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Rückblick

CES 2017 Rückblick: Dolby, DTS und MPEG-H

  1. CES 2017: QLED vs. OLED, MPEG-H vs Atmos und mehr
  2. CES 2017 Rückblick: Dolby, DTS und MPEG-H
LG SJ9 Soundbar

© LG Electronics

Ebenfalls Dolby-Atmos-fähig: Die SJ9 Soundbar von LG Electronics.

Die LG-Soundbar wird es ab März auch einzeln geben – unter dem Namen SJ9, ebenfalls mit Dolby Atmos – womit wir bei einem weiteren Heimkino-Kernthema der CES wären: Dolby gelang nicht nur mit Dolby Vision ein starker Auftritt in der Spielerstadt. Der Formatlizenzierer aus San Francisco hat – soviel steht fest – mittlerweile auch Dolby Atmos fest im Heimkinomarkt verankert und ist damit direkt auf dem Weg zum Massenmarkt. Nach Yamaha, Philips, Definitive Technologies, Onkyo und Samsung stießen mit Sony und LG zwei weitere namhafte Marken zur​ Gruppe der Atmos-Soundbar-Anbieter. Beide Marken rundeten damit zugleich ein starkes Commitment zu beiden Dolby-Technologien ab. Sony ergänzte es gar nebst der High-End-Soundbar HT.ST5000 (1500 Euro) gleich noch durch einen neuen AV-Receiver. Nach längerer Abstinenz feiert Sony mit dem STR-DN1080 (800 Euro) ein Comeback in dieser Kategorie. Die Mittelklasse-Steuerzentrale verarbeitet neben Atmos auch das 3D-Sound-Konkurrenzformat DTS:X.​

Letzteres war übrigens nur selten Gesprächsthema auf der Messe. Dennoch empfing DTS, wie seine beiden Konkurrenten Dolby und Auro 3D, in einer Hotelsuite seine Gäste und führte hinter verschlossenen Türen vor, woran man derzeit arbeitet. DTS-Vertreter zeigten uns etwa Soundlösungen für Kopfhörer, die für Gaming und Virtual Reality spannend sind.​

MPEG-H vorgestellt 

Zum fürs Heimkino spannenden DTS:X-Format hieß es, man arbeite weiter an neuen Kooperationen mit der Hardware- und Filmindustrie. Durchaus eine interessante Variante: DTS Virtual:X, eine neue Form des virtuellen Surround, das aus klassischen Soundbars eine Art 3D-Sound hervorbringt. Vorgeführt wurde uns sowohl eine reine 2.1-Soundbarlösung, sowie eine Lösung mit zwei kabellosen Rearspeakern, die über das hauseigene Streamingsystem DTS Play-Fi angesteuert wurden. Wir waren vom Klangbild durchaus angetan.​ 

Auch Auro 3D durfte in der Wüste Nevadas nicht fehlen. Gründer Wilfried van Baelen war vor Ort und berichtete stolz von zahlreichen neuen Kooperationen, etwa mit Porsche und AV-Receiver-Anbieter Denon & Marantz.​

Eine vierte Variante für 3D-Sound kommt indes wieder einmal aus Deutschland. Das Institut Fraunhofer IIS, das einst das mp3-Format aus der Taufe hob, hat in Vegas mit MPEG-H sein eigenes immersives Klangformat vorgestellt. Nutzer können den Sound-Mix an ihre Vorlieben anpassen. Die Wiedergabe wird von MPEG-H maßgeschneidert, um den besten Sound auf verschiedenen Endgeräten zu ermöglichen. Fraunhofer führte MPEG-H ebenfalls mit einer Soundbar vor. Das Format wird außerdem beim ATSC 3.0-basierten terrestrischen UHD-Fernsehen in Südkorea eingesetzt, das in Kürze live geht.​

DTS Virtual:X

© WEKA Media Publishing GmbH / Andreas Stumptner

Hinter verschlossenen Türen führte DTS seine Formate DTS:X und DTS Virtual:X vor.

Darüber hinaus gab es an der Audiofront wenig Spektakuläres in Las Vegas. Immerhin: LG überraschte mit dem Lautsprecher PJ9, der dank​ Elektromagneten über seiner Basisstation schwebt. ELAC etwa zeigte einen DAC-Verstärker, der sich in Kombi mit 2.1-Speakern als Soundbar-Alternative verstehen lässt. Und Onkyo und Yamaha gaben hinter verschlossenen Türen Einblick in eine vielversprechende AV-Receiver-Generation 2017.​

Eine der vielleicht wichtigsten Neuerungen präsentierte die HDMI- Organisation während der CES: HDMI 2.1 ist da. Der neue Anschlussstandard unterstützt erstmals neben 4K- und 8K- auch 10K-Videoinhalte mit bis zu 120 Hertz. Um diese Daten ausspielen zu können, benötigt man allerdings neue Kabel, die bis zu 48 Gigabit pro Sekunde übertragen. Doch keine Sorge: Teures Umrüsten ist vorerst nicht nötig. Anschlüsse mit HDMI 2.1 sind abwärtskompatibel. Und Inhalte mit den genannten hohen Datenraten sind bislang Mangelware.​ Dennoch ist die Geräteindustrie damit für das nächste Qualitätslevel gut gerüstet.​

Fazit 

Las Vegas war wieder eine Reise wert. Die technische Evolution schreitet in rasantem Tempo voran. Nun gilt es im Testlabor zu überprüfen, ob die Innovationen dem in Las Vegas erzeugten Vermarktungsdruck auch in der Realität gut standhalten.​

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