Schnäppchen oder Falle

Smartphones als China-Import: Shops, Zoll, Service und Co. im Fokus

Smartphones von Xiaomi oder anderen Herstellern aus Fernost erfreuen sich großer Beliebtheit. Wir verraten, was Sie beim China-Import beachten müssen.

© Nitchakul Sangpetch / shutterstock.com

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500 Euro für ein Mittelklasse-Smartphone oder 800 Euro für ein Topmodell der Samsung-Galaxy-S-Klasse sind zu viel? Chinesische Hersteller zeigen, dass vergleichbare Qualität auch deutlich günstiger möglich ist.

Xiaomi – gesprochen: „schomi“ (www.mi.com) – gilt als Senkrechtstarter auf dem chinesischen Smartphonemarkt und ist in seinem Heimatland seit ein paar Jahren für High-End-Smartphones zu günstigen Preisen bekannt. In Europa sind die Geräte, wie auch die vieler anderer chinesischer Hersteller, bis jetzt nur über Importhändler erhältlich. Und diese sind auch das einzige wirkliche Problem beim Kauf chinesischer Hardware. 

Während die großen China-Importeure Gearbest, Honorbuy, Banggood, Trading Shenzhen oder Efox absolut seriös nach europäischen Standards arbeiten, tummeln sich auch schwarze Schafe auf dem Markt, deren Webaufritt auf den ersten Blick von zuverlässigen Händlern kaum zu unterscheiden ist.

Bezahlmöglichkeit: Paypal-Käuferschutz empfohlen

Bezahlen sollte man immer mit PayPal, da hier im Notfall der Käuferschutz weiterhilft. Ein weiteres Kriterium ist ein europäisches Auslieferungslager bei großen Händlern. Dies verringert nicht nur die Lieferzeit auf wenige Tage gegenüber dem chinesischen Standardversand von etwa 20 bis 40 Tagen, sondern bietet auch in den meisten Fällen einen europäischen Ansprechpartner bei Versandfragen und eventuellen Rücksendungen, die von Deutschland nach China teuer sind, wogegen der umgekehrte Weg den Händler nur ein paar Cent kostet. 

Bei Shops ohne EU-Lager empfiehlt sich eine Bestellung per DHL-Express, die für ein paar Euro mehr auch ein Paket direkt aus Shenzhen in etwa einer Woche nach Deutschland bringen und dazu im Gegensatz zu chinesischen Billigspeditionen eine Sendungsverfolgung online anbieten. 

Die größte Verkaufsplattform weltweit ist AliExpress aus China, die inzwischen auch eine deutschsprachige Webseite de.aliexpress.com betreibt. Ähnlich wie bei ebay oder Amazon kann hier jeder Produkte zum Verkauf anbieten. Durch ein eigenes Bezahlsystem und verschiedene Überprüfungsmechanismen versucht die Alibaba Group Holding Limited, der Betreiber der Plattform, Betrüger fernzuhalten.

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Vorsicht bei vielen kleinen Anbietern

Ähnlich wie bei ebay sollte man auch hier darauf achten, auf Elektronik spezialisierte Händler zu wählen. Bei Shops, die neben Smartphones auch Kleidung oder Schmuck anbieten, ist an der Seriosität eher zu zweifeln. Da das Angebot an China-Handys nicht gerade übersichtlich ist, sollte man vor dem Kauf kurz googeln, ob ein günstig angebotenes Gerätemodell tatsächlich existiert. 

Auch erhebliche Preisunterschiede gegenüber dem durchschnittlichen Verkaufspreis des gleichen Geräts in anderen Shops lassen Zweifel aufkommen. Fordert ein Händler auf, den Kaufpreis am AliPay-Bezahlsystem vorbei, direkt zu überweisen, wählen Sie besser einen anderen Händler.

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