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CES 2017: OLED, QLED und Dolby Atmos - die Trends

Die CES 2017 startete erst am 5. Januar. Doch bereits jetzt nach den ersten Pressetagen zeichnen sich klare Trends der Unterhaltungselektronik-Branche ab.

CES 2017

© A. Stumptner

video berichtet aus Vegas von der CES. Schon jetzt zeichnen sich die wichtigsten Trends ab.

OLED-TVs auf dem Vormarsch: Gleich zu Beginn legte OLED-Vorreiter LG die Messlatte hoch: Das Panel des erstmals vorgestellten Wallpaper TVs W7 (in 65 Zoll) ist lediglich 2,57 mm dünn. Es kann mithilfe magnetischer Klammern direkt und lückenlos an der Wand montiert werden. In der W7 Serie setzt LG eine weiter entwickelte Version seiner Pixel Dimming Kontrolltechnologie ein, die bereits aus früheren OLED-Modellen von LG bekannt ist. So soll ein noch dunkleres Schwarz ermöglicht werden. Darüber hinaus besteht die OLED TV-Range 2017 aus den Modellen 77/65G7, 65/55E7, 65/55C7 und 65/55B7, die sich allesamt auf Dolby Vision verstehen.

Auch Sony setzt jetzt zum ersten Mal auf OLED und stellt auf der gestrigen Pressekonferenz seine Bravia OLED Fernseher vor. Acht Millionen selbstleuchtende Pixel sollen ein entscheidend verbessertes Seherlebnis mit beispiellosem Schwarz, authentischen Farben, Bildern ohne Unschärfen und großem Betrachtungswinkel bieten. Die A1-Reihe (wie auch die neuen LCD-TVs ZD9 und XE93/XE94) wird neben dem HDR10-Standard auch Dolby Vision unterstützen. Das Highlight: Der Sound kommt direkt aus dem Display. Sony nutzt die Vorzüge der OLED-Struktur ohne Hintergrundbeleuchtung, um eine neue Soundtechnologie namens „Acoustic Surface“ zu entwickeln. Wir sind gespannt, wie dies technisch umgesetzt wurde. Die A1-Serie wird in 77“, 65“ und 55“ auf den Markt kommen.

Sony auf der CES 2017

Panasonic möchte mit dem neuen TX-65EZW1004 die Performance des OLED-Vorgängers in vielerlei Hinsicht übertreffen. Das Master HDR OLED Panel soll bis zu 800nits Helligkeit (für OLED-Displays ein hoher Wert) darstellen und fast das ganze DCI-P3 Farbspektrum wiedergeben können. Außerdem ergänzt Panasonic noch den „Absolute Black Filter“, der Farbabstufungen von vollkommen schwarz bis knapp über schwarz rendert. Selbst dunkelste Bildinhalte sollen so möglichst präzise dargestellt werden. An HDR-Formaten unterstützt er neben HDR10 auch für zukünftige TV-Übertragungen in HDR wichtige „Hybrid Log Gamma“. Gemeinsam mit der HiFi-Audio Marke Technics aus dem Panasonic Konzern wurde ein neues Pro Audio-System mit acht Tief-, vier Mittel- und zwei Hoch-Tönern verbaut. Der TX-65EZW1004 ist voraussichtlich ab Sommer 2017 erhältlich. Ein Preis wurde noch nicht bekannt gegeben.

Samsung setzt auf QLED

Bleibt ein großer TV-Hersteller übrig, der jedoch als einziger bislang nicht auf die OLED-Technologie schwört. Stattdessen dreht sich bei Samsung alles um das Kürzel Q-LED (QLED). Im Rahmen eines Preview-Events stellen die Koreaner die mit dem entsprechenden Buchstaben benannten Serien Q9, Q8 und Q7 vor. Diese neuen Flaggschiff-TVs sollen im Bereich an Brillanz und Helligkeit sogar OLED-TVs übertreffen.

