie: Joomla
  2. Teil 2: CMS-Serie: Joomla
Content-Management-Systeme

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Content-Management-Systeme

Im Grunde genommen ist Joomla erst seit September 2005 auf dem Markt und damit handelt es sich um ein vergleichsweise junges Projekt. Doch wenn man die Mambo-Wurzeln mit berücksichtigt, kann das Joomla-Projekt auf stolze acht Jahre Entwicklung zurückblicken.Die Ausgangsbasis von Joomla 1.0 war Mambo 4.5.2.3. Mit der Version 1.5.x kamen umfangreiche Verbesserungen, darunter die strikte Trennung von Design und dem funktionalen Quelltext. Außerdem wartet das System mit Suchmaschinenoptimierung und einer eingebauten Volltext-Suche auf.

Performance-optimierte Caching-Mechanismen und eine für E-Business wichtige Anbindung an die Open-ID-Server/-Authentifizierung runden den Leistungsumfang ab. Außerdem erfuhr Joomla in der 1.5-Version ein paar vergleichsweise kosmetische und dennoch wichtige Korrekturen, darunter Spracheinstellungen auf Basis von Lokalisierungsdaten.

Als Zeichen der Fokussierung auf moderne Technologien sei noch die Integration von Ajax mittels des Web-2.0-Javascript- Frameworks Mootools genannt.

Der Name Joomla ist aus der afrikanischen Suaheli-Sprache abgeleitet und bedeutet so viel, wie "alle zusammen" oder "als Ganzes". Dieses Versprechen erfüllt Joomla durch abgestufte Benutzerrechte.

Unter der Haube

Joomla ist ein webbasiertes Content-Management- System, das auf drei Web-Applikationen fußt: Apache, PHP und MySQL. Obwohl es primär für den Online-Betrieb ausgelegt ist, ist es oft üblich, in der Entwicklungsphase Joomla auf einen Staging-Server im Intranet zu betreiben und erst die angepasste Fassung auf den sogenannten Deployment- oder Produktionsserver aufzuspielen.

Joomla hat eine Frontend- und eine Backend-Seite. Das Frontend spielt sich im Webbrowser mit aktiviertem Javascript. Das Backend läuft auf dem Webserver. Hier kommt zum Beispiel Apache 2.2.11, My-SQL 5.1 und PHP 5.2.8 zum Einsatz.

Cookies müssen aktiviert sein; ohne Cookies bliebe einem das Einloggen in das Joomla-Backend verwehrt. Die MySQL-, XML- und Zlib-Unterstützung in PHP muss für Joomla aktiviert werden.

Joomla-Frontend

Das Joomla-Frontend besteht aus frei konfigurierbaren Menüs und Schmuckelementen. Die Anbindung der Module kann über die Darstellung von Inhalten entscheiden.

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Anmeldung in das Joomla-System.

Hat man sich in der Website-Entwicklungsphase auf eine definitive Website-Baumstruktur festgelegt, so kann man über die verschiedenen Menüs auf verschiedene Seiten der Website verlinken.

Im horizontal angelegten Oberen Menü, welches sich am oberen Rand der Website befindet, befinden sich all die wichtigen Links der Navigationslogik, die sich gewöhnlich nicht oder nur sehr selten ändern. Dort finden sich nicht nur der Home- und Kontakt-Eintrag, sondern auch der gesetzlich vorgeschriebene Impressum-Eintrag.

Das Andere Menü von Joomla befindet sich oft unmittelbar unter dem Hauptmenü oder rechts außen, technisch kann es aber beliebig auf der Seite platziert werden.

Schließlich gibt es noch ein kontextsensitives Benutzermenü, das auf die Aktivitäten eines angemeldeten Besuchers zugeschnitten ist.

Barrierefrei

Das Herzstück der Website-Logik befindet sich im Hauptmenü. Von hier aus gehen die Verzweigungen auf die relevantesten Webseiten. Um eine positive Benutzererfahrung mit einer flachen Lernkurve und einer hohen Akzeptanz zu ermöglichen, empfiehlt es sich, links, oben oder rechts die zentrale Navigationsleiste auf allen Webseiten gleichermaßen zu strukturieren, sodass sich der Besucher ohne groß nachzudenken zurechtfindet.

Joomla kann unter anderem auch Multimedia- Inhalte verwalten. Parallel dazu kann man auch eine barrierefreie Textnavigation am unteren Seitenrand bieten, die seh- und hörbehinderte Mitmenschen integriert. Solche Inhalte sollten so strukturiert sein, dass sie sich von einem Screenreader vorlesen lassen.

W3C-Standards, die unter anderem auf die strikte Trennung von Design und Inhalt pochen, werden oft als unnötiges Handicap bei der Arbeit an dem Design und der Logik einer Website empfunden, dennoch ohne die konsequente Trennung von Design und Inhalt haben Screenreader kaum eine Chance, verwertbaren Inhalt vorlesen zu können. In der aktuellen Version macht Joomla 1.5.8 hinsichtlich der Barrierefreiheit eine sehr gute Figur.

Joomla-Vorlagen

Bei Joomla wird das Design über Templates bereitgestellt. Man könnte Templates als eine Bevormundung und eine Einschränkung der gestalterischen Möglichkeiten sehen. Doch eine gute Website muss Suchmaschinenoptimierung, Zugänglichkeit und Usability bieten. Insofern ist der Einsatz eines ausgereiften Templates ein Zeichen von Vernunft.

Gute Usability ist keine leichte Aufgabe, insbesondere, da fast jeder annimmt, seine Website würde in den Usability-Kriterien hoch punkten. Doch auf die Frage, was man unter guter Usability versteht, wissen viele Webdesigner keine Antwort. Das wichtigste Kriterium sind bei Weitem die Ladezeiten.

Jede Webseite sollte in weniger als fünf Sekunden auf dem Bildschirm erscheinen. Spätestens in weiteren fünf Sekunden müsste der Besucher in der Lage sein, die gewünschten Inhalte aufzufinden, damit die Websitelogik ihren Zweck erfüllt. Sogar dann, wenn die Webseite schnell genug lädt und man die Struktur der Navigation schnell begreift, sollte man die benötigten Inhalte mit einer Suchfunktion auffinden können.

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Deutsche Lokalisierung ermöglicht komfortablen Umgang mit Joomla (www.jgerman.de).

Mit einer passenden Joomla-Vorlage lassen sich die Kriterien leicht erfüllen, da man auch die Menüs praktisch an beliebiger Stelle platzieren kann.

Joomla 1.5.x erlaubt das Nachrüsten zusätzlicher Sprachen mit dem nicht unerheblichen Vorteil, dass sich bei fremdsprachigen Hosting-Anbietern auch ohne Root-Rechte am System die deutsche Lokalisierung über den eingebauten Installer nachrüsten lässt.

Inhalte einspeisen, modifizieren

Zum Einspielen von Inhalten ins System kommt man sowohl über das Backend als auch über das Frontend ans Ziel. Über das Frontend ist dies deutlich umständlicher und der Umfang gebotener Optionen ist eingeschränkt.

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