CES 2017: Die Highlights der Messe

Dafür verantwortlich sind die (namensgebenden) Quantum Dots, deren Beschaffenheit nochmals überarbeitet wurde. Die Q-Serie soll den kompletten DCI-P3-Farbraum auch bei Helligkeiten von bis zu 1.500 oder 2.000 Nits noch bis zu 100 % genau wiedergeben können. Auch verbesserte Schwarzwerte darf man wohl erwarten. Außerdem steht das Thema Usability groß im Fokus: Es wurden neue smarte Features („Q-Smart“) und technische Highlights („Q-Style“) integriert. Die entsprechenden Preise wurden noch nicht bekannt gegeben.

Ultra HD Blu-ray-Player

CES 2017

© A. Stumptner,

Ultra-HD, Dolby Vision und UHD-Blu-ray-Player - auf der CES bekommen Fans alles geboten.

Auch an der UHD Blu-ray Player-Front wurden Neuigkeiten verkündet. Während Samsung und Panasonic mit dem M9500 beziehungsweise UB300 und UB400 ihr Repertoire noch um weitere, teils für die Masse erschwinglichere Modelle erweitern, bringt Sony sein erstes Pendant dazu auf den deutschen Markt. Der UBP-X800 wird für 400 Euro (UVP) wohl sogar noch im Frühjahr erscheinen. Auch LG reiht sich ein und stellt den UP970 Player vor. Das Besondere daran: er soll neben Oppos UDP-203 (via Update angekündigt) als bislang einziger UHD-Player das HDR-Format Dolby Vision unterstützen.

3D-Sound

Erfreulicherweise gibt es auch im 3D-Audio-Bereich bereits einige spannende News zu verkünden. LG beispielsweise überrascht und begeistert mit der Information, alle neuen OLED-TV Modelle nicht nur mit dem HDR-Format Dolby Vision, sondern auch Dolby Atmos-Ton ausgestattet zu haben. „Wir haben Dolby Vision und Dolby Atmos in unsere neuesten OLED-Produkte integriert, um unseren Kunden die wahre Magie des Kinos zu bieten. So können sie ihre Lieblingsfilme in ihrer originalen Klarheit, Tiefe und Vorstellungskraft erleben“, kommentiert Brian Kwon, Präsident von LG Electronics Home Entertainment. Kompakter lässt sich der neue immersive Sound wohl kaum ins Wohnzimmer integrieren. Außerdem wird es auf dem LG-Messestand aber auch die SJ9 Dolby Atmos Soundbar zu sehen geben. Zwei nach oben gerichtete Lautsprecher sollen den Klang in die Höhe katapultieren. Zur verlustfreien Verbindung mit den entsprechenden TVs unterstützt sie 4k passthrough. Zudem verfügt das Gerät über die Fähigkeit, Audiodateien in Standardqualität auf 24bit/192Hz aufzuwerten.

Neben LG stellt auch Sony die erste Soundbar mit dreidimensionalem Klang aus dem Hause Dolby vor. Die HTST5000 inklusive Wireless Subwoofer unterstützt Dolby Atmos und soll für 1.500 Euro bereits ab dem Frühjahr erhältlich sein. Zwei an den Enden der Soundbar eingebaute nach oben abstrahlende Speaker in Kombination mit High-Resolution Audio-Koaxiallautsprechern, die separate, jedoch ins Gehäuse integrierte Woofer- und Tweeter-Treiber nutzen, wird ein virtueller 7.1.2-Kanal-Sound erzeugt, der den Hörer mitten ins Geschehen versetzt

Ebenfalls neu ist der Sony Mehrkanal AV-Receiver mit Dolby Atmos und dem zweiten immersiven Sound-Format DTS:X, der STR-DN1080. Der 7.2 Kanal-AV-Receiver ermöglicht 5.1 Setups mit zwei Höhenlautsprechern und versteht sich außerdem ebenfalls auf High Resolution Audio. Er soll des Weiteren Surround-Sound simulieren und so überzeugende 7.1.2 Surround-Erlebnisse schaffen können. Alle sechs HDMI-Eingänge sind mit dem neuesten Kopierschutz HDCP 2.2 kompatibel. Der UVP beläuft sich auf 800 Euro.

